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schauspielfrankfurt: EMILIA GALOTTI von Gotthold Ephraim Lessing

Premiere: 28. September 2007, 20.00 Uhr, Großes Haus

 

Der Prinz von Guastalla ist außer sich, er hat sich auf den ersten Blick in Emilia Galotti verliebt und überlegt mit seinem Sekretär Marinelli, wie ihre Vermählung mit dem Grafen Appiani zu verhindern sei.

 

Marinelli inszeniert einen Raubüberfall auf das junge Paar, bei dem Appiani ermordet wird, und lässt Emilia auf dem Landsitz des Prinzen in »Sicherheit« bringen. Odoardo Galotti, Emilias Vater und politischer Gegner des Prinzen, sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Als er auf dem Landsitz erscheint, wird er nicht zu seiner Tochter vorgelassen. Doch erst die Begegnung mit Gräfin Orsina, der abgelegten, rachedurstigen Mätresse des Prinzen, öffnet ihm die Augen. Orsina steckt Odoardo ein Messer zu, damit er, wenn es zum Äußersten komme, den Prinzen umbringe. Und es kommt dazu – nur anders: der Vater tötet seine eigene Tochter.

 

Lessings Trauerspiel ist ein politisches Stück über den fatalen Zusammenstoß der bürgerlichen Gefühlskultur mit der Kälte der absoluten feudalen Macht. Der Machthaber, der sich das individuelle Glück der Bürger wünscht, setzt seinen Apparat in Gang, der nur Zerstörung kennt, und Emilia, die Braut, scheint nur im Tod sich selber treu bleiben zu können.

 

Regie: Niklaus Helbling / Dramaturgie: Marcel Luxinger / Bühne: Dirk Thiele / Kostüme: Regine Standfuß / Choreografie : Salome Schneebeli / Musik: Martin Gantenbein / Darsteller: Viola von der Burg, Wilhelm Eilers, Mathias Max Herrmann, Sascha Maria Icks, Ben Daniel Jöhnk, Özgür Karadeniz, Anne Müller, Joachim Nimtz, Aljoscha Stadelmann

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