Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Jüdin", Oper von Fromental Halévy, Theater Kiel"Die Jüdin", Oper von Fromental Halévy, Theater Kiel"Die Jüdin", Oper von...

"Die Jüdin", Oper von Fromental Halévy, Theater Kiel

Premirere Samstag, 26. März 2022, 19.00 Uhr

1414 beim Konzil in Konstanz treffen zwei Männer aufeinander, die eine geheime, dunkle Vorgeschichte miteinander verbindet: der römische Kardinal Brogni und der jüdische Goldschmied Eléazar, der Brogni seit langem Rache für die Hinrichtung seiner Söhne und die Verbannung aus Rom geschworen hat.

 

Copyright: Olaf Struck

Eléazars Tochter Rachel wiederum verbindet eine geheime Liebe zu dem jüdischen Maler Samuel, hinter dem sich niemand anders als der christliche Reichsfürst Léopold verbirgt, der eigentlich mit Eudoxie, der Nichte des Kaisers verheiratet ist. Eine verhängnisvolle Verkettung von Umständen führt dazu, dass Brognis Grausamkeit zu Eléazars Rache werden kann ...

Eine Oper über Fanatismus und religiöse Intoleranz, über gesellschaftliche und persönliche Ausschlussmechanismen, die in ihrer Schonungslosigkeit heute mindestens so beeindrucken und verstören kann, wie bei ihrer Uraufführung in Paris 1835. »Ich bin ganz hingerissen von diesem wundervollen, großartigen Werke und zähle es zu dem Höchsten, was je geschaffen worden ist.« Kein Geringerer als Gustav Mahler lobte »Die Jüdin« auf so enthusiastische Weise, und selbst der eingefleischte Antisemit Richard Wagner zollte Halévys Grand Opéra begeistert Respekt.

Höchste Zeit also, dass dieses musikalisch wie thematisch relevante Werk nach neun Jahrzehnten endlich zurück auf die Kieler Opernhausbühne findet.

    Musikalische Leitung  Daniel Carlberg
    Regie  Luise Kautz
    Bühne  Valentin Mattka
    Kostüme  Hannah Barbara Bachmann
    Choreinstudierung  Gerald Krammer

    Éléazar, ein jüdischer Goldschmied  Anton Rositskiy
    Rachel, Éléazars Tochter  Angélique Boudeville
    Léopold, Reichsfürst  Matteo Roma
    Prinzessin Eudoxie, Nichte des Kaisers  Mengqi Zhang
    Kardinal Jean-François de Brogni, Präsident des Konzils  Sergey Stepanyan
    Ruggiero, großer Schultheiß der Stadt Konstanz  Matteo Maria Ferretti
    Albert, Feldwebel der kaiserlichen Bogenschützen  Samuel Chan
    Ein Henker  Ill Hoon Cho, Alexandar Stoyanov
    Waffenherold des Kaisers  Sang Youf Kim, Hankyul Lee
    Offizier des Kaisers  Lubomir Georgiev, Thomas Wischer
    Mann aus dem Volk  Slaw Rotmann, Chan Il Seok
    Ein anderer Mann aus dem Volk  Andrzej Bernagiewicz, Matthias Brede
   
 Chor  Opernchor und Extrachor des Theaters Kiel

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑