Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Coppélia", Ballett von Sergei Vanaev / Musik von Leo Delibes, Stadttheater Bremerhaven"Coppélia", Ballett von Sergei Vanaev / Musik von Leo Delibes, Stadttheater..."Coppélia", Ballett von...

"Coppélia", Ballett von Sergei Vanaev / Musik von Leo Delibes, Stadttheater Bremerhaven

Premiere am 15. Oktober 2016 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

«Coppélia» ist eines des erfolgreichsten Handlungsballette des 19. Jahrhunderts. „Ihr toderbleichtes Wachsgesicht hatte keine Augen, statt ihrer schwarze Höhlen; sie war eine leblose Puppe“, heißt es in E.T.A. Hoffmanns Erzählung «Der Sandmann», auf der die Geschichte basiert.

Das Ballett greift zwei Thematiken auf, die die Menschheit schon lange faszinieren: zum einen die Erschaffung des künstlichen Menschen und zum anderen die Entfremdung menschlicher Beziehungen durch die als bedrohlich empfundene Welt der Maschinen und Automaten.

 

Im Zentrum steht der exzentrische Doktor Coppélius, der in seiner Werkstatt Puppen und Automaten bastelt und sie zum Leben erwecken will. Der junge Franz droht der Täuschung zu erliegen: Coppélia, die vermeintliche Tochter des Puppenmachers, übt eine verführerische Anziehungskraft auf ihn aus. Seine Verlobte Swanilda ist alles andere als einverstanden mit dem neuen Schwarm. Misstrauisch geworden, dringt sie in das Haus ihrer „Konkurrentin“ ein... Die Erfolgsgeschichte von «Coppélia» ist nicht nur der psychologisch fein gearbeiteten Musik des französischen Komponisten Léo Delibes zu verdanken, sondern auch der zeitlosen Wirkung von Unheimlichem und Fantastischem. Tanz pur!

 

Sergei Vanaev, der seit der Spielzeit 2004/2005 Ballettmeister in Bremerhaven ist, hat die Compagnie in dieser Zeit mit einem ganz eigenen Stil geprägt. Sein Ensemble wurde erst kürzlich mit dem Herzlieb-Kohut-Preis ausgezeichnet.

 

Bühnenbild und Kostüme für das Ballett «Coppélia» stammen aus der Hand von Darko Petrovic. Der gebürtige Kroate war nach seinem Kunststudium in Venedig bereits in zahlreichen Produktionen als Bühnen- und Kostümbildner an verschiedenen Häusern in ganz Europa tätig. In Bremerhaven entwirft er nach der erfolgreichen Produktion «La Bohème» in der vergangenen Spielzeit nun zum ersten mal die Ausstattung für ein Ballett.

 

Coppélia

Ballett von Sergei Vanaev / Musik von Leo Delibes

 

Musikalische Leitung Tonio Shiga

Choreographie und Inszenierung Sergei Vanaev

Bühne und Kostüme Darko Petrovic

Dramaturgie Juliane Piontek

Choreographische Assistenz Wen-Hua Chang

Inspizienz Diana Berrett

 

Swanilda Ting-Yu-Tsai / Lidia Melnikova

Franz Ilario Frigione / Jacopo Grabar

Kellnerin in einem kleinen Café Maria Hoshi

Bordsteinschwalbe Jessica De Fanti Teoli

Alte Frau mit Hund Lidia Melnikova / Ting-Yu-Tsai

Gendarm Oleksandr Shyryayev

Coppélia Maria Hoshi

Coppélius Lorenzo Cimarelli

Gerard-Philippe Martin Volodymyr Fomenko

Hippolyte Moustache Jacopo Grabar / Ilario Frigione

5 Automaten: Jessica De Fanti Teoli, Volodymyr Fomenko, Oleksandr Shyryayev, Ting-Yu Tsai / Lidia Melnikova, Ilario Frigione / Jacobo Grabar

 

Weitere Vorstellungen: 2. / 11. November, 10. / 15. / 17. Dezember 2016, 20. / 29. Januar 2017, jeweils 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Theaterkasse Öffnungszeiten

Theodor Heuss-Platz Montag 10.00 - 13.00 Uhr

27568 Bremerhaven (nur Kartentelefon)

Kartentelefon 0471/ 49001 Dienstag bis Freitag 12.00 - 18.00 Uhr

E-Mail kasse@stadttheaterbremerhaven.de Samstag 10.00 - 13.00 Uhr

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑