Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Start der „Heidelberger Schlossfestspiele“ 2016 am 15. Juni 2016Start der „Heidelberger Schlossfestspiele“ 2016 am 15. Juni 2016Start der „Heidelberger...

Start der „Heidelberger Schlossfestspiele“ 2016 am 15. Juni 2016

Auch in diesem Jahr gibt es - vom 15.6. bis 31.7. wieder ein Sommerprogramm über den Dächern der Stadt. Das Theater und Orchester Heidelberg empfängt seine Gäste zu Schauspiel, Konzerten, Musical u. v. m.

Das erste Stück der Saison „Freund Till, genannt Eulenspiegel“ erwartet gleich die jungen Zuschauer ab 5 Jahren. Kindergartengruppen, Schulklassen und Familien sind zu den Streichen des Till Eulenspiegels herzlich ab dem 15. Juni (Premiere 10.00 Uhr im Englischen Bau) willkommen geheißen. Es soll diesen Schalk im 14. Jahrhundert wirklich gegeben haben. Mit Humor und Witzigkeit machte er auf Missstände seiner Zeit aufmerksam. Mit viel Spaß wird er nun auf dem Heidelberger Schloss in der Inszenierung von Franziska-Theresa Schütz, die damit ihre vorläufig letzte Inszenierung in Heidelberg präsentiert, wieder lebendig.

 

Ab dem 19. Juni ist in der beliebten Spielstätte Dicker Turm ein besonderes Highlight zu sehen. Sommer 1903, London 221 b Baker Street: Einer der berühmtesten Detektive aller Zeiten steckt mitten in einem neuen gefährlichen Fall. Beim Versuch, den gestohlenen Mazarin-Diamanten für die britische Krone zurückzugewinnen, ist Schlimmes zu befürchten: Ein Mordanschlag auf „Sherlock Holmes“! … Der Leitende Schauspieldramaturg des Heidelberger Theaters, Jürgen Popig, der auch als Autor tätig ist, hat ein augenzwinkerndes Spiel mit Sir Arthur Conan Doyles klassischen Figuren explizit für die Heidelberger Schlossbühne geschaffen. Als Dr. Watson ist Volker Muthmann und als Sherlock Holmes Florian Mania zu erleben. Regie führt Robin Telfer. In Heidelberg inszenierte er bereits „Die Schneekönigin“ sowie „Der Mann aus Oklahoma“.

 

Ein weiteres Spektakel erwartet das Publikum mit dem Musical von Cole Porter „Kiss me, Kate“ in der Regie von Intendant Holger Schultze. Das Stück feiert am 25. Juni um 20.30 Uhr im Heidelberger Schlosshof seine Premiere. Spartenübergreifend tun sich Schauspieler, Sänger, Tänzer, der Opernchor sowie das Philharmonische Orchester zusammen, um nach der Vorlage der Shakespeare-Klassikers „Der Widerspenstigen Zähmung“, die alten Schlossmauern in Vibration zu versetzen. Petruchio und Katharina, schon lange geschieden, vereint nun wieder die Bühne. Nicht nur im Privatleben fliegen bei den beiden die Fetzen! Als auch noch zwei Gangster und Lillis Verlobter auftauchen, wirbeln Theaterspiel und Wirklichkeit vollends durcheinander. Nicht allein der Ohrwurm „Schlag nach bei Shakespeare“ bringt die Bühne zum Beben. In einer ‚Realhandlung‘ gespiegelt, verdreht frecher Humor und rasante Musik das 400 Jahre alte Schauspiel, bis es aus den Angeln fliegt.

 

Das bedeutendste Liebespaar aller Zeiten Romeo und Julia kehrt am 07. Juli in die romantische Kulisse des Schlosshofes zurück. Ein Mann, eine Frau: an einem Sonntag lernen sie sich kennen, fünf Tage später sind sie tot. Doch dazwischen erleben Romeo und Julia die aufregendste, schmerzhafteste, wunderschönste Zeit ihres Lebens. Von der berühmten Balkonszene über Duelle, Gift und Täuschung bis zum bitteren Ende und darüber hinaus … Das Spektakel ist u. a. mit faszinierenden Fechtkämpfen, Romantik und akrobatischen Leistungen für alle, die es im vergangenen Sommer verpasst haben - oder noch einmal dabei sein möchten - erneut zu erleben!

 

Es sind auch wieder interessante Schlosskonzerte zu hören. Das Philharmonische Orchester Heidelberg entführt seine Zuhörer vom Schlosshof über den Neckar nach Spanien, in die Klassik und Romantik, schließlich bis nach Hollywood.

 

„Espana Sol Y Pasion“ heißt es am 18. und 30. Juni: Flamenco, Bolero und Zarzuela wecken spanisches Lebensgefühl mitten im Heidelberger Sommer. Die Musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Elias Grandy, der sich nach seinem ersten Jahr in Heidelberg bereits in die Herzen des Publikums dirigiert hat.

 

„Die Maestros von Morgen“ geben traditionell zur Schlossbeleuchtung am 09. Juli ein Gastspiel über den Dächern von Heidelberg. Gefördert vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates präsentiert eine Reihe vielversprechender junger Dirigenten ihr großes Können mit Musik aus Klassik und Romantik. Zum Funkenregen über der Stadt sind Werke von Josef Strauss, Zoltán Kodály, Samuel Barber sowie Antonín Dvorák zu erleben. Die beliebte Sopranistin Rinnath Moriah wird mit ihrer Stimme das Publikum und die Atmosphäre des Abends zusätzlich verzaubern.

 

Beim Konzert „Symphonic Cinema Classics“, mit Hollywoods klassischen Filmmelodien, entsteht am 21. und 31. Juli großes Kino im Kopf: Von „Indiana Jones“ über „James Bond“ und „Vom Winde verweht“ bis zu „The Good“, „The Bad and the Ugly“ sind zahlreiche musikalische Highlights aus der Filmwelt geboten. Kaum ein großartiger Film kann auf imposante und einfühlsame Musik verzichten, die die Stimmung mehr als unterstützt und zur heimlichen Hauptrolle wird. Am Pult steht an diesen Abenden Dietger Holm, der auch die Moderation übernimmt.

 

Die Amerikaner haben Heidelberg verlassen, ihre Musik bleibt. Am 27. Juni um 19.00 Uhr kehrt die US Army Europe Band, gegründet bereits 1940, für ein Gastkonzert auf das Heidelberger Schloss zurück. Was wären die Heidelberger Schlossfestspiele ohne dieses Deutsch-Amerikanische Freundschaftskonzert? Allerding sind Platzkarten aufgrund der beschränkten Kapazitäten unbedingt erforderlich!

 

---------------

 

Karten und weitere Informationen zu allen Veranstaltungen der Heidelberger Schlossfestspiele: www.heidelberger-schlossfestspiele.de sowie an der Theaterkasse | 06221 – 5820.000; tickets@theater.heidelberg.de. Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren!

 

Natürlich gelten auch in diesem Sommer die Eintrittskarten zu allen Veranstaltungen des Festivals am Tag der gebuchten Veranstaltung bereits vier Stunden vor Vorstellungsbeginn als Fahrausweis für Busse, Straßenbahnen und freigegebene Züge im Verkehrsverbund (VRN) sowie die Heidelberger Bergbahn vom Kornmarkt bis zum Schloss (und zurück).

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 26 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑