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MEDEA von Euripides im Theater Luzern

Premiere: Mi. 13. Februar 2008, 19.30 Uhr

AUS DEM GRIECHISCHEN VON PETER KRUMME

 

Auf der Jagd nach dem sagenumwobenen «Goldenen Vlies» kommt der Grieche Jason in Medeas Heimat nach Kolchis am Schwarzen Meer. Dort, in der «Barbarenwelt», verliebt er sich in die fremde Königstochter, die ihm hilft, das begehrte Widderfell zu erlangen und damit zu fliehen.

 

Medea, die mit magischen Kräften gesegnete Wilde, beraubt aus Liebe zu dem schönen Argonautenführer nicht nur den eigenen Vater und verlässt ihre Heimat, sondern tötet auch – um Jason und sich vor der Verfolgung zu schützen – ihren eigenen Bruder. Zurück in Griechenland, fordert Jason den Thron seines Onkels Pelias. Als dieser sich weigert, stirbt er plötzlich unter rätselhaften Umständen. Die zauberkundige Medea wird für Pelias’ Tod verantwortlich gemacht und das Paar muss erneut fliehen. Schutzsuchend gelangen die Heimatlosen nach Korinth an den Hof des Königs Kreon, der ihnen Gastrecht gewährt. Hier lebt das Paar nun mehrere Jahre in Frieden. Medea schenkt Jason zwei Söhne.

 

Doch was für Jason als aufregendes Abenteuer begann, wird ihm nun in Korinth zur Last: Denn obwohl sie der Magie und Zauberei längst abgeschworen hat, bleibt Medea doch immer eine Fremde, eine «Barbarin» im fortschrittlich rationalen Griechenland. Als sich für Jason eine neue Karrieremöglichkeit auftut, zögert er nicht lange und heiratet die junge schöne Tochter Kreons. Die gedemütigte Medea ist nicht mehr erwünscht, sie soll Ehemann, Kinder und die neue Heimat verlassen. Doch Jasons Verrat hat Medeas Zorn entflammt. So übermächtig ihre Liebe einst war, so rasend entlädt sich nun ihr Hass auf den Ehemann ...

 

Medea ist eine der faszinierendsten und zugleich widersprüchlichsten Gestalten der Weltliteratur: Selbstbewusste Königstochter und gedemütigte Heimatlose, leidenschaftliche Liebende und gnadenlose Rächerin, fürsorgliche Mutter und grausame Kindsmörderin. Dass sie an ihrem tragischen Schicksal nicht zugrunde geht, sondern trotz ihrer inneren Zerrissenheit radikal jeden Kompromiss verweigert, ist so monströs wie ergreifend.

 

Produktionsteam: Irmgard Lange (Inszenierung), Volker Walther (Bühne und Kostüme), Simon Hostettler (Musik), Gérard Cleven (Licht), Heike Dürscheid (Dramaturgie)

 

Mit: Anja Schweitzer, Serena Wey, Pan Aurel Bucher, Jörg Dathe, Christoph Künzler, Jürgen Sarkiss, Samuel Zumbühl

 

WEITERE VORSTELLUNGEN: Mi. 13.2. / Mi. 20.2. / Do. 21.2. / Fr. 7.3. / Mi. 19.3. / Do. 20.3. / So. 30.3. (20.00 Uhr) / So. 6.4. (13.30 Uhr) / So. 13.4. / So. 20.4. / Fr. 25.4. / Do. 8.5. / So. 18.5.2008, jeweils 19.30 Uhr

 

 

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