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SOLARIS nach dem Roman von Stanislaw Lem im Schauspielhaus Zürich

Premiere: Freitag, 18.5.2012, 20 Uhr, Schiffbau/Box. ----

SOLARIS – dieser ferne Planet erregt in Stanislaw Lems Science- Fiction-Klassiker das Interesse der irdischen Wissenschaft, weil sich seine Umlaufbahn nicht an die Gesetze der Physik hält. Auf der einsamen Station des Planeten müssen drei Forscher erkennen, was die ausserirdische Intelligenz mit ihnen durchführt …

Im Mittelpunkt der irdischen Untersuchungen auf dem Planeten SOLARIS steht sein einziges Lebewesen – ein gallertartiger Ozean, an dessen wabernder Oberfläche sich phantastische Formen bilden und wieder verschlungen werden. Auf der einsamen Station des Planeten trifft der

junge Solarik-Wissenschaftler Kris Kelvin auf zwei offenkundig verstörte Forscher; seit einiger Zeit suchen menschengleiche Wesen die Station auf. Und es dauert nicht lange, da erhält auch Kris Besuch –

und zwar von dem Mädchen Harey, das er einst liebte und das aus nie geklärten Gründen Selbstmord beging. Es sind offensichtlich unangenehme Erinnerungsspuren in den Gehirnen der Forscher, derer sich der Plasma-Ozean bedient, um diese „Menschen“ zu materialisieren. Harey ist ganz die irdische Harey oder aber nicht von der Erinnerung an die Verstorbene zu unterscheiden – sie ist eben weder Mensch noch Kopie. Schliesslich begreifen die drei Forscher, dass sie zu den eigentlichen Objekten der Forschung geworden sind, dass die ausserirdische Intelligenz auf SOLARIS mit Hilfe von telepsychoplastischen Phänomenen Experimente mit ihnen durchführt …

 

Stanislaw Lem verlieh mit seinem 1961 erschienenen Roman SOLARIS dem Science-Fiction-Genre eine neue philosophische Ausrichtung. Fragen nach der Realität von Vergangenem und Zukünftigem, Moral und Erkenntnis, Schein und Sein führen den polnischen Schriftsteller zur Endlichkeit des menschlichen Verstandes, der Unmöglichkeit, die letzte Erkenntnis zu erlangen. Das Unbekannte kann der Mensch lediglich nach seinen eigenen Erfahrungen und Massstäben bewerten – nichts kann

erkannt werden, was nicht selbst mitgebracht wird. Somit ist die Erforschung des Anderen immer nur die Suche nach uns selbst.

 

 

Die Bühnenadaption dieses 1961 erschienenen Romans besorgt ab dem 18. Mai der junge Regisseur Antú Romero Nunes, der 2010 von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt wurde und nun erstmals in Zürich inszeniert. Antú Romero Nunes wurde 1983 in Tübingen geboren. Nach ersten Theatererfahrungen als Regisseur und Schauspieler am Tübinger Theater Lindenhof und in der freien Szene arbeitete er zunächst in Chile als Regie- und Produktionsassistent für Theater und Film. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland assistierte und inszenierte er an den Freilichtspielen Schwäbisch Hall, bevor er 2005 ein Regiestudium an der

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" in Berlin aufnahm. Seine Diplominszenierung „Der Geisterseher“ nach Schiller wurde 2010 zum Festival „Radikal jung“ des Münchner Volkstheaters eingeladen, sowie 2011 zu den Internationalen Schillertagen in Mannheim. Seit der Spielzeit

2009/10 inszeniert Antú Romero Nunes am Thalia Theater Hamburg („Invasion!“ und „Atropa. Die Rache des Friedens“) und am Schauspiel Frankfurt („Abgesoffen“ und „Peer Gynt“, eingeladen zum Festival „Radikal jung“ 2011). Von der Zeitschrift „Theater heute“ wurde er zum

Nachwuchsregisseur des Jahres 2010 gewählt. Seit der Spielzeit 2010/11 ist er Hausregisseur am Maxim Gorki Theater Berlin. Es spielen Yvon Jansen (zuletzt in „Platonow“) und Jirka Zett („Fegefeuer in Ingolstadt“, „Leonce und Lena“, „Das Versprechen“).

 

Regie Antú Romero Nunes

Bühne Florian Lösche

Kostüme Judith Hepting

Licht Michel Güntert

Video Sebastian Pircher

Dramaturgie Nina Rühmeier

 

Mit:

Yvon Jansen

Jirka Zett

Sebastian Pircher (Live-Video)

 

Weitere Vorstellungen im Schiffbau/Box:

23./ 25./ 26./ 30./ 31. Mai, jeweils 20 Uhr

28. Mai, 19 Uhr

 

weitere Vorstellungen im Juni 2012 sind in Planung

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