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Ivan Liška bis 2016 Direktor des Bayerischen Staatsballetts

Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch freut sich darüber, dass Liška bereit war, das Angebot anzunehmen und ab der Spielzeit 2013/14 weitere drei Jahre als künstlerischer Leiter der Münchner Compagnie zu agieren

Es sei "wunderbar zu wissen, dass die Qualität des renommierten Bayerischen Staatsballetts unter der Führung seines profilierten Direktors erhalten bleibt", sagt der Minister.

Liška selbst meint: "Ich bin seit über 13 Jahren Chef dieses tollen Ensembles – länger als jeder Direktor vor mir - und werde auch in den nächsten Jahren mit ungebremster Leidenschaft die Freude am Tanzen und an der unglaublichen Ausdruckskraft faszinierender Choreographien mit meinen Tänzern, dem Team und dem Publikum teilen."

 

Ivan Liška wurde am 8. November 1950 in Prag geboren und erhielt seine Ausbildung am Konservatorium in Prag. Nach dem Abschluss im Jahr 1969 emigrierte er aus seiner Heimat und ging zum Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Von 1974 bis 1977 war er Vortänzer (= Halbsolist) beim Ballett der Bayerischen Staatsoper (Staatsballett seit 1989), bevor er als Erster Solist zum Hamburger Ballett ging und dort Hauptrollen in zahlreichen Werken von John Neumeier tanzte und kreierte – Ein Sommernachtstraum, Matthäus Passion, Wie es Euch gefällt, die Hauptrolle in Zwischenräume - Neunte Sinfonie von Gustav Mahler, Titelpartien in Peer Gynt, Odyssee, außerdem in Werken von Robbins, Béjart, van Manen, Kylián, Balanchine, Cranko, Louis, Lubovitch, Limón, Tudor. Weltweite Gastspiele, u.a. als Onegin mit Natalia Makarova, führten ihn nach Paris, London, New York. Er tanzte in der Verfilmung der Kameliendame den Armand an der Seite von Marcia Haydée. Beim Plissetskaya-Wettbewerb erhielt er den Preis als bester Partner. Liška choreographierte im Rahmen der Hamburger Ballettwerkstätten und 1997 in Brno (Der Streit).

 

Seit Beginn der Spielzeit 1998/99 ist Ivan Liška Direktor des Bayerischen Staatsballetts und hat seinen Vertrag, der derzeit bis 2016 läuft, inzwischen viermal verlängert. Unter seiner Leitung Ausweitung der Tourneen, u.a. nach St. Petersburg, Madrid und Indien, Budapest, Italien, Kanada, Prag, Athen, Türkei, Taiwan und China. Er präsentierte zahlreiche für das Bayerische Staatsballett neue Choreographen u. a. William Forsythe, José Limón, Jean Grand-Maître, Saburo Teshigawara, Amir Hosseinpour, Jacopo Godani, Jerome Robbins, Martin Schläpfer, Simone Sandroni, Terence Kohler, Jörg Mannes und Nacho Duato. Die Reihe der Klassiker-Neuproduktionen im Repertoire vervollständigte Liška mit Raymonda, die er Ray Barra anvertraute. In Liškas eigenen Produktionen von Dornröschen (2003/2004) und Le Corsaire (2007) demonstrierte er den für das Bayerische Staatsballett charakteristischen historisch reflektierenden Umgang mit der choreographischen Überlieferung. Gleichzeitig zeigt sich seine eigene künstlerische Handschrift in der freien Einrichtung des Materials für das Publikum unserer Zeit.

 

Ivan Liška ist stellvertretender Sprecher der BBTK (Bundesdeutsche Ballett- und Tanzdirektoren Konferenz) und seit 2005 Mitglied des künstlerischen Rates des Nationaltheaters in Prag.

Im Frühjahr 2007 wurde er vom Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten mit der "Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa" ausgezeichnet. Im Herbst 2008 würdigte ihn das Chinesische Kulturministerium mit dem "Preis für herausragende Verdienste um den internationalen kulturellen Austausch". Am 9. Juli 2009 überreichte ihm Ministerpräsident Horst Seehofer den "Bayerischen Verdienstorden".

 

Im Februar 2012 wird er für seine Weltkarriere als Tänzer und als künstlerischer Leiter der Münchner Compagnie mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet.

 

In Kooperation mit Konstanze Vernon, Leiterin der Heinz-Bosl-Stiftung, und Jan Broeckx, Leiter der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München, gründete Ivan Liška im Herbst 2010 das Bayerische Staatsballett II / Junior Company.

 

 

 

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