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Auszeichnung für »Jakob Lenz« an der Oper Köln

6. September 2014: Regisseurin Béatrice Lachaussée erhält Studio-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung und inszeniert erneut an der Oper Köln. Der diesjährige, mit 2.500 Euro Preis geht an die junge französische Regisseurin Béatrice Lachaussée für ihre Inszenierung von Wolfgang Rihms Kammeroper »Jakob Lenz« an der Oper Köln.

 

Die Produktion feierte ihre Premiere und Kölner Erstaufführung am 22. März 2014 in der Kölner Trinitatiskirche, einer Interimsspielstätte der Oper Köln während der Sanierung des Opernhauses. Sie markierte zudem das Regiedebüt der Preisträgerin in Deutschland.

 

In der Inszenierung von Lachaussée (Bühne & Kostüme: Nele Ellegiers) konnte Bariton Miljenko Turk in der Titelpartie des schizophrenen, hochbegabten Dichters Jakob Lenz einen besonderen Erfolg verbuchen. Es musizierte das Gürzenich-Orchester Köln unter der musikalischen Leitung von Alejo Pérez. Nach der Aufführung hoben Publikum und Presse mehrheitlich hervor, wie kunstvoll es der Regisseurin gelang, Akustik und Atmosphäre des Kölner Kirchenschiffs mit der sich steigernden Dramatik des von inneren Stimmen geplagten Protagonisten zu verdichten.

 

Béatrice Lachaussée, eine Studentin von Dr. Birgit Meyer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wird auch in der aktuellen Saison wieder für die Oper Köln inszenieren: Sie sorgt für die szenische Umsetzung von Leoš Janáceks »Tagebuch eines Verschollenen« (Premiere 30. Mai 2015 / Kolumba Köln).

 

Jährlich zeichnet die Götz-Friedrich-Stiftung Nachwuchsregisseure im deutschsprachigen Raum aus. Der Studio-Preis wird für die beste Regie im Bereich Kindermusiktheater, experimentelles Musiktheater oder Kammeroper vergeben.

 

Die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2014 im Foyer der Deutschen Oper Berlin statt.

 

 

 

 

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