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Staatsballett Hannover: Ostertanztage 2022

12. bis 18.April 2022, Opernhaus

Die OsterTanzTage sind zu einem Aushängeschild geworden und aus dem kulturellen Leben Hannovers nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr stehen Gastspiele der renommierten Dresden Frankfurt Dance Company, der Compagnia Naturalis Labor aus Italien und dem Faso Danse Théâtre aus Belgien auf dem Programm und bringen zeitgenössischen Tanz aus aller Welt nach Hannover.

 

Copyright: Ralf Mohr

Das Staatsballett Hannover zeigt im Rahmen der OsterTanzTage 2022 eine Vorstellung des Ballettabends Wir sagen uns Dunkles mit Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke. In einem digitalen Begleitprogramm mit Workshops für Jung und Alt kann das Publikum selbst tanzend aktiv werden.

Programm

Compagnia Naturalis Labor (Italien)
Piazzolla Tango / En tus ojos.  Choreografie von Luciano Padovani
12.04.2022, 19:30 Uhr
Die Compagnia Naturalis Labor aus Italien wurde 1988 von Luciano Padovani und Francesca Mosele gegründet. Anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten Astor Piazzolla kreierte der

Choreograf

und künstlerischer Leiter der Compagnie Luciano Padovani mit seinem

Ensemble

ein Werk, welches von Piazzolla und seiner Musik erzählt. Zeitgenössischer Tanz und Tango verschmelzen darin zu einer einzigen Sprache. Padovanis Fantasie geht über die gewohnte Technik und Leidenschaft des Tangos hinaus und widmet sich feinfühlig der Künstlerpersönlichkeit Piazzollas. Er zeichnet das Lebensbild eines ruhelosen Komponisten, der von der irrealen Welt seiner inneren Musik aufgesogen wird – ein Mann, überwältigt von seiner Obsession, den Noten, erfüllt vom Wunsch, vor sich selbst zu fliehen.

****

Faso Danse Théâtre (Belgien)
Wakatt. Choreografie von Serge Aimé Coulibaly
14.04.2022, 19:30 Uhr
Serge Aimé Coulibaly, Tänzer und Choreograf aus Burkina Faso, gründete im Jahr 2002 seine eigene Company – das Faso Danse Théâtre. Seither wird die Compagnie immer wieder eingeladen, ihre Produktionen auf Festivals in Afrika und Europa zu präsentieren.

"Wakatt“ ist ein Wort arabischen Ursprungs, das in Dioula, der Muttersprache von Serge Aimé Coulibaly, „unsere Ära" bedeutet. Der Titel spiegelt die politische Dualität wider, die der Choreograf sowohl in seiner Geburtsstadt Bobo-Diolasso als auch in Brüssel, seiner Wahlheimat, erlebte. Mit zehn Tänzer:innen und dem Komponisten „Magic Malik“ wirft Coulibaly ein sensibles

Licht

auf die schmutzigen Realitäten von heute. Die Choreografie erforscht die Dynamik von Angst und Manipulation, aber auch die von Begehren, Schönheit und Hoffnung.

***

Staatsballett Hannover
Wir sagen uns Dunkles. Choreografien von Jiří Kylián, Sol León & Paul Lightfoot und Marco Goecke
16.04.2022, 19:30 Uhr

Wir sagen uns Dunkles führt vier prägende Persönlichkeiten des zeitgenössischen Tanzes und ihre jeweilige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verborgenen zusammen. Es geht um Schattenseiten, Zwielichtbereiche, aber auch um eine große Portion Humor und Waghalsigkeit.

***

Dresden Frankfurt Dance Company
Alter Ego. Choreografie von Jacopo Godani
18.04.2022, 19:30 Uhr
Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches

Ballett

auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken.

Alter Ego, die fantasievolle Neudeutung des eigenen Ichs, beschäftigt die Dresden Frankfurt Dance Company bereits seit geraumer Zeit: War die Auseinandersetzung mit dem deutschen expressionistischen Film der 1920er Jahre zu Beginn nur eine von mehreren Inspirationsquellen, so rückt sie nun ins Zentrum. Jacopo Godani sucht die starken, überzogenen Ausdrucksmittel von Filmen wie Nosferatu oder Metropolis in eine gegenwärtige Choreografie zu übertragen, ihre Drastik, ihre Wirkungsmacht, ja auch ihren skurrilen Grusel. Die Beschäftigung mit den 100 Jahre alten Klassikern wird zum spannenden Experimentierfeld – und führt die Compagnie nah an den eigenen Kern. Godanis künstlerisches Selbstverständnis ist geprägt von den erweiterten Möglichkeiten des körperlichen Ausdrucks, bis hin zu Verfremdung, Verstärkung, Überzeichnung und Überhöhung.

 

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