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"Anna Karenina", Ballett von John Neumeier eröffnet die 43. Hamburger Ballett-Tage

Premiere am Sonntag, 02. Juli 2017, 18.00 Uhr, Großes Haus der Staatsoper Hamburg. -----

Als den "größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur" bezeichnete Thomas Mann einmal Leo Tolstois "Anna Karenina". Auch John Neumeier war beim Lesen zutiefst fasziniert von diesem Werk: nicht nur von den Hauptfiguren und der Handlungsstruktur, sondern auch von der außerordentlichen Vielfalt thematischer Verbindungslinien. Es handelt sich um die Geschichte dreier Familien.

 

John Neumeier sagt: "Tolstoi selbst hat Anna Karenina über mehrere Jahre als Fortsetzungsgeschichte geschrieben und auch so publiziert. Diese prosaische Offenheit des Erzählens wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass der Roman mit dem Tod der Titelfigur keineswegs beendet ist. Meine eigene Fassung muss sich dagegen auf den zeitlichen Rahmen einer Theateraufführung beschränken. Die interessante Herausforderung meiner Arbeit bis zur Premiere wird darin bestehen, möglichst viele Bedeutungsebenen des Romans so zu bündeln, dass sie für den Zuschauer intuitiv nachvollziehbar bleiben."

 

Musik: Peter I. Tschaikowsky, Alfred Schnittke, Cat Stevens

Choreografie, Bühnenbild, Kostüme und Licht: John Neumeier

Musikalische Leitung: Simon Hewett

Philharmonisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen am 4. und 14. Juli 2017, jeweils um 19.00 Uhr

 

43. Hamburger Ballett-Tage

 

Sie sind jedes Jahr der Höhepunkt und Abschluss der aktuellen Spielzeit: die Hamburger Ballett-Tage. Die 43. Ausgabe des zweiwöchigen Festivals wird am 2. Juli 2017 mit John Neumeiers Uraufführung Anna Karenina nach Leo Tolstoi eröffnet. Neben Anna Karenina stehen drei weitere Ballette inspiriert von Meisterwerken der russischen Literatur im Blickpunkt: Die Möwe, Nijinsky, Tatjana sowie Die kleine Meerjungfrau zu Musik der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach.

 

Darüber hinaus sind John Neumeiers jüngste Kreationen Das Lied von der Erde, Turangalîla, Duse und Peer Gynt auf der Bühne der Hamburgischen Staatsoper zu sehen. Als Gastcompagnie ist in diesem Jahr das National Ballet of China mit einem abwechslungsreichen Abend mit sechs verschiedenen Balletten zu erleben. Den ersten Teil nimmt ein vollständiger Akt aus dem Erfolgsballett Der Ruf des Kranichs ein. Unter den weiteren Choreografien ist auch das Werk How beautiful is Heaven, das bei der Nijinsky-Gala XLI bereits für Aufsehen sorgte. Das Gastspielprogramm umfasst außerdem die Stücke Close your eyes when it is getting dark, Sacrifice, Buddha Jih und Yellow River. Mit der international besetzten Nijinsky-Gala XLIII wird die Spielzeit am 16. Juli feierlich abgeschlossen.

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