Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Burgtheater Wien: Wochenende der italienischen DramatikBurgtheater Wien: Wochenende der italienischen DramatikBurgtheater Wien:...

Burgtheater Wien: Wochenende der italienischen Dramatik

3. und 4. März im Kasino.

Vier italienische Inszenierungen sind im Kasino am ersten Märzwochenende zu Gast - die jüngsten Stücke der italienischen Gegenwartsautoren Alberto Bassetti, Gian Maria Cervo, Linda Ferri und Antonio Negri, die alle bereits auf dem Festival neuer Dramatik "Quartieri dell'arte" in Viterbo (Lazio) zu sehen waren. Die Inszenierungen werden an zwei Abenden in italienischer Sprache mit deutscher Übertitelung gezeigt.

 

 

»L’uomo piegato«(»Der gebogene Mann«)von Antonio Negri
Regie: Pierpaolo Sepe
Mit: Max Malatesta, Paolo Zuccari, Fabrizio Ferracane, Xhilda Lapardhaja, Adriano Saleri, Massimo Vinti
Eine Produktion des Nuovo Teatro Nuovo di Napoli
»Der gebogene Mann« spielt zur Zeit der italienischen Resistenza während des Zweiten Weltkriegs. »Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich angesichts des wieder aufkommenden Faschismus verbiegt, um nicht zu zerbrechen. Aus der Empörung, aus dem Widerstand und ausder Verweigerung entstehen oft die fröhlichsten Leidenschaften.« (Toni Negri)Antonio (Toni) Negri wurde 1933 in Padua geboren und ist einer der berühmtesten Globalisierungskritiker. Der Philosophieprofessor war Abgeordneter im italienischen Parlament. Er ist seit den 60er Jahren einer der führenden Theoretiker der italienischen Linken. 2002 schrieb er gemeinsam mit Michael Hardt »Empire«.

 

»L’uomo più crudele«(»Der grausamste Mensch«)von Gian Maria Cervo
Regie:Carlo Fineschi.
Mit: Maria Loana Gloriani; Alessio Di Clemente, Carlo Fineschi, Marco Venienti, Camillo Ventola
Koproduktion Quartieri dell’arte / Nuovo Teatro Nuovo di Napoli / Teatro Eliseo di Roma»Der grausamste Mensch« ist ein Stück, das an einem kalten Morgen im Jahre 1610 in Ungarn beginnt und in den 1930er Jahren in Bloomsbury bei Virginia Woolf endet. Ähnlich wie deren »Orlando« unternimmt Cervos offenbar unsterblicher Protagonist Voico Dobrita eine Reise durch die Zeit. Vor einemRichter muss er sich als der ehemalige Sekretär von Vlad Tepes Dracul verantworten.Gian Maria Cervo wurde 1970 in Neapel geboren. Nach Bearbeitungen und Neuübersetzungen folgten sieben eigene Stücke sowie zahlreiche Übersetzungen englischsprachiger Gegenwartsdramatik ins Italienische, darunter Sarah Kane, Tony Kushner, Dennis Kelly und Enda Walsh. 1997 gründete Gian Maria Cervo das Festival ».Quartieridell’Arte«, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist.

 

»La conversazione«(»Die Unterhaltung«)von Linda Ferri
Regie: Carlo Fineschi
Mit: Maria Loana Gloriani und Marco Venienti
Koproduktion Quartieri dell’arte / Nuovo Teatro Nuovo di Napoli / Teatro Eliseo di Roma.
»Die Unterhaltung« ist ein Dialog zwischen einer 35jährigen Frau und ihrem toten Vater.»Dieser Text entstand aus einer Erfahrung, die vielen von uns gleichzeitig fremd und vertraut ist: die Nähe zu Menschen, die wir geliebt haben und die verschwunden sind.« (LindaFerri)Linda Ferri wurde 1957 in Rom geboren und wuchs in Paris auf. Sie studierte Politikwissenschaften und Geschichte der Philosophie in Paris, New York und Florenz. 1997 erschien ihr erster Roman »Incantesimi« bei Feltrinelli, es folgte der Erzählband »Il tempo che resta«. Linda Ferri schrieb u.a. 2001 gemeinsam mit Heidrun Schleef und Nanni Moretti das Drehbuch zu »Das Zimmer meines Sohnes« und mit Umberto Contarello und Giuseppe Piccioni das zu »Licht meiner Augen«.

 

»La gabbia« (»Der Käfig«)von Alberto Bassetti
Regie: Alberto Bassetti
Mit: Fabrizio Parenti und Alberto Bassetti
Eine Produktion der Compagnia Edizioni Interculturali di Roma
Bassettis Stück »Der Käfig« erzählt von der Unsicherheit und der Verstörung eines Mannes, der sich plötzlich in einer Zwangslage befindet - eingesperrt in einen Aufzug, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.Alberto Bassetti wurde 1955 in Rom geboren und studierte Literaturwissenschaften und Philosophie. Seit Beginn der neunziger Jahre schreibt er Texte für das Theater und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal vom Istituto del Dramma Italiano (1990 für »La tana« und 1995 für »La gabbia«). Alberto Bassetti dreht auch Filme (»Sopra e sotto il ponte«) und leitet gemeinsam mit Gian Maria Cervo das Festival »Quartieri dell’arte«.Mit Unterstützung der Region Lazio, des italienischen Kulturministeriums, des italienischen Außenministeriums und der Kommune Viterbo.  

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 19 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑