Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Il barbiere di Siviglia" von Gioacchino Rossini - Deutsche Oper am Rhein"Il barbiere di Siviglia" von Gioacchino Rossini - Deutsche Oper am Rhein"Il barbiere di...

"Il barbiere di Siviglia" von Gioacchino Rossini - Deutsche Oper am Rhein

Premiere: Freitag, 2. Dezember 2011, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf. -----

Eine junge Frau wird von ihrem Vormund unter häuslichem Verschluss gehalten, denn der ehrwürdige Doktor hat es trotz des Altersunterschiedes auf sie und mehr noch auf ihre Mitgift abgesehen.

Doch die Sache dringt durch die verschlossenen Türen und weckt die Neugierde und das Begehren des jungen Grafen Almaviva, der die unerreichbare Schöne erobern will. Mit süßen Serenaden ist da nicht viel getan. Erfolgversprechend sind eher die Tricks und kleinen Geschäftchen des umtriebigen Barbiers Figaro.

 

Die quirlig-vitale Komposition der wohl prominentesten Belcanto-Oper „Il barbiere di Siviglia“ hat Regisseur Claus Guth zu einer doppelbödigen Inszenierung inspiriert: er verlegt die Handlung ins Insektenreich. Mit hohem musikalischen Gespür verleiht er den Figuren – grandios unterstützt durch Christian Schmidts grotesk übersteigerten Kostümen – penibel abgeschaute Verhaltensmuster von Fliegen, Hummeln und Schmetterlingen, die erstaunlich menschliche Züge tragen. „Ich wäre auf die Idee nie gekommen, wenn mich der Charakter der Musik nicht dazu inspiriert hätte“, erläutert Claus Guth sein Regiekonzept. „Zum Beispiel hat das Finale so einen Uhrwerkscharakter. Da steckt in der Musik etwas Mechanisches, Deterministisches. Und das hat mich mit zu dem Gedanken angeregt, dass sich, aus der Vogelperspektive betrachtet, Menschen in ihrem Trieb- und Liebesleben genauso vorhersehbar wie Tiere verhalten.“ Fernab von gängigen Spanienklischees ist auf diese Weise eine gleichermaßen unterhaltsame wie aufschlussreiche Inszenierung entstanden, die bereits in Basel, München und Leipzig großen Beifall fand.

 

Melodramma buffo in zwei Akten

Libretto von Cesare Sterbini

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Axel Kober

Inszenierung Claus Guth

Spielleitung Nina Kühner

Bühnenbild und Kostüme Christian Schmidt

Licht Georg Boeshenz

Video Andi A. Müller

Chorleitung Christoph Kurig

Dramaturgie Bettina Auer

 

Graf Almaviva Jose Manuel Zapata

Figaro Dmitri Vargin

Bartolo Bruno Balmelli

Rosina Lena Belkina

Don Basilio Sami Luttinen

Fiorillo Bogdan Baciu

Berta Romana Noack

Ein Offizier Attila Fodre

 

Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein

 

Orchester Düsseldorfer Symphoniker

 

Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf:

Fr 02.12. – 19.30 Uhr / Mi 07.12. – 19.30 Uhr / Mi 14.12. –19.30 / Di 20.12. –19.30 Uhr /

Do 29.12. – 19.30 Uhr / Do 05.01. – 19.30 Uhr / So 22.01. – 15.00 Uhr / So 29.01. – 18.30 Uhr /

So 05.02. – 18.30 Uhr / Mi 25.04. – 19.30 Uhr / Mi 02.05. – 19.30 Uhr / Do 07.06. – 19.30 Uhr /

Do 05.07. – 19.30 Uhr / Sa 07.07. – 19.30 Uhr

 

Aufführungen im Theater Duisburg:

Sa 17.03. 2012 – 19.30 Uhr / Mi 21.03. – 19.30 Uhr / So 25.03. – 18.30 Uhr / Mi 11.04. – 19.30 Uhr /

Fr 13.04. – 19.30 Uhr / So 22.04. – 15.00 Uhr / Sa 12.05. – 19.30 Uhr / Sa 19.05. – 19.30 Uhr

 

Tickets und Informationen: Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Tel. 0211.89 25 211,

 

www.operamrhein.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑