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Kammersänger David Thaw ist verstorben

Im Alter von 78 Jahren ist der in den USA geborene Kammersänger David Thaw verstorben.

Nach seinem Studium an der Columbia University und in New York feierte er sein Opern-Debut 1950 in Vichy als Vincent in Gounods „Mireille“ und wurde 1955 an das Theater am Gärtnerplatz in München und wenig später 1985 an die Oper in Frankfurt engagiert.

Mit Beginn der sechziger Jahre folgten Auftritte u.a. an der San Fransisco Opera, den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie Gastspiele in Hamburg, an der Staatsoper und Komischen Oper Berlin, in Düsseldorf und an der Wiener Staatoper.

Zu seinen wichtigsten Partien gehörten u.a. Lenski und Triquet („Eugen Onegin“), Froh („Das Rheingold“), David („Die Meistersinger von Nürnberg“), Valzacchi („Der Rosenkavalier“), Eisenstein („Die Fledermaus“) sowie Don Basilio („Le nozze di Figaro“).
Große Erfolge feierte er auch als Professor Higgings im Musical „My fair Lady“.

Der Bayerischen Staatsoper war er als langjähriges, hoch geschätztes Mitglied eng verbunden. 1958 wurde er in das Opernstudio aufgenommen, seit 1963 gehörte er hier dem Ensemble an.
1976 sang er in der Uraufführung von Josef Tals „Die Versuchung“ und 1986 in V.D. Kirchners „Belshazar“. Des Weiteren übernahm er, neben zahlreichen weiteren, die Partien des Mosers in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und Valzacchi in „Der Rosenkavalier“.
Die Bayerische Staatsoper verdankt ihm auch seine unvergessenen Auftritte als Knusperhexe in „Hänsel und Gretel“ und als Don Basilio in „Le nozze di Figaro“. In dieser Rolle war er an der Bayerischen Staatsoper bis zum Jahre 1996 zu erleben, bis 1999 stand er hier als Priester in der „Zauberflöte“ auf der Bühne.

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