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"Medea" von Euripides im Schauspiel Frankfurt

Premiere 14.04.12 im Schauspielhaus. -----

Sie sind heimatlos: Medea und Jason befinden sich mit ihren Kindern auf der Flucht. Die Königstochter hat für ein Leben mit ihrem Geliebten alles aufgegeben: ihre Familie verraten, ihr Land verlassen und einen Menschen getötet – den Mörder von Jasons Vater.

In Korinth, wo die Liebenden mit ihren Kindern ein vorläufiges Asyl finden, beginnt die abgründige Tragödie des Euripides. Jason hat Medea verlassen; ihr und den Kindern droht Verbannung. Durch die neue Heirat mit der Tochter des hiesigen Königs erhält Jason das definitive Bleiberecht, eine sozial und wirtschaftlich gesicherte Stellung.

 

Zutiefst verletzt von diesem Verrat, gnadenlos verstört ob Jasons schamloser Missachtung von Ehebund und Treueeid, entwirft Medea einen grausamen Racheplan. Aus maßloser Liebe wird maßloser Zorn: Medea beschließt, nicht nur ihre Nebenbuhlerin und deren Vater, sondern auch die gemeinsamen Kinder zu töten. Der vor mehr als 2400 Jahren geschriebene Text fragt danach, was Liebe darf und wo ihre Grenzen sind; fragt nach Bedingungen und Verletzungen persönlicher Würde: Was kann ein Mensch alles aufgeben, was kann ihm alles genommen werden, bevor er gnadenlos um sich schlägt?

 

Regisseur Michael Thalheimer inszenierte in der vergangenen Spielzeit am Schauspiel Frankfurt Schillers Königinnendrama »Maria Stuart«. Weiterhin hier zu sehen ist auch seine Inszenierung von »Ödipus / Antigone«, mit der er die Intendanz von Oliver Reese vor zwei Jahren eröffnete. Mit seiner markanten Regiehandschrift zählt er zu den renommierten, Stil prägenden zeitgenössischen Regisseuren. Seine Inszenierungen wurden mehrfach ausgezeichnet.

 

Regie

Michael Thalheimer

Bühne

Olaf Altmann

Kostüme

Nehle Balkhausen

Musik

Bert Wrede

Video

Alexander du Prel

Dramaturgie

Sibylle Baschung

 

Besetzung

Constanze Becker

Bettina Hoppe

Josefin Platt

Michael Benthin

Martin Rentzsch

Marc Oliver Schulze

Viktor Tremmel

 

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