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"Perplex", Farce von Marius von Mayenburg (Studioinszenierung), Schauspiel Chemnitz

Premiere: 29. September 2016, 20.00 Uhr im Schauspielhaus / Ostflügel. -----

Ein Paar kommt aus dem Urlaub zurück und alles ist anders: In der Wohnung steht eine neue Topfpflanze, unter der Couch stapelt sich der Müll und das Licht funktioniert auch nicht mehr. Eigentlich sollte ein befreundetes Paar nur die Blumen gießen, hat sich aber stattdessen in der Wohnung eingenistet und setzt die beiden nun kurzerhand vor die Tür.

Soweit so gut – oder auch nicht, denn auf die Frage, wer hier eigentlich wohnt, folgen mit rasanter Geschwindigkeit die nächsten: Wo sind wir überhaupt und wer gehört hier wirklich zusammen? Und was haben ein ominöses Paket, das Au-pair Mädchen und ein Elch-Kostüm mit der ganzen Geschichte zu tun? Von einem Moment auf den anderen gerät die wohlgeordnete Welt der vier Figuren völlig aus dem Gleichgewicht. Und das ist erst der Anfang.

 

Marius von Mayenburg arbeitet als Autor, Dramaturg, Regisseur und Übersetzer. 1972 in München geboren, war er nach seinem Studium an der HdK Berlin Dramaturgie-Mitarbeiter an der Baracke des Deutschen Theaters und ging 1999 unter Thomas Ostermeier an die Schaubühne. Hier arbeitet er seitdem als Dramaturg und Hausautor und begann zu inszenieren. Die Uraufführung von „Perplex“ 2010 übernahm Marius von Mayenburg selbst. Stücke wie „Der Hässliche“, „Märtyrer“ oder „Parasiten“ wurden mehrfach übersetzt und finden sich regelmäßig in den Spielplänen großer Theaterhäuser im deutschsprachigen Raum, für „Feuergesicht“ erhielt er u. a. 1997 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik und 1998 den Preis der Frankfurter Autorenstiftung.

 

Zur Studioinszenierung

Lustvoll und spielerisch lässt Marius von Mayenburg seine vier Protagonisten aufeinander los und montiert wilde Assoziationsketten in einer skurril-alptraumhaften Versuchsanordnung: Immer wieder aufs Neue fallen Identitäten, Beziehungen und Spielverabredungen abrupt in sich zusammen, um sogleich wieder neu zusammengesetzt zu werden. Ein Geschenk für die Spieler und ihre Spiellust – und das Publikum.

 

Für die Chemnitzer Inszenierung stürzen sich nun die neuen Schauspielstudio-Mitglieder Steffi Baur und Konstantin Rickert von der Kunstuniversität Graz, Johannes Bauer von der Anton Bruckner Universität Linz und Cathrine Dumont von der Züricher Hochschule der Künste unter der Regie von Kathrin Brune in die erste gemeinsame Arbeit dieser Spielzeit. Erneut kooperiert das Schauspiel Chemnitz für diese Produktion mit den Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin und setzt damit die erfolgreiche Zusammenarbeit zu „Lenz. Festung. Ich“ aus der letzten Spielzeit fort. Unter Leitung von Prof. Frank Hänig entstanden im Sommersemester 2016 fünf mögliche Bühnen- und Kostümbildentwürfe zu „Perplex“, von denen schließlich das Gesamtkonzept von Eleonora Pedretti ausgewählt wurde und nun für die Studioinszenierung am Schauspiel Chemnitz realisiert wird.

 

Das Schauspielstudio

Auch in dieser Spielzeit kann mit Unterstützung des Theaterfördervereins und der Chemnitzer Wohnungsbaugesellschaft GGG die jahrelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fortgesetzt werden, die es vier Studierenden der mit uns kooperierenden Hochschulen ermöglicht, für ein Jahr als Teil unseres Ensembles zu spielen, zu lernen und sich auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Neben der Studioproduktion „Perplex“ und anderen laufenden Inszenierungen werden die vier in ihrer eigenen NACHTSCHICHT-Reihe „auf dem weg“ und zum NONSTOP Festival 2017! ihre Arbeiten präsentieren.

 

Kathrin Brune (Regie)

1978 in Dortmund geboren, studierte in Wien und Berlin Theaterwissenschaften und Philosophie und arbeitete als Regie- und Dramaturgieassistentin u. a. am Stadttheater Dortmund, bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel sowie am Volkstheater und am Schauspielhaus in Wien. Für das Ekhof-Festival inszenierte sie 2012 Carlo Gozzis „Turandot“, 2014 folgte „Was ihr wollt“. Von 2011 bis 2013 war Kathrin Brune als Dramaturgin am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau engagiert, wo sie u. a. Jonas Gardells „Die Eisbären“ inszenierte. Seit der Spielzeit 2013/2014 arbeitet sie als Dramaturgin am Schauspiel Chemnitz und leitet gemeinsam mit René Schmidt das Schauspielstudio. In der Spielzeit 2013/2014 inszenierte sie hier bereits Ingrid Lausunds „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“, Alessandro Bariccos „Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten“ und die Studioproduktionen „Hautnah“ und „Lenz. Festung. Ich“.

 

Regie: Kathrin Brune

Bühne und Kostüme: Eleonora Pedretti

Es spielen: Steffi Baur, Cathrine Dumont, Johannes Bauer, Konstantin Rickert

Mit Unterstützung des Theaterfördervereins und der Chemnitzer Wohnungsbaugesellschaft GGG in Kooperation mit dem Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin

 

Die nächsten Vorstellungen sind am 30. September, 6. und 13. Oktober, jeweils 20.00 Uhr

im Schauspielhaus Chemnitz / Ostflügel.

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