Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Internationales DRAMATIKER|INNENFESTIVAL 2018 - Schauspielhaus GrazInternationales DRAMATIKER|INNENFESTIVAL 2018 - Schauspielhaus GrazInternationales...

Internationales DRAMATIKER|INNENFESTIVAL 2018 - Schauspielhaus Graz

6. bis 10. Juni 2018

Auch die dritte Ausgabe des internationalen DRAMA|TIK|ER|INNEN|FEST|IVALS Graz – ausgerichtet vom Schauspielhaus und dem DRAMA FORUM von uniT– ist neuen und bereits arrivierten Dramatikerinnen und Dramatikern der Gegenwart gewidmet. Gemeinsam mit ihnen ergreifen wir das Wort und suchen in Aufführungen, Präsentationen, Lesungen und Diskussionen nach Rede-Möglichkeiten und nach Sätzen, die es heute braucht.

 

Durch unser Sprechen gestalten wir die Wirklichkeit, ob wir es wollen oder nicht. Autorinnen und Autoren haben ein feines Sensorium für diese Vorgänge. Indem sie mit und an Worten arbeiten, lassen sie uns hören, wie Mut klingt, wie Solidarität, wie Ehrlichkeit und wie die Zerstörung. Sie haben keine Angst, unbequem zu sein. Und sie halten uns einen Spiegel vor: Während wir zuhören und – im Theater – zuschauen, eröffnen sie uns Räume des Nachdenkens über das eigene Sprechen.

REDE! Das Motto des Festivals nimmt sich beim Wort: Die Eröffnung stellt Menschen in den Mittelpunkt, die etwas zu sagen haben zum Zustand Österreichs, der Welt und des Theaters. Es sprechen Christian Konrad, ehemaliger Flüchtlingskoordinator Österreichs und Mitbegründer der Plattform Menschen.Würde.Österreich sowie die Autorin und Künstlerin Stefanie Sargnagel. Fiston Mwanza Mujila und Freunde bedienen sich Antonin Artauds Theorie des „Theaters der Grausamkeit“.  Der Eröffnung voraus geht die Vergabe des Ernst-Binder-Stipendiums an eine Grazer Künstlerin, die auch im Festival präsent ist.

Eröffnung des Internationalen Dramatiker|innenfestivals am 6. Juni, 17.30 Uhr, HAUS EINS

Performance Fiston Mwanza Mujila
Mit Patrick Dunst, Philipp Hauß und Grilli Pollheimer
REDE! Stefanie Sargnagel

„Mission“ von David Van Reybrouck, Gastspiel der Koninklijke Vlaamse Schouwburg (KVS) Brüssel, am 6. (20.00 Uhr) und 7. Juni (19.30 Uhr), HAUS EINS
Ein katholischer Priester hält einen Vortrag über das Land, in dem er seit Jahrzehnten als Missionar lebt und arbeitet: den Kongo. Der Monolog erzählt auf erschütternde Weise von Berufung und Zweifel, vom Leid Afrikas und der Arroganz Europas, von Menschlichkeit und der Rolle Gottes.
Regie Raven Ruëll Ausstattung Leo de Nijs
Mit Bruno Vanden Broecke

„JA EH! Beisl, Bier und Bachmannpreis“ von Stefanie Sargnagel, Gastspiel des Rabenhof Theaters Wien, am 8. (19.30 Uhr) und 9. Juni (17.00 Uhr), HAUS EINS
Poetisch und derb zugleich offenbart Stefanie Sargnagel den Zwiespalt einer Generation: geordnete Verhältnisse oder Laster? Pünktlichkeit, Sport, gesunde Ernährung, Einfamilienhaus, zwei Kinder und ein Golden Retriever? Oder doch durchzechte Nächte, kettenrauchend im grindigen Beisl?
Regie Christina Tscharyiski Bühne Sarah Sassen Kostüme Catia Palminha Musik Voodoo Jürgens und Band
Mit Miriam Fussenegger, Saskia Klar und Lena Kalisch

Voodoo Jürgens Solo am 9. Juni, 21.00 Uhr, HAUS EINS
„Als wäre der Geist des 66er-Dylan in ein keifendes Wiener Waschweib gefahren“, beschreibt der deutsche „Rolling Stone“ Voodoo Jürgens, den „Austro-Pop-Hype der Stunde“. Jürgens steht ganz in der Tradition der Wiener Volkssänger: „Beislcharme, Tschick, Strizzilieder, Goldketterl und gewitzte Poesie“.



Requiem für Europa“ von Nicoleta Esinencu, Gastspiel des teatru-spălătorie (Chisinau) am 9. Juni, 14.00 Uhr, HAUS ZWEI
„Requiem für Europa“ ist das moldawische Komplementärstück zu „Rest of Europe“: eine kritische Reflexion darüber, wie europäische und internationale Institutionen ihren Diskurs, ihre Politik und Interessen in Bezug auf Moldawien intensiviert haben und welche Auswirkungen das auf die moldawische Bevölkerung hatte.
Von und mit Nora Dorogan, Nicoleta Esinencu, Kira Semionov, Doriana Talmazan, Artiom Zavadovsky

„Der Pakt“ am 6. (20.00 Uhr) sowie am 7., 8., 9. und 11. Juni (19.30 Uhr), Redoutensaal
Einheimische und ausländische Österreicher*innen, Senior*innen und junge Menschen begegnen einander. Sie wagen zu fragen: Was macht uns aus? Können und wollen wir einen Pakt für eine gemeinsame Zukunft schließen? Ein Tauschhandel von Augenblicken, unerwarteten Liedern und unerhörten Geschichten. Ein Projekt des KUNSTLABOR Graz
Konzept und Idee Uta Plate und Edith Draxl Regie Uta Plate Ausstattung Andrea Markart, Andrea Fischer Foto / Video Edi Haberl Musik Lothar Lässer Choreografie Madeleine Lissy
Mit Ilias Nur Adam, Abdula Almagdy, Muskam Azimi, Hüseyin Badem, Siriaz Dakouri, Mohamad Elham Faqirzada, Heidrun Gollesch, Christine Grabe, Lore Hindinger, Mobin Hosseini, Klaus Janes, Salamas Jiinow, Erwin Kray, Issam Mohamad, Yaqob Mohamad, Mortaza Mohammadi, Nader Mohammadi, Eva Mohringer, Otto Neumaier, Hussein Sherzad, Cornelia Weixler

Mobile Arbeitsateliers, Zwei Autor*innen – zwei Stückeinblicke, am 8. Juni um 21.00 Uhr, HAUS DREI
DRAMA FORUM in Kooperation mit dem Deutschen Literaturfonds e.V. und dem Schauspielhaus Wien
Die Arbeitsateliers geben einen exklusiven Einblick in den Entstehungsprozess neuer Stücke.
Von und mit Enis Maci und Franz-Xaver Mayr, Gerhild Steinbuch und Bernhard Fleischmann u. a.

Das vollständige Programm des Dramatiker|innenfestivals finden Sie unter www.dramatikerinnenfestival.at

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 23 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑