Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
EVITA - Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber - Wuppertaler BühnenEVITA - Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber - Wuppertaler BühnenEVITA - Musical in zwei...

EVITA - Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber - Wuppertaler Bühnen

Premiere 5. Oktober 2013, 19:30 Uhr im Opernhaus. ----

Schon zu Lebzeiten eine schillernde Legende, erlangte Eva Perón nach ihrem tragisch frühen Tod Kultstatus. Aus ärmlichsten Verhältnissen arbeitete sie sich durch ihre Hochzeit mit Juan Domingo Perón in märchenhafter, aber ebenso rücksichtsloser Art und Weise zur First Lady Argentiniens empor.

Als Kämpferin für die Rechte des einfachen Volkes wurde sie verehrt wie eine Heilige. Retrospektiv ab ihrem Sterbetag am 26. Juli 1952 betrachtet der junge Student Che Evitas Leben: Nach einer ärmlichen Kindheit in Junín überredet die 15-jährige Eva den Tangosänger Augustín Magaldi, sie mit nach Buenos Aires zu nehmen. Dort angekommen wirft sich die schöne junge Frau ins Stadtleben und verfolgt beharrlich ihr Ziel, Schauspielerin zu werden. Ihre zahlreichen Liebhaber ermöglichen ihr den gesellschaftlichen Aufstieg, bis sie bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung auf General Perón trifft.

 

Schnell erkennen die beiden, dass sie sich in vielerlei Hinsicht ideal ergänzen. Eva wirft Peróns junge

Geliebte aus seinem Haus und verlegt ihre Ambitionen von der Bühne auf die Politik, was von Militär und

Aristokratie höchst misstrauisch beobachtet wird. Nach der Hochzeit überzeugt Eva ihren Mann, dass nur er die sozialen Probleme des Landes lösen kann, und damit der ideale Regierungschef ist. Durch die Unterstützung von Arbeitern, Bauern und Gewerkschaften gelingt Perón der Wahlsieg und Eva ist am Ziel ihrer Wünsche. Auf ihrer Goodwill-Tour durch Europa lässt sie sich als argentinische First Lady feiern und gründet nach der Rückkehr in Argentinien die Fundación Eva Perón.

 

Von den Armen wird sie als Engel der Nation gefeiert, die Spendengelder fließen reichlich für die Wünsche mittelloser Bittsteller – aber auch in dubiose Kanäle. Im Militär wächst der Widerstand gegen Eva, wirtschaftliche und soziale Spannungen verursachen Kritik an Peróns Politik und Aufruhr im Land, und Eva erfährt, dass sie unheilbar krank ist. Trotzdem ist sie entschlossen, als Vizepräsidentin zu kandidieren, doch letztendlich zwingt die Krankheit sie zum Verzicht. In einer Rundfunkansprache verkündet sie ihre Entscheidung und erringt damit einen letzten Triumph. Sterbend schwört Eva ewige Liebe zu Argentinien.

 

Andrew Lloyd Webber und Tim Rice machten Evita in ihrem Musical mit Nummern wie »Don’t Cry for Me

Argentina« unsterblich. 1974 begannen der Komponist und sein Librettist, die schon 1971 mit Jesus Christ

Superstar einen Welterfolg erzielt hatten, mit der Arbeit an dem Musical. Am 21. Juni 1978 feierte Evita in der Regie von Harold Prince ihre umjubelte Uraufführung am Prince Edward Theatre in London, und nur ein Jahr später folgte die amerikanische Erstaufführung. 1981 folgte die deutschsprachige Erstaufführung in Wien, und die erste deutsche Produktion ging 1986 im Theater Oberhausen auf die Bühne. Die grandiose Erfindung von Che Guevara als Erzähler, der Evas Leben und Sterben kritisch kommentiert, – obwohl die beiden sich im realen Leben niemals begegneten – schafft einen perfekten dramaturgischen Rahmen um die Handlung des Erfolgswerkes.

 

Gesangstexte von Tim Rice,

(Inszenierung der Originalproduktion von Harold Prince)

 

Musikalische Leitung: Tobias Deutschmann

Inszenierung: Aurelia Eggers

Bühne: Jürgen Lier

Kostüme: Veronika Lindner

Choreinstudierung: Jens Bingert

Dramaturgie: Ulrike Olbrich

 

Mit: Banu Böke (Evita), Patrick Stanke (Che), Olaf Haye (Perón), Boris Leisenheimer (Augustin Magaldi),

Annika Boos (Mistress)

 

Opern-, Extra,- Kinderchor und Statisterie der Wuppertaler Bühnen

TänzerInnen des Estudio de Tango Wuppertal //// Sinfonieorchester Wuppertal und Gäste

 

weitere Vorstellungen:

Oktober 2013: Sa. 12. (19.30 Uhr), So. 13. (18.00 Uhr)

November 2013: Mi. 13. (19.30 Uhr), Do. 14. (19.30 Uhr)

Dezember 2013: Sa. 21. (19.30 Uhr), So. 29. (18.00 Uhr) Di. 31. (16.00 Uhr und 20.30 Uhr)

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 18 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑