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INKOGNITO: "DER HOF" im Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Anonyme Ausstellung und Aktion, 19. September - 26. Oktober 2008, Di - So ab 10 h

 

"Die gescheiterte Dekolonisierung Europas - Das Internierungslager als Sieg des Kolonialismus über die Gegenwart."

Diese Thesen sind Ausgangspunkt der künstlerischen Aktion DER HOF. Im Foyer des Hauses entsteht ein eigenes ästhetisches Universum, eine Montage aus Objekten, Bildern, Situationen, Aktionen. Eine Installation auf der Dachterrasse wird zum temporären Zufluchtsort eines Einzelnen: Der senegalesische Maler, Darsteller, Philosoph und Lebenskünstler Issa Samb befindet sich hier im Transit. Wer sonst hinter dieser Aktion steht, bleibt verborgen: Die Anonymität der Künstler ist ein wesentliches Element. Sie bleiben ungenannt, so wie es Tradition ist in der großen afrikanischen Kunst - und so anonym wie die Millionen, die durch Vertreibungen, Illegalität und Flucht ihre öffentliche Identität verlieren.

 

DER HOF kann auch als Hommage an Cheikh Anta Diop gesehen werden, der in den 1950er-Jahren mit seinen Forschungen zu den historischen Einflüssen afrikanischer Wissenschaft und Philosophie auf Europa wesentliche Beiträge zur Begründung des antikolonialen Kampfes leistete. Der senegalesische Archäologe schrieb 1954: "Wir haben eine Pflicht zu erfüllen in Bezug auf Europa: Wir müssen ihm helfen, von seinen alten Gewohnheiten zu genesen, die im Kolonialismus wurzeln ...."

 

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