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„Das Testament der Tante Karoline“ von Albert Roussel im Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere am Freitag, 24. Februar, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus. -----

Das in der Personenkonstellation an Puccinis „Gianni Schicchi“ erinnernde Stück handelt von der verbissenen Jagd der hinterbliebenen Verwandtschaft nach dem Vermögen der titelgebenden Tante.

Diese hat nämlich verfügt, dass nur der erstgeborene Sohn einer ihrer Nichten das Erbe erhalten soll, und wenn dieser nicht innerhalb eines Jahres geboren oder gefunden wird, gehe ihr Geld an die Heilsarmee. Dieses Testament stellt die beiden Paare unter enormen Leistungsdruck, wollen doch alle an das Erbe und bislang ist kein Stammhalter in Sicht. Schließlich offenbart ausgerechnet die Nichte ein Geheimnis, von der man es am wenigsten erwartet hätte und beendet den Wettlauf, bevor er richtig begonnen hat.

 

Der französische Komponist Albert Roussel begann nach einer Ausbildung in der französischen Marine erst relativ spät mit dem Kompositionsstudium und feierte mit Aufführungen in aller Welt zu Lebzeiten große Erfolge. Er schrieb sieben Bühnenwerke, darunter jedoch nur diese eine Operette. Das 1936 in Olomouc/Tschechien in französischer Sprache uraufgeführte Stück wurde bislang – obwohl eine deutsche Fassung 1937 in Prag Premiere feierte – noch nie in Deutschland aufgeführt. Für die neuen Mitglieder des Opernstudios ist es also eine besondere Aufgabe, sich mit der deutschen Erstaufführung dieses unbekannten Werkes in der Inszenierung von Mechthild Hoersch vorzustellen.

 

Mit der Premiere von „Das Testament der Tante Karoline“ steht zum ersten Mal eine Operette auf dem Spielplan des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein. Nach Ravels „L’ Enfant et les Sortilèges“ (2009 / 10) und Cimarosas „Il matrimonio segreto“ (2010 / 11) kommt mit der deutschen Erstaufführung von Albert Roussels Operette eine echte Rarität auf die Bühne.

 

Unter der musikalischen Leitung von Christoph Stöcker spielt das altstadtherbstorchester. Mit Luiza Fatyol, Jessica Stavros, Maria Kataeva, Ovidiu Purcel, David Jerusalem, Bogdan Baciu und Attila Fodre sind alle sieben Solisten des Opernstudios zu erleben - Ovidiu Purcel, Luiza Fatyol, Attila Fodre, David Jerusalem, Jessica Stavros, Maria Kataeva und Bogdan Baciu – unterstützt von Cornelia Berger und Raphael Pauß.

 

Die Produktion ist ein Baustein des intensiven Förderprogramms für die Nachwuchssolisten, das der Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein maßgeblich unterstützt.

 

Vorstellungen im Kleinen Haus im Schauspielhaus: Fr, 24.02. – 19.30 Uhr / Di, 28.02. – 19.30 Uhr / Do, 01.03. – 19.30 Uhr / Sa, 03.03. – 19.30 Uhr / Mi, 07.03. – 19.30 Uhr / Do, 22.03. – 19.30 Uhr

 

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