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Dorothea-Neff-Preis 2012/13 - die PreisträgerInnen

Wien, 17.6.2013: Die PreisträgerInnen sind Stephan Müller (Beste Regie), Claudia Sabitzer (Beste schauspielerische Leistung), Nanette Waidmann (Bester Nachwuchs); der MITTEN IM LEBEN PREIS der BAWAG P.S.K. für herausragendes humanitäres Engagement geht an das Projekt „Zivilcourage TRAINIEREN“ des Mauthausen Komitee Österreich. Publikumsliebling der Saison ist Bezirke-Leiterin Doris Weiner.

 

 

Moderiert von Barbara Rett, fand im Wiener Volkstheater die Verleihung der Dorothea-Neff-Preise 2012/13 statt. Jährlich werden bei der Gala Volkstheater-KünstlerInnen ausgezeichnet. Die von BAWAG P.S.K. gestiftete Preissumme von 12.000 Euro teilen sich heuer Regisseur Stephan Müller, der für seine Inszenierung „Anna Karenina“ ausgewählt wurde, die Schauspielerin Claudia Sabitzer, Nachwuchstalent Nanette Waidmann und das BAWAG P.S.K. MITTEN IM LEBEN PREISTRÄGER-Projekt „Zivilcourage TRAINIEREN“ des Mauthausen Komitee Österreich. Zum Publikumsliebling wurde Bezirke-Leiterin Doris Weiner gekürt.

 

Claudia Sabitzer, seit 2005 am Volkstheater engagiert, überzeugte vor allem durch ihre Wandlungsfähigkeit in Peter Turrinis Deutschsprachiger Erstaufführung „Der Riese vom Steinfeld“ und George Taboris „Die Goldberg-Variationen“. Ein Höhepunkt war auch ihre Rolle als warmherzige Tochter Empty in der Österreichischen Erstaufführung von Kulttautor Tony Kushners „Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zur Heiligen Schrift.“

 

Die 28-jährige Nanette Waidmann war vor allem durch ihre außerordentliche Darstellung als Gretchen in Enrico Lübbes Aufsehen erregender „Urfaust“-Inszenierung 2012/13 präsent. Ein Grund, weshalb sie auch gleichzeitig in der Kategorie „Beste schauspielerische Leistung“ nominiert wurde. Außerdem brillierte sie in Kushners „Ratgeber“ und als Ottilie in „Im weißen Rössl“. Waidmann ist ab nächster Spielzeit am Stadttheater Heidelberg.

 

Stephan Müller, der bereits mit „Clavigo“, „Don Juan“ und „Antigone“ Regiearbeiten von sich präsentiert hat, holte sich nun mit „Anna Karenina“ den begehrten Regiepreis. Ab Dezember 2013 wird seine Inszenierung „Maria Stuart“ mit Andrea Eckert und Martina Stilp im Volkstheater zu sehen sein.

 

Passend zum bevorstehenden 60-Jahr Jubiläum des „Volkstheater in den Bezirken“ wurde Doris Weiner, seit 1976 Ensemblemitglied, vom Volkstheater-Publikum zum Liebling 2012/13 gekürt. In dieser Spielzeit konnte man Weiner in Tennessee Williams Bühnenerfolg „Die Glasmenagerie“ und in der Uraufführung von Ingeborg Bachmanns „Die Radiofamilie“, einem satirischen Portrait einer Wiener Sippe, auf der Bühne erleben. Aber auch als Regisseurin überzeugte sie heuer mit ihrer Inszenierung der Uraufführung von Esther Vilars „Mr. & Mrs. Nobel“. Die Trägerin des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien hat seit 2005, mit dem Beginn ihrer Leitung des Bezirke-Tourneetheaters, dieses einzigartige flächendeckende, soziale Angebot innerhalb der Stadt wieder zum Blühen gebracht.

 

Nominiert von einer Runde österreichischer KulturjournalistInnen waren in der Kategorie „Beste Regie“ der designierte Intendant des Schauspiel Leipzig, Enrico Lübbe mit „Urfaust“, der Schweizer Stephan Müller und Regisseur Elias Perrig, zuletzt Intendant am Theater Basel. In der Kategorie „Beste schauspielerische Leistung“: Claudia Sabitzer, Martina Stilp und Nanette Waidmann; In der Kategorie „Bester Nachwuchs“: Andrea Bröderbauer, Nina Horváth und Nanette Waidmann.

 

Der MITTEN IM LEBEN-Preis der BAWAG P.S.K. wird 2013 bereits zum dritten Mal vergeben. Das Projekt „Zivilcourage TRAINIEREN“ des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) erhält die Auszeichnung für sein herausragendes humanitäres Engagement. Der Preis wurde von Arno Wohlfahrter, Bereichsleiter Retail/Privat und Geschäftskunden der BAWAG P.S.K. an die Projektgewinnerin Christa Bauer vom MKÖ überreicht. Seit 2010 führt das Mauthausen Komitee Österreich mit Jugendlichen Zivilcourage Trainings durch. Bis jetzt nahmen 10.000 Jugendliche teil. Die Trainings werden in Schulen, Lehrwerkstätten, Jugendzentren etc. in ganz Österreich durchgeführt und sollen die Sensibilität für zivilcouragiertes Handeln erhöhen, das eigene Verhaltensrepertoire im Gestern und im Heute vermitteln. Insbesondere wird auch Zivilcourage im Nationalsozialismus thematisiert.

 

 

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