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Zwei Premieren zur Neu-Eröffnung des sanierten Schauspielhauses in Stuttgart

Freitag 17. Februar und Samstag 18. Februar 2012: Friedrich Schillers "Don Karlos" in der Regie von Hasko Weber und Jean-Paul Sartres "Das Spiel ist aus" in der Regie von Sebastian Baumgarten.

Don Karlos von Friedrich Schiller

Premiere: Samstag, 17. Februar 2012, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

 

"Gieb die Gewissen frey in deinen Reichen, Wenn du in deinen Ketten gehst."

'Schöne Tage in Aranjuez', wie sie Domingo, der Beichtvater des Königs, verkündet, hat der Kronprinz Karlos wahrlich nicht. Erst als sein Jugendfreund Posa eintrifft, bekommt er die Chance, endlich die geliebte Schwiegermutter Elisabeth - einst seine Braut - zu treffen. Sein Vater Philipp aber ist von Argwohn und Eifersucht getrieben und lässt dem Sohn nachstellen.

 

Schillers Stück beginnt als Liebesdrama, um als politische Tragödie zu enden. Posa und Elisabeth wollen nichts weniger als die Befreiung Europas vom Joch des Absolutismus und der Inquisition, und Karlos soll die Rebellion der Niederländer gegen seinen Vater anführen.

 

'Freiheit' ist das Losungswort und zentrales Thema in Schillers "Don Karlos", aber was ist ihr Preis? Darum ringen Posa und Philipp in der großen Begegnungsszene, in der Posa überraschend zum mächtigen Vertrauten des Königs aufsteigt. Während er unter der Hand weiter an seiner politischen Mission arbeitet, schlägt das Imperium in Gestalt des Großinquisitors zurück.

 

Regie: Hasko Weber, Bühne: Thilo Reuther, Kostüme: Anette Hachmann, Musik: FM Einheit, Dramaturgie: Jörg Bochow

 

Mit: Lisa Bitter (Elisabeth von Valois, Philipps Gemahlin), Rahel Ohm (Mondekar, Hofdame), Svenja Wasser (Prinzessin von Eboli), Eléna Weiß* (Hofdame), Marco Albrecht (Marquis von Posa), Sebastian Kowski (Philipp II., König von Spanien), Jan Krauter (Don Karlos, Kronprinz), Markus Lerch (Herzog von Alba), Lutz Salzmann (Großinquisitor), Christian Schmidt (Domingo, Beichtvater des Königs), *Studierende der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart

 

*****

 

Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre

Premiere: Samstag, 18. Februar 2012, 20.00 Uhr, Schauspielhaus

 

"Man kann den Lauf der Kugel nicht aufhalten."

"Das Spiel ist aus" erzählt von einer tragischen Liebesgeschichte und ist zugleich ein faszinierendes Gedankenspiel: Pierre, ein junger Revolutionär, wird von einem Polizeispitzel ermordet. Zur gleichen Zeit wird Eve, Gattin eines hohen Polizeibeamten, von ihrem Mann vergiftet. Erst im Totenreich lernen Pierre und Eve sich kennen - und verlieben sich ineinander.

 

Da sie sich zu Lebzeiten nicht gefunden haben, erhalten sie die Chance, ein zweites Mal ins Leben zurückzukehren und ihre Liebe zu leben. Doch lässt sich die soziale Kluft zwischen beiden, die im Jenseits keine Rolle spielte, im Diesseits wirklich überwinden? Wie frei ist der Mensch in seinen Entscheidungen? Und kann man sein Leben wirklich ändern?

 

Sebastian Baumgarten ist als Regisseur im Musiktheater und im Schauspiel gleichermaßen zuhause. Von der Zeitschrift 'Opernwelt' wurde er 2006 zum 'Regisseur des Jahres' gewählt. Dem Stuttgarter Publikum ist er seit seiner Inszenierung von Michail Bulgakows Stück "Die Flucht" in der Spielzeit 2009/10 bekannt. 2011 stellte er bei den Bayreuther Festspielen seine Neuinszenierung von Richard Wagners Tannhäuser vor.

 

Regie: Sebastian Baumgarten, Bühne und Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes, Musik: Christoph Clöser, Video: Philipp Bussmann, Dramaturgie: Christian Holtzhauer

 

Mit: Michel Brandt, Matthias Kelle, Boris Koneczny, Florian von Manteuffel, Sarah Sophia Meyer, Katharina Ortmayr, Rainer Philippi, Nadja Stübiger, Till Wonka, Bijan Zamani sowie Christoph Clöser

 

 

 

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