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MISS SARA SAMPSON von Gotthold Ephraim Lessing

Premiere am Samstag, 10. November 2007 um 20:00 Uhr im Studio des Gorki Theaters Berlin

 

„Miss Sara Sampson“ war das erste deutsche Trauerspiel mit einem bürgerlichen Sujet. Auf ihrer Flucht werden Mellefont und Sara verfolgt: von Saras Vater und Mellefonts ehemaliger Geliebten Marwood.

In einem Gasthaus trifft eine nicht besonders seriös anmutende Gesellschaft zusammen. Der zwielichtige Mellefont, ein heruntergekommener Adliger, will mit seiner Geliebten, der braven Sara Sampson, fliehen. Ein kleines Geschäft muss noch abgewickelt werden, bevor die Flucht starten kann: Mellefont muss eine Scheinehe mit einer Verwandten eingehen, um an ein Erbe zu kommen. Zu diesem Zweck quartiert er sich und seine Geliebte in dem Gasthaus ein. Beide werden jedoch verfolgt: Die Miss von ihrem Vater, Mellefont von Marwood, einer ehemaligen Geliebten, die ihn wiedergewinnen will. Als die Damen aufeinandertreffen, kommt es zum emotionalen Kurzschluss.

MISS SARA SAMPSON ist das erste deutsche Trauerspiel, das in einem bürgerlichen Milieu spielt. Lessing übernahm das Genre aus der englischen Dramatik. Es entstand ein stilistisches Zwitterwesen zwischen barockem Affekt und frühaufklärerischer Didaktik.

 

In ihrem Pathos und ihrer übersteuert panischen Suche nach einem Ort für den Neubeginn, für ein Leben im Glück sind die Figuren dieses Dramas heutige Grenzmenschen, unterwegs im Transitbereich ohne Ziel.

 

Es spielen in den folgenden Rollen: Miss Sara Anja Schneider, Mellefont Peter Moltzen Marwood Anne Ratte-Polle, Arabella Hanna Eichel, Sir William, Waitwell, Norton, Gastwirt, Bediensteter Ronald Kukulies

 

Regie: Barbara Weber, Bühne: Alexander Wolf, Kostüme: Ines Bursich, Musik: Ingo Günther

 

 

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