Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DER RING DES NIBELUNGEN: "Götterdämmerung" im Staatstheater KarlsruheDER RING DES NIBELUNGEN: "Götterdämmerung" im Staatstheater KarlsruheDER RING DES NIBELUNGEN:...

DER RING DES NIBELUNGEN: "Götterdämmerung" im Staatstheater Karlsruhe

Premiere: Samstag, 16. Dezember 2006, 17.00 Uhr I Opernhaus.

Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend von Richard Wagner. Dritter Tag, Götterdämmerung.

Am Ende hängt alles mit allem zusammen… Der Einbruch der dumpfen Vorgeschichte in die fortgeschrittene Weltgeschichte wird offenbar.

 

Im Vorspiel weben die drei Nornen des Schicksals an dem Seil der historischen Berechenbarkeit, das in dem Moment reißt, als sie den Übergang der Naturgeschichte in die Geschichte der menschlichen Selbstbestimmung berühren… Siegfried und Brünnhilde glauben sich zunächst untrennbar verbunden. Weil jedoch der unwissende Siegfried die Gefahren der Welt nicht kennt, wird er ihr Opfer, als er „zu neuen Taten“ auszieht und damit Brünnhilde, ohne es zu ahnen, für immer verlässt. Seine naive Welteroberungsabsicht führt ihn an den Hof der Gibichungen, von deren Ruhm er sich angezogen fühlt. Der Virus der Entfremdung, der Hagens, Gunther und Gutrunes zwielichtige Welt beherrscht, ergreift den „schutzlosen Helden“, der nun, um Gutrune zu gewinnen, sich mit Gunther aufmacht, um für ihn die eigene Braut zu erobern. Schließlich willigt die zutiefst verletzte und betrogene Brünnhilde in Hagens Plan ein, Siegfried zu töten. Am Ende hat Brünnhilde die Tragödie der Entfremdung durchschaut, und sie ist es nun, die den Ring, den Siegfried ihr wieder entrissen hatte, endlich erneut den Rheintöchtern überantwortet…

Die Premiere Götterdämmerung schließt die erste zyklische Aufführung des „Ring des Nibelungen“ ab.

 

 

Musikalische Leitung: Anthony Bramall I Regie, Bühne und Kostüme: Denis Krief  | Chor: Carl Robert Helg
Mit: Lance Ryan (Siegfried), Walter Donati (Gunther), Stefan Stoll (Alberich), Ulrich Schneider (Hagen), Caroline Whisnant (Brünnhilde), Edith Haller (Gutrune), Silvia Hablowetz (Waltraute / Zweite Norn), Kestin Witt (Erste Norn), Barbara Dobrzanska (Dritte Norn), Ina Schlingensiepen (Woglinde), Tamara Gura (Wellgunde), Sabrina Kögel (Floßhilde)
Badische Staatskapelle, Badischer Staatsopernchor, Extra-Chor

 

 

Weitere Vorstellung:  14. Januar 2007

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑