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Drei Mal Flucht und Asyl am Schauspiel Leipzig zum „Tag der deutschen Einheit“ am 3.10.2015

Uraufführung in der Residenz, 2. Vorstellung im Schauspielhaus und Start einer Gesprächsreihe: Drei Mal Flucht und Asyl am Schauspiel Leipzig zum „Tag der deutschen Einheit“ am 3.10. -----

Refugees welcome oder Flüchtlinge draußenbleiben? Die Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen entzweit Deutschland nicht erst heute. Deutlicher als an dieser Frage ist der Zustand der inneren Einheit momentan kaum zu untersuchen. Gibt es also ein passenderes Thema zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober als dieses?

 

Das Schauspiel Leipzig begeht den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober mit folgendem Programm:

 

3. 10., 17 Uhr | Residenz in der Spinnerei:

„Die neue europäische Tragödie

Uraufführung/Premiere der Performance von God’s Entertainment

Performance über Illegale, die Ängste vor dem Fremden und deren Instrumentalisierung. Mehr.

 

3. 10., 19.30 Uhr | Schauspielhaus Große Bühne

„Die Schutzflehenden / Die Schutzbefohlenen“

von Aischylos / Elfriede Jelinek | Zweite Vorstellung nach der Premiere am 2.10. Eine humanistische Utopie aus der Antike und die Realität der Gegenwart treffen aufeinander. Mehr.

 

3.10., 22 Uhr |

Baustelle

„Die Agentur Frontex“

Beginn der Gesprächsreihe zu „Die Schutzflehenden/Die Schutzbefohlenen“. Mit Dr. Malte Herwig, Thomas Bärnthaler. Moderation: Dr. Jens Bisky. Mehr.

 

Die Wiener Performancegruppe God’s Entertainment schreibt über den Ersten Teil ihrer neuen Performance Die neue europäische Tragödie: „Die nicht Besiegten sind die Illegalen, die verfolgt werden und auf dieser Bühne nicht stehen dürfen, sowie die Toten, die nicht aufstehen können.“ Sie hegen einen Verdacht gegenüber der Instrumentalisierung der Angst vor den Fremden und der politischen Ästhetik des Schreckens. Weitere Vorstellungen am 4., 7. und 8. Oktober, jeweils 20 Uhr.

 

Enrico Lübbes Inszenierung von Aischylos‘/Elfriede Jelineks Die Schutzflehenden/Die Schutzbefohlenen hatte erst am Vortag Premiere. In den Stücken zum Thema des Umgangs mit Flüchtlingen treffen eine humanistische Utopie aus der Antike und die Realität der Gegenwart aufeinander. Nächste Vorstellungen: 8. und 17. Oktober. Nach beiden Vorstellungen finden im Anschluss Expertengespräche in der Baustelle statt.

 

Flucht und Asyl werden im Schauspiel Leipzig im Anschluss an die Vorstellungen von „Die Schutzflehenden/Die Schutzbefohlenen“ in Expertengesprächen behandelt, beginnend mit Die Agentur Frontex. Am 8.10. folgt Wer hat Angst vor dem bösen Mann mit dem Psychotherapeuten Prof. Dr. med. Borwin Bandelow und am 17.10. ein Gespräch unter dem Titel Kunst und Fremdheit mit Prof. Dr. Frank Zöllner und Dr. Kerstin Borchhardt vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. Moderation: Dr. Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung. Weitere Termine folgen. Mehr unter www.schauspiel-leipzig.de.

 

Karten für alle Veranstaltungen unter Tel. 0341/1268-168, im Webshop unter www.schauspiel-leipzig.de und per Email besucherservice@schauspiel-leipzig.de.

 

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