Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIE AKTE CARMEN von Georges Bizet in einer Fassung von David Mouchtar Samorai und Bernhard Glocksin an der Neuköllner Oper BerlinDIE AKTE CARMEN von Georges Bizet in einer Fassung von David Mouchtar...DIE AKTE CARMEN von...

DIE AKTE CARMEN von Georges Bizet in einer Fassung von David Mouchtar Samorai und Bernhard Glocksin an der Neuköllner Oper Berlin

ab 22.1.2015, 20 Uhr . -----

„Carmen, du bist mein Leben!“ José begehrt Carmen, verlässt seine Welt, wird für sie (?) illegal. Carmen ist schön, eine Fremde, ohne gültige Papiere. José folgt Carmen und - tötet sie.

FEUER DER GEFÜHLE

Tötet, was er zum Leben braucht…. Warum? Die bekannteste Oper der Welt erzählt von der größten, schönsten und gefährlichsten Kraft im Menschen. Aus Liebe und Begehren wird Besitzen, und was sich nicht besitzen lässt... Doch vielleicht tötet der Polizist José nicht nur die eigen-willige Frau, sondern mit ihr auch das Fremde schlechthin, das sich nicht unterordnen lässt?

 

ZERSTÖREN, WAS MAN ZUM LEBEN BRAUCHT?

Wie offen Carmen vom Leben unter der Krise erzählt! Ein Polizist tötet eine Illegale, am Grenzzaun unserer Gesellschaft, dort wo sich entscheidet, wer drinnen ist und wer draußen bleiben muss. Zu den „Zigeunern“ und „Schmugglern“ im Original würde man heute sagen: Roma und Sinti, meist aus dem Schattenreich Europas, Rumänien und Bulgarien. In Berlin leben darüber hinaus geschätzte 50.000 Menschen jedweder Herkunft ohne Papiere, illegal. Neukölln ist ein Kulminationsort dieser Schattenbürger und ihres Ringens um Aufnahme und Legalität.

 

AusGRENZEN

In Berlin, Rom und andernorts in Europa kochen zurzeit wieder heftige Gefühle hoch, die sich in Fremdenhass entladen. Auf Basis von Recherchen dazu spielen wir Bizets großartige Oper mit einem wunderbaren jungen und temperamentvollen Ensemble neu, nah am Original und an unserer Wirklichkeit.

 

EIN EUROPÄISCHES PROJEKT Carmen ist die pan-europäische Oper schlechthin in einer EU der Ausgrenzung und Massenarbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Auf unsere Initiative entstehen anderenorts weitere Carmen-Projekte, z. B. in Barcelona mit vier jungen spanischen Komponisten und Autoren. Wir hoffen, diese im Herbst als Gastspiel zeigen zu können.

 

INSZENIERUNG: DAVID MOUCHTAR-SAMORAI

ARRANGEMENT: BIJAN AZADIAN

TEXTBUCH, DRAMATURGIE: BERNHARD GLOCKSIN

MUSIKALISCHE LEITUNG: HANS PETER KIRCHBERG/ INSA BERNDS

BÜHNE: HEINZ HAUSER

KOSTÜME: URTE EICKER

VIDEO: VINCENT STEFAN

 

Mit: Felix Bruder, Farrah El Dibany, Robert Elibay-Hartog, Lars Feistkorn, Mirjam Miesterfeldt, Christian Schleicher, Valentina Stadler, Juliette Vargas, Elpiniki Zervou sowie Danilo Andreas Sepulveda Cofre, David Garcia Darcia, Dennis Ginzburg, Malik Smith

 

Spieltermine: 22., 24., 28./29. und 31. Januar, 4./5., 7., 11./12., 14., 19.-21., 24./25. Februar 2015, 20 Uhr

25. Januar, 1., 15. und 22. Februar 2015, 19Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑