Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„The Seven Sins“ - Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart „The Seven Sins“ - Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart „The Seven Sins“ -...

„The Seven Sins“ - Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart

Premiere am Samstag, 7. Mai 2022 um 20:00 Uhr, Theaterhaus Stuttgart

Dieser Tanzabend vereint die Crème de la crème internationaler Choreograph*innen. Jede und jeder von ihnen wird für Gauthier Dance eine Todsünde in ein Tanzstück verwandeln. Das Ergebnis: ein Tableau der Ruchlosigkeit, bestehend aus sieben Uraufführungen von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie den beiden Artists in Residence von Gauthier Dance, Marco Goecke und Hofesh Shechter.

 

Copyright: Jeanette Bak

Faulheit
human undoing
Choreographie und Kostüme: Aszure Barton
Lichtdesign: Mario Daszenies
Musik: Craig Taborn
Sie kann klassisch, aber sie liebt die Freiheit der Bewegung: Die Stücke der Kanadierin changieren immer ein wenig zwischen Traum und Realität, sie spielt oft mit dem Surrealen. Durch Assoziationen und aufblitzende Bilder lädt Aszure Barton die Sprache ihrer Tänzer mit Bedeutung auf, wendet sie in geheimnisvolles Dunkel oder in helle Ironie. 2005 wurde sie zur ersten Artist in Residence des Baryshnikov Arts Center in New York, kreierte unter anderem fürs American Ballet Theatre, die Martha Graham Dance Company, für fast alle Kompanien ihres Heimatlandes, das NDT oder das Bayerische Staatsballett. Seit 2002 leitet sie ihre eigene Kompanie Aszure Barton and Artists.

Habgier
Corrupt
Choreographie: Sidi Larbi Cherkaoui
Choreographischer Assistent: Robbie Moore
Kostümdesign: Veerle Van de Wouwer
Komponist: Alexandre Dai Castaign
Musiker: Julia Kent (Cello), Loup Barrow (Crystal Bachet), Alice Duport-Percier (Vocal), Kelli Ali (Vocal), Arnaud Vernet (Vocal), Christian Kleiner (Double Bass)
Lichtdesign: Mario Daszenies
Er tanzt mit den Mönchen, mit den Steinen, mit Spiegeln oder Akrobaten. In seinem extrem weichen, fließenden Bewegungsstil kommuniziert er mit HipHop, Tango, indischem oder spanischem Tanz. Sidi Larbi Cherkaoui kontrastiert Mythen, Nationen, Epochen und Musikstile, er gleitet mit Leichtigkeit von Genre zu Genre, sucht überall das Wesentliche, die Essenz. Der Belgier marokkanischer Herkunft leitet seine Kompanie Eastman und das Royal Ballet of Flanders, als ein Magier des bildermächtigen Gesamtkunstwerks choreographiert er heute für Beyoncé, fürs Ballett, die Oper und den Broadway. Mitte 2022 übernimmt er die künstlerische Leitung des Grand Théâtre de Genève.

Neid
Point
Choreographie und Kostüme: Sharon Eyal
Lichtdesign: Alon Cohen
Musik: Anne Müller
Die Künstlerin aus Israel zeigt die hypnotische Kraft des Synchronen, die unglaubliche Dynamik eines Organismus aus Mensch-Maschine-Körpern. Minimale Veränderungen oder serielle Variationen verstören die Ordnung ihrer Gruppen, Individuen brechen aus den repetitiven Mustern einer scheinbar posthumanen Gesellschaft aus. 2013 gründeten Eyal und ihr Partner Gai Behar ihre eigene Kompanie L-E-V in Tel Aviv. Zum Theaterhaus pflegt das Künstlerpaar enge Beziehungen. Nicht nur sind sie mit dem Kultstück Killer Pig im Repertoire von Gauthier Dance vertreten. L-E-V war auch Koproduktionspartner beim COLOURS-Festival 2015 und wird im kommenden Sommer bei COLOURS 2022 gastieren.

Völlerei
Yesterday's Scars
Choreographie: Marco Goecke
Kostümdesign: Michaela Springer
Lichtdesign: Udo Haberland
Musik: The Velvet Underground, Jesse Callaert
Es flattert, zuckt und zittert: Ein völlig neues Universum an Bewegungen hat Marco Goecke für Arme und Oberkörper der Tänzer erfunden, unzählige Assoziationen durchziehen seine nachtschwarzen Stücke. Minimalistisch in Ausstattung und Kostümen, zwischen nervöser Dynamik und plötzlicher Lyrik erforschen seine hochmusikalischen Werke immer wieder das Innere des Menschen. Goecke war Hauschoreograph beim Stuttgarter Ballett und leitet heute das Staatsballett Hannover. Seit 2013 ist er Associate Artist beim Nederlands Dans Theater, seit 2019 Artist in Residence bei Gauthier Dance.

Hochmut
HERMANA
Regie, Musik und Kostüme: Marcos Morau
Lichtdesign: Mario Daszenies
Choreographische Assistenz: Shay Partush, Marina Rodriguez
Marcos Morau komponiert Bilder. Seine katalanisches Künstlerkollektiv La Veronal macht Tanz zur theatralischen Performance und setzt dabei genauso stark auf Texte, Szenerie, Medien und Licht. So entstehen betörende Tableaux, ein synästhetisches, multimediales Tanztheater, mit dem der spanische Choreograph seine ganz eigene Erzählsprache entwickelt hat. Außer für La Veronal arbeitet er auch für andere Kompanien wie die spanische Compañía Nacional de Danza, die Göteborg Operans Danskompani oder das Royal Danish Ballet.

Wollust
LUXURY GUILT
Choreographie und Musik: Hofesh Shechter
Kostümdesign: Gudrun Schretzmeier & Hofesh Shechter
Lichtdesign: Mario Daszenies & Hofesh Shechter
Choreographische Assistenz: Kim Kohlmann
Seine Stücke explodieren regelrecht auf die Bühne: Bei Hofesh Shechter weht ein rauer Wind von der Straße durchs Theater, eine existenzielle Wut brennt in den wilden, ruhelosen Gruppen. Der israelische Choreograph mit Wohnsitz in London zeigt Aggression, Chaos und die Sehnsucht nach Freiheit, oft komponiert er die harten Rockrhythmen dazu selbst. Mit Stücken wie Uprising, auch im Repertoire von Gauthier Dance, begründete er seinen Ruhm, seit 2008 leitet er die Hofesh Shechter Company, arbeitet weltweit für große Tanzkompanien – und seit Sommer 2021 auch als Artist in Residence bei Gauthier Dance.

Zorn
IRA
Regie, Choreographie und Kostüme: Sasha Waltz
Lichtdesign: Arnaud Poumarat
Musik: Diego Noguera Berger
Choreographische Assistentin: Zaratiana Randriantenaina
Dramaturgische Mitarbeit: Christopher Drum
Heftig, rau und skurril mischte die Ikone des aktuellen deutschen Tanztheaters einst aus der freien Szene heraus die Metropole Berlin und deren Off-Theater auf. Auch als etablierte und verehrte Galionsfigur hat sie diese radikale Unabhängigkeit nie hinter sich gelassen: Expressiv und stark körperlich sind ihre Stücke bis heute, wo Waltz auf der ganzen Welt choreographische Opern inszeniert und durch die Weite von Museumsräumen tanzt. Seit 1993 leitet sie Sasha Waltz & Guests, zuletzt auch das Berliner Staatsballett.

Künstlerische Leitung: Eric Gauthier
Ballettmeister: Cesar Locsin, Luis Eduardo Sayago
Produktionsleitung: Inga Kunz
Technische Produktionsleitung: Mario Daszenies, Holger Reuker
Künstlerische Koordination Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Bühnenbild: Mario Daszenies
Musik & Sound Zwischenspiele: Victoria Hillestad & Julian Erhardt / [sic]-studios
Company Coach: Egon Madsen
Künstlerisches Betriebsbüro Tanz: Daria Mosunova (als Gast), Maria Strom
Tourmanagement: ecotopia dance productions, www.ecotopiadance.com

Tanz: Bruna Andrade, Joaquin Angelucci, Louiza Avraam, Nora Brown, Andrew Cummings, Anneleen Dedroog, Barbara Melo Freire, Luca Pannacci, Garazi Perez Oloriz, Jonathan Reimann, Mark Sampson, Gaetano Signorelli, Izabela Szylinska, Sidney Elizabeth Turtschi, Shawn Wu, Shori Yamamoto

The Seven Sins
Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart
in Koproduktion mit La Biennale di Venezia (Italien) und Festspiele Ludwigshafen im Theater im Pfalzbau
In Zusammenarbeit mit SWR / ARTE & EuroArts

Theaterhaus, T1
Premiere am Samstag, 7. Mai 2022 um 20:00 Uhr
weitere Vorstellungen: Sonntag, 8. Mai 2022 um 14:00 Uhr & 20:00 Uhr / Montag, 6. Juni 2022 / Dienstag, 7. Juni 2022 / Mittwoch, 8. Juni 2022 – jeweils um 20:00 Uhr / Freitag, 24. Juni 2022 / Samstag, 25. Juni 2022 – jeweils um 20:30 Uhr

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 31 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑