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MEIN KAMPF, Farce von George Tabori, Vorarlberger Landestheater Bregenz

PREMIERE: 14. JÄNNER 2017, 19.30 UHR, GROSSES HAUS. -----

Ein junger Mann namens Adolf Hitler reist aus Braunau am Inn nach Wien, um sich an der Akademie der bildenden Künste zum Kunstmaler ausbilden zu lassen. Als ihm von den Professoren völlige Talentlosigkeit bescheinigt wird, rät ihm der Jude Schlomo Herzl, bei dem Hitler im Männerasyl in der Wiener Blutgasse Unterschlupf gefunden hat, es statt mit der Kunst doch einmal mit der Politik zu versuchen.

Dank Herzls Liebe und Fürsorge startet der gescheiterte Kunststudent nun seine neue Weltkarriere als Würgeengel.

 

In Bregenz inszeniert der junge Regisseur Matthias Rippert diese himmelschreiende Groteske jetzt mit einem ausgezeichneten Schauspielerensemble genau 30 Jahre nach der Uraufführung am Wiener Burgtheater. Seine Inszenierung erzählt die Geschichte als Schlomos Traum – gespickt mit Anspielungen auf Westernfilme von Karl May bis Quentin Tarantino.

 

Der große Theatermacher George Tabori, der fast seine ganze Familie in Auschwitz verloren hatte, dringt mit seinem tiefschwarzen jüdischen Humor bis zum Kern des Grauens der Shoah: Gerade weil seine Stücke gnadenlos fröhlich sind, rücken sie einem unerbittlich auf den Leib.

 

GEORGE TABORI, in Ungarn geborener Jude (1914-2007), vielfach ausgezeichneter Dramatiker, Übersetzer, Journalist, Drehbuchautor, Theaterintendant, Schauspieler und „Spielmacher“ - die Bezeichnung Regisseur lehnte er als zu autoritär ab. Als Emigrant in den USA kam er zum Film wo er u.a. mit Alfred Hitchcock zusammenarbeitete. Ab den 1970ern lebte und inszenierte Tabori in Deutschland und in Wien, gründete das Theaterkollektiv DER KREIS und inszenierte regelmäßig am Burgtheater. Ab 1999 arbeitet er in Berlin beim Berliner Ensemble. Publikum und Schauspieler schätzten den in seinen letzten Jahren „dienstältesten Theatermacher der Welt“ und erklärten ihn zum inoffiziellen „Theaterkönig“. George Tabori war ein Reisender durch das katastrophische 20. Jahrhundert. 2007 starb der große Theatermann mit 93 Jahren. Er hinterließ legendäre Inszenierungen und unvergängliche Theaterstücke. George Tabori gehörte zu den meistgespielten Theaterautoren in Deutschland.

 

MATTHIAS RIPPERT | Regie

geboren 1988 in Heidelberg, seine Eltern sind kurz vor seiner Geburt aus Ungarn nach Deutschland eingewandert, studierte Physik an der LMU München und Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien. Mit seinen Inszenierungen im Rahmen des Studiums war er auf zahlreiche Festivals eingeladen. Seine Inszenierung MAGGIE T. von Nolte Decar gewann beim 25. Theatertreffen der Schauspielschulen in München 2014 gleich drei Preise. Es folgte seine Diplominszenierung DER VOLKSHAI von Nolte Decar am Theater Bonn. Danach folgten Inszenierungen am Residenztheater München und dem Deutschen Theater Berlin. MEIN KAMPF ist nach DIE KAHLE SÄNGERIN seine zweite Inszenierung am Vorarlberger Landestheater.

 

Deutsch von Ursula Grützmacher-Tabori

 

Schlomo Herzl Thomas Schmidt

Lobkowitz Marcus Mislin

Hitler Felix von Bredow

Gretchen Carolin Knab

Frau Tod Alexandra Maria Nutz

Himmlisch Lukas Wurm

 

Regie Matthias Rippert

Bühne und Kostüm Selina Traun

Dramaturgie Alexandra Althoff

Musik Robert Pawliczek

 

WEITERE VORSTELLUNGEN: 19/01, 07/02, 10/02, 01/03, 11/03, 19/03, jeweils 19.30 Uhr,

Grosses Haus

 

KARTEN: +43 (0)5574 42870 600 ticket@landestheater.org www.landestheater.org

 

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