Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ein neues Leitungsteam für das Theater Magdeburg Ein neues Leitungsteam für das Theater Magdeburg Ein neues Leitungsteam...

Ein neues Leitungsteam für das Theater Magdeburg

Das Leitungsteam des Theaters Magdeburg ab der kommenden Spielzeit 2009/2010 steht fest. Karen Stone, designierte Generalintendantin, stellte am Montag ihr neues Team der Öffentlichkeit vor.

Schauspieldirektor wird ab der kommenden Spielzeit Jan Jochymski, der dem Magdeburger Publikum bereits durch mehrere Inszenierungen bekannt ist. Als Chefdramaturg/ Schauspiel wird Stefan Schnabel nach Magdeburg kommen, der derzeit als Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden engagiert ist.

Keinen Wechsel gibt es dagegen beim Ballett Magdeburg. Ballettdirektor und Chefchoreograf Gonzalo Galguera wird die Company auch in der kommenden Spielzeit leiten. Auch an der Spitze der Verwaltung wird es keinen Wechsel geben: Verwaltungsdirektor und Stellvertreter der Generalintendantin ist Christian Ruppert.

 

Vom Schauspiel Leipzig wechselt der Technische Direktor Günter Gruber nach Magdeburg. Künftig werden die technischen Abteilungen der Spielstätten Opernhaus und Schauspielhaus damit in einer Hand liegen.

Als Schnittstelle zwischen Theater und Öffentlichkeit wird zukünftig Judith Metz die Abteilung Marketing und Kommunikation leiten. Sie wechselt vom Pfalztheater Kaiserslautern nach Magdeburg.

Waltraud Parisot, die derzeit das Künstlerische Betriebsbüro an der Oper Köln leitet, wird neue Künstlerische Betriebsdirektorin am Theater Magdeburg.

Christiane Hercher wird als Szenische Produktionsleiterin das neue Leitungsteam verstärken.

 

Noch unbesetzt ist die Position des Generalmusikdirektors. Karen Stone wird in der kommenden Spielzeit zunächst verstärkt mit Gästen arbeiten, um dann eine Entscheidung über die Neubesetzung der Position zu treffen.

Detaillierte Angaben zum Spielplan der Auftaktsaison werden für das Frühjahr erwartet.

 

Kurzbiografien

 

Karen Stone

Generalintendantin

- geb. 1952 in Horsforth (Yorkshire)

 

Nach ihrem Studium in London und Rom arbeitete Karen Stone von 1982 bis 1985 als Regie-Assistentin an den Städtischen Bühnen Freiburg. Danach war sie bis 1987 in gleicher Funktion an der English National Opera in London tätig. Von 1987 bis 1990 wirkte sie als Spielleiterin an der Royal Opera in der britischen Hauptstadt und übte diese Funktion danach bis 1995 an der Bayerischen Staatsoper aus. Anschließend arbeitete sie zunächst als stellv. Operndirektorin (1995/97) bzw. Operndirektorin (1997-2000) an der Oper Köln. Zu den herausragenden Projekten dort gehörten die Inszenierung von Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ durch Robert Carsen sowie Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“, inszeniert von Martin Duncan.

 

Von 2000 bis 2003 leitete Karen Stone als Generalintendantin das Theater Graz, ein Dreispartenhaus. Unter ihrer Intendanz wurden u. a. Lessings „Nathan der Weise“ sowie „Parsifal“ und „Eugen Onegin“ inszeniert. 2003 wechselte sie als Intendantin an die Dallas Opera, wo unter ihrer Leitung u. a. „Lohengrin“ und „Maria Stuart“ produziert wurden. Darüber hinaus war sie freiberuflich als Regisseurin bzw. Spielleiterin tätig am Teatro Colón de Bogota, Teatro Comunale di Bologna, an der Houston Grand Opera, der Los Angeles Music Centre Opera, der Opéra de Monte-Carlo sowie in Neuseeland.

 

Christian Ruppert

Verwaltungsdirektor und Stellvertreter der Generalintendantin

- geb. 1968 in Aschaffenburg

 

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Trier und Freiburg war er von 1997 bis 2001 als Rechtsanwalt in Berlin tätig.

2001 wurde er Verwaltungsdirektor der Freien Kammerspiele Magdeburg. In dieser Funktion zeichnete er sich insbesondere verantwortlich für die Realisation der Bauprojekte „Sanierung Freie Kammerspiele Magdeburg zum neuen Schauspielhaus Magdeburg“ und „Interimspielstätte Alte Staatsbank am Dom“. Seit 2004 ist Christian Ruppert Verwaltungsdirektor des Theaters Magdeburg und Erster Stellvertreter des Generalintendanten. Im Zuge der Fusion des Theaters der Landeshauptstadt Magdeburg und der Freien Kammerspiele erreichte er die grundlegende Etatsanierung des Fusionsbetriebes.

 

Unter seiner administrativen Begleitung kam 2005 das Bauprojekt „Zentrale Theaterwerkstätten Magdeburg“ erfolgreich zum Abschluss. Seit 2005 verantwortete er den Betriebsformwechsel vom Regiebetrieb zum Eigenbetrieb. Im Zuge der Eigenbetriebsbildung (ab Januar 2007) etablierte er ein integriertes IT-Fachverfahren zum Finanz- und Personalmanagement sowie zum Ticketing. Für den Kulturbeigeordneten der Landeshauptstadt Magdeburg ist Christian Ruppert in theaterspezifischen Aufgabenstellungen (Betriebsausschuss Theater Magdeburg, Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg, Fördervertragsbeziehung mit dem Land Sachsen-Anhalt, kulturpolitische Fragestellungen) regelmäßig prozessbegleitend tätig. Christian Ruppert ist seit 2005 Mitglied des Tarifausschusses des Deutschen Bühnenvereins und seit 2008 ehrenamtlicher Richter am Bühnenschiedsgericht Chemnitz.

 

 

Jan Jochymski

Schauspieldirektor

- geb. 1969 in Leipzig

 

Der gebürtige Leipziger absolvierte von 1990-1994 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. 1992 gründete er das freie Theater „TheaterschaffT“. Nach seinem festen Engagement am Theaterhaus Jena als Schauspieler und Regisseur wirkte er seit 1997 als freischaffender Regisseur. 2001 erhielt er den „Dr.-Otto-Kasten-Preis“, den Preis der deutschen Intendantengruppe für Nachwuchskünstler. Jan Jochymski ist darüber hinaus als Gastdozent an der Hochschule Musik und Theater Leipzig, der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam und der Hochschule für Musik und Theater Stuttgart tätig.

 

Jan Jochymski inszenierte u. a. am Theaterhaus Jena, am Projekttheater Dresden, am TIF-Staatsschauspiel Dresden, am Deutschen Theater Berlin, am Schauspiel Leipzig, der Schaubühne im Lindenfels Leipzig, am Staatstheater Meinigen, am Staatstheater Stuttgart, am Volkstheater Rostock, am Maxim-Gorki-Theater Berlin sowie am Theater Bielefeld. Am Schauspiel Magdeburg inszenierte Jochymski „Woyzeck“ von G. Büchner, „Vor Sonnenaufgang“ von G. Hauptmann, die Stückentwicklung „ich:planet“ sowie die Stückentwicklung, „Breaking the Waves“ nach dem Film von L. v. Trier.

 

Gonzalo Galguera

Ballettdirektor und Chefchoreograf

- geb. 1969 in Kuba

 

Der Kubaner Gonzalo Galguera studierte Bühnentanz und Tanzpädagogik an der Escuela Nacional de Ballet de Cuba in Havanna und wurde 1988 als Tänzer an das Ballet de Camagüey und später das Kubanische National Ballett engagiert. 1990 wurde er Solist am Ballet Municipal de Lima, wo er beim Lateinamerikanischen Ballettwettbewerb den 1. Preis gewann. Im gleichen Jahr wurde er Erster Solist am Ballet María de Ávila in Madrid. Von 1991-1999 war er Solist des Balletts der Komischen Oper Berlin. Als Choreograf schuf er Werke für die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, die Akademie der Künste Berlin, das Ballet Municipal de Lima/Peru, das Centro Coreográfico de Valencia/Spanien und das Kubanische National Ballett.

 

1998 gewann er mit seinem Ballett „Pilger“ den 1. Preis beim Iberoamerikanischen Choreographie-Wettbewerb in Madrid. 1999 erhielt er eine Nennung als „Bester Nachwuchschoreograf des Jahres“ bei der internationalen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Ballett international“.

1999-2004 war er als Ballettdirektor und Chefchoreograf am Anhaltischen Theater Dessau engagiert und schuf in dieser Zeit weit mehr als zwanzig Choreografien für das DessauBallett.

Galguera erarbeitete Choreografien für verschiedene Ballettcompanien, u. a. für das Ballett Argentino de la Plata/ Argentinien, das Ballett St. Gallen/ Schweiz und das Incolballett in Cali/ Kolumbien.

Seit der Spielzeit 2006/2007 prägt er als Ballettdirektor und Chefchoreograf das ballett magdeburg.

 

Judith Metz

Leiterin Marketing/Kommunikation

- geb. 1963 in Kelkheim/Taunus

 

Judith Metz ist seit der Spielzeit 2007/08 am Pfalztheater Kaiserslautern zuständig für Marketing/PR. Sie studierte Kunstgeschichte und Klassische Archäologie an der Universität Augsburg und der FU/TU Berlin und absolvierte den Diplom-Studiengang Kultur- und Medienmanagement am Institut für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin (Schwerpunkt: Kommunikation, Fundraising). 1998–2000 folgte ein wissenschaftliches Volontariat am Stadtmuseum Bautzen und an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. 2001/02 war sie im Projektmanagement bei der Messe Berlin tätig. Im Bereich wissenschaftliche Vermittlung und Museumspädagogik wirkte sie bis 2007 an den Staatlichen Museen zu Berlin-Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Seit 1995 ist Judith Metz auch als freie Ausstellungskuratorin in Berlin tätig, u. a. für das Abgeordnetenhaus Berlin und das Auswärtige Amt (Projektleitung, Marketing, Publikationen).

 

Waltraud Parisot

Künstlerische Betriebsdirektorin

- geb. 1969 in Wien

 

Waltraud Parisot leitet derzeit das Künstlerische Betriebsbüro an der Oper Köln. Die gebürtige Wienerin studierte Violine und Instrumentalpädagogik am Mozarteum in Salzburg, schloss ihr Magisterstudium der Musikwissenschaft an der Pariser Universität Sorbonne ab und ergänzte ihre Studien durch einen Master in Kunst- und Kulturmanagement an der City University London.

Waltraud Parisot arbeitete als Künstlermanagerin in London und Paris sowie als KBB-Mitarbeiterin am Theater Pforzheim, als Assistentin des Generalintendanten am Theater Erfurt, als Disponentin und persönliche Referentin des GMD am Stadttheater Passau sowie als selbstständige Eventmanagerin.

 

Stefan Schnabel

Chefdramaturg/ Schauspiel

- geb. 1958 in Nürnberg

 

Stefan Schnabel wechselt vom Staatsschauspiel Dresden, wo er seit der Spielzeit 2006/2007 als Chefdramaturg engagiert ist, nach Magdeburg.

Nach seinem Studium an der FU Berlin wirkte der gebürtige Nürnberger 1990 und 1991 als Dramaturg u. a. an der Freien Volksbühne und am Deutschen Theater Berlin. Von 1992 bis 1995 war er als Dramaturg am Volkstheater Rostock verpflichtet, bevor er für vier Jahre ans Berliner Ensemble wechselte. Nach Dramaturgiearbeiten am Bayrischen Staatsschauspiel, dem Berliner Hebbel-Theater und den Vereinigten Bühnen Graz wurde er von 2001 bis 2003 als Dramaturg ans Schauspiel Bonn engagiert. 2003 wechselte er ans Staatsschauspiel Dresden.

 

Stefan Schnabel arbeitete mit namhaften Regisseuren zusammen, darunter Volker Lösch, B. K. Tragelehn, Heiner Müller, Frank-Patrick Steckel, Peter Palitzsch, Beat Fäh, Holk Freytag, Paolo Magelli, Walter Meierjohann und Hermann Schein.

 

Günter Gruber

Technischer Direktor

- geb. 1962 in Rottenmann/Österreich

 

Günter Gruber wechselt als Technischer Direktor vom Schauspiel Leipzig nach Magdeburg. Nach seinem Abschluss für Innenarchitektur an der HTL Mödling sammelte Gruber seinen ersten Theatererfahrungen u. a. in Graz, am Theater des Westens Berlin, bei den Sommerfestspielen Bad Hersfeld sowie am Stadttheater Klagenfurt. Von 1993 bis 2001 war er unter der Intendanz von Friedrich Schirmer am Staatstheater Stuttgart engagiert, zuletzt als Bühnenoberinspektor. Seit 2002 ist er Technischer Direktor am Schauspiel Leipzig, zunächst unter Prof. Wolfgang Engel, seit 2008 unter Sebastian Hartmann. Darüber hinaus übernahm er 1998 die Produktionsleitung und 2000 die technische Leitung des Theaterfestivals „Theaterformen“ in Hannover/Braunschweig, jeweils unter der Intendanz von Marie Zimmermann.

 

Christiane Hercher

Ausstattungsleiterin

- geb. 1969 in Jena

 

Die gelernte Buchhändlerin studierte in Jena und Weimar Musikwissenschaft, Italianistik und Wirtschaftswissenschaften und arbeitet seit 1999 freiberuflich als Regisseurin, Dramaturgin, Ausstatterin und Produktionsleiterin.

Als Dramaturgin begann sie 1995 am Theaterhaus Jena. Es folgten Regieassistenzen in Jena, später für Produktionen des Freyer-Ensembles Berlin, u. a. in Mannheim und bei den Salzburger Festspielen (Regie: Achim Freyer). Als Regieassistentin und Dramaturgin wirkte sie bei freien Schauspielproduktionen u. a. in Zürich, Leipzig, Halle, Antwerpen, Stuttgart, Berlin und den Freilichtspielen Schwäbisch Hall sowie bei Opernproduktionen für die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, das Grand Theâtre de Génève und das Opernhaus Chemnitz. Seit 2003 übernahm sie eigene Ausstattungen bei freien Produktionen in Halle, Berlin und Leipzig und ist seit 2006 Ausstatterin, Dramaturgin und Produktionsleiterin bei der freien Gruppe TheaterschaffT Berlin/Leipzig.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 49 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑