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Drei Premieren zum Pfingstfest in Bremen

Schauspiel, Oper, Liederabend:

DER KAUMANN VON VENEDIG am Freitag, 2. Juni, 20 Uhr, Schauspielhaus

DON QUICHOTTE am Samstag, 3. Juni, 19.30 Uhr, Theater am Goetheplatz

NACH DEM SPIEL IST VOR DEM SPIEL am Sonntag, 4. Juni, 19.30 Uhr, Brauhauskeller.

Nicht nur das Pfingstfest an sich ist Anfang Juni zu feiern, sondern auch eine wahre Premierenflut am Bremer Theater. Drei verschiedene Formen in zwei Sparten an drei Spielstätten – und zusätzlich gibt es am 3. Juni eine Lesung anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft der Autoren.

DER KAUFMANN VON VENEDIG

Premiere am Freitag, 2. Juni, 20 Uhr, Schauspielhaus

Venedig. Die Stadt gilt als Modell einer politisch klug regierten, multikulturellen und gerade deshalb ökonomisch erfolgreichen Metropole. Der angesehene Kaufmann Antonio leiht sich Geld vom Juden Shylock, um seinem Freund Bassanio das Werben um die zukünftige Ehefrau Portia finanziell zu ermöglichen. Shylock, der die Christen hasst, weil sie ihn schlecht und würdelos behandeln, leiht ihm das Geld gegen einen Schuldschein. Als Antonios Geschäfte schlecht gehen und er das Geld nicht rechtzeitig zurückzahlen kann, kennt Shylock kein Pardon. Er fordert ihn auf, die Schulden zu begleichen oder den Vertrag zu erfüllen. Der gäbe ihm das

Recht, ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper zu schneiden. Es kommt zur Gerichtsverhandlung – und der Kläger wird zum Angeklagten…

Regisseur David Mouchtar-Samorai ist dem Bremer Theater seit langem verbunden. Für seine Macbeth- Inszenierung im Musiktheater wurde er mit dem renommierten Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. In der Spielzeit 2004/2005 führte er Regie bei der Uraufführung von Johannes Kalitzkes Oper Inferno nach einem Text von Peter Weiss.

Für die Bühne zeichnet Heinz Hauser, für die Kostüme Urte Eicker und für die Musik Ernst Bechert verantwortlich. Es spielen Christina Athenstädt, Eva Gilhofer, Verena Güntner, Friederike Pöschel, Dirk Audehm, Martin Baum, Sebastian Dominik, Guido Gallmann, Hans Werner Leupelt, Siegfried W. Maschek, Philipp Oehme und Thomas Ziesch.

 

DON QUICHOTTE

Premiere am Samstag, 3. Juni, 19.30 Uhr, Theater am Goetheplatz.

Seit Miguel de Cervantes Anfang des 17. Jahrhunderts seinen Roman über jenen Mann schrieb, dem die Lektüre von Ritterromanen so zu Kopf steigt, dass er selbst als vermeintlich edler Ritter durch die Welt zieht, sind Don Quichotte von La Mancha, der Ritter von der traurigen Gestalt, und sein Knappe Sancho Pansa längst zu mythischen Figuren geworden. Von Purcell und

Paisiello über Telemann bis zum zeitgenössischen Musical fand der hagere Sonderling immer wieder den Weg auf die Bühne. Jules Massenet (1842-1912) hatte mit Meisterwerken wie Werther, Manon oder Thaïs längst Weltruhm erlangt, als ihm die Oper Monte Carlo den Auftrag erteilte, ein Werk für Fjodor Schaljapin zu schreiben. Der große russische Bassist brach in Tränen der Ergriffenheit aus, als er die Partitur in Händen hielt. Die Uraufführung fand 1910 statt und wurde zum Triumph.

Nach Charles Gounods Roméo et Juliette inszeniert Philipp Himmelmann erneut ein auf deutschen Bühnen selten anzutreffendes Meisterwerk des französischen Musiktheaters. In der letzten Saison erarbeitete er an der Berliner Staatsoper Verdis Don Carlos, am Bremer Theater Die Entführung aus dem Serail und an der Oper Bonn Die Macht des Schicksals.

Die musikalische Leitung hat Stefan Klingele, für die Bühne ist Hermann Feuchter, für die Kostüme Gesine Völlm verantwortlich. Die Chöre werden geleitet von Thomas Eitler. Es singen und spielen Karl Huml als Don Quichotte, George Stevens als Sancho Pansa sowie Till Brinkmann, Bejamin Bruns, Yaroslava Kozina alternierend mit Sybille Specht, Nadine Lehner, Udo Schneider, Dunja Simic, und Mihai Zamfir.

 

NACH DEM SPIEL IST VOR DEM SPIEL

Premiere am Sonntag, 4. Juni, 19.30 Uhr, Brauhauskeller

Unser Beitrag zur Fußball-WM – der große Fußball(lieder)abend: Die Welt spielt bei Freunden. Alle sind live dabei, nur Fünf sind durchs Netz gefallen. Im Aus treffen sie aufeinander und setzen aufs Glück. Hier wird das Spiel zum Leben und das Leben zum Traum. Es geht um alles im Milliardenspiel. Doch sie haben nicht viel und erst recht nichts zu verlieren. Wer wagt, gewinnt! Top: die Wette gilt, Zeit zum Warten, Hoffen und Singen. You never walk alone: Wer

spielt, ist nie allein!

Es inszeniert Henrike Vahrmeyer; Bühne: Natascha Steinkamp, Kostüme: Nele Dörschner, Musik: Alexander Seemann. Es singen und spielen Andreas Krämer, Trystan W. Pütter, Markus Reymann und Alexander Seemann.

 

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