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DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "CHARLOTTE SALOMON", OPER VON MARC-ANDRÉ DALBAVIE - THEATER BIELEFELDDEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "CHARLOTTE SALOMON", OPER VON MARC-ANDRÉ DALBAVIE -...DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG:...

DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG: "CHARLOTTE SALOMON", OPER VON MARC-ANDRÉ DALBAVIE - THEATER BIELEFELD

PREMIERE 14.01.2017, 19:30 Uhr, Stadttheater. -----

Berlin, um 1930. Jahre nach dem frühen Tod ihrer Mutter beginnt die 13-jährige Charlotte Salomon, ihre Stiefmutter zu bewundern: Paula Lindberg-Salomon ist eine gefeierte Opern- und Konzertsängerin, und mit ihr kehren Leben und Gesellschaft in das Haus des Arztes Dr. Salomon zurück.

 

Als sie eines Tages einen neuen Gesangslehrer empfängt, verliebt sich die junge Charlotte in den erwachsenen Mann. Statt der ersehnten Gegenliebe erhält sie etwas anderes von ihm: seinen unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Kunst – und an ihre Begabung, zu malen. Sie bewirbt sich an die Kunstakademie und wird trotz ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit angenommen. Nachdem Charlottes Vater 1939 nur mit knapper Not der Deportation in ein KZ entronnen ist, erkennt die Familie, was die Stunde geschlagen hat – und schickt die knapp 22-jährige Tochter nach Südfrankreich zu ihren

Großeltern. Das vermeintliche Idyll wird zur Alltagshölle, da Charlotte ihre depressive Großmutter vor dem Selbstmord bewahren soll. Ihr bleibt nur die Flucht in die Malerei ...

 

Die Oper Charlotte Salomon ist das zu dreidimensionaler Gestalt gewordene Lebenswerk Leben? Oder Theater?, dessen 1.300 Gouachen Charlotte Salomon in nur 18 Monaten schuf. Der 1961 geborene französische Komponist Marc-André Dalbavie komponierte das Bühnenwerk für die Salzburger Festspiele 2014. Seine collagenhafte Partitur spielt mit den zahlreichen musikalischen Zitaten, die

Charlotte Salomon als Referenz an ihre Stiefmutter zu ihren Bildern notiert hatte, und stellt in einer beeindruckend schlüssigen Architektur Erinnerung und Realität einander gegenüber – personifiziert durch zwei Titeldarstellerinnen. Charlotte Salomon weist über das persönliche Schicksal der Berliner Malerin hinaus, die 1943 in Auschwitz ermordet wurde, und thematisiert die Kraft und Aufgabe von Kunst in Zeiten politischer Unwetter.

 

DER KOMPONIST

Marc-André Dalbavie wurde 1961 in Neuilly-sur-Seine geboren und studierte Musik in Paris. Seit 1996 ist er Professor für Instrumentationslehre am Conservatoire de Paris. Dalbavie gilt als Repräsentant der

école de musique spectrale, die sich mit Spektralmusik beschäftigt. 1994 erhielt er den Rom-Preis und den Ernst von Siemens-Musikpreis. Von 1998 bis 2000 war er Composer in Residence des Cleveland

Orchestras, 2004 wurde er vom französischen Kulturministerium zum Chevalier des Arts et Lettres ernannt.

 

Marc-André Dalbavie hat die zeitgenössische Musik nach vielen Richtungen hin geöffnet und ist heute einer der meistgespielten Komponisten seiner Generation. Er erhielt Kompositionsaufträge von den renommiertesten Orchestern weltweit – darunter das Chicago Symphony Orchestra, das Cleveland Orchestra, die Berliner Philharmoniker, das Philadelphia Orchestra, das Concertgebouw- Orchester, das Orchestre de Paris, das BBC Symphony Orchestra, das Orchestre symphonique de Montréal und das Philharmonische Orchester Tokio –, aber auch von Musikinstitutionen wie der Carnegie Hall, der Suntory Hall in Tokio oder der Cité de la musique in Paris sowie von Festivals wie den BBC Proms in London, dem Aspen und dem Marlboro Festival und Présences von Radio France.

 

Nach verschiedenen Experimenten mit Charakteristika von Klang und Klangfarben im Zusammenhang mit elektronischer Musik entstand eine Serie »verräumlichter« akustischer Stücke. Im Oktober 2010 fand die Uraufführung seiner ersten Oper Gesualdo unter seiner eigenen musikalischen Leitung am Opernhaus Zürich statt. 2014 folgte Charlotte Salomon als Auftragswerk der Salzburger Festspiele. Der Komponist dirigiert häufig eigene Werke im Konzert.

 

Oper in zwei Akten mit einem Vorspiel und einem Nachwort

Libretto von Barbara Honigmann nach Leben? oder Theater? von Charlotte Salomon

In deutscher und französischer Sprache mit deutschen Übertexten

 

Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic

Inszenierung Mizgin Bilmen

Bühne Cleo Niemeyer

Kostüme Alexander Djurkov Hotter

Video Malte Jehmlich

Choreinstudierung Hagen Enke

Dramaturgie Jón Philipp von Linden

 

Mit

Evgueniy Alexiev // Nohad Becker // ln Kwon Choi // Mark Coles // Lianghua Gong // Evelyn Krahe // Hasti Molavian // Caio Monteiro // Dorine Mortelmans // Daniel Pataky // Bogdan-Dumitru Sandu // Jana Schulz // Katja Starke // Paata Tsivtsivadze // Frank Dolphin Wong

 

Bielefelder Opernchor // Bielefelder Philharmoniker

 

Die nächsten Vorstellungen

19.01., 29.01.,

08.02., 18.02,

31.03.

 

Karten

0521 / 51 54 54

www.theater-bielefeld.de

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