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»Tannhäuser« von Richard Wagner im Opernhaus Magdeburg

Premiere Sonntag, 5. 11., 17 Uhr.

Tannhäuser hat in Venus die Verkörperung von Sinnlichkeit und Erotik gefunden. Als ihm ihre Liebe zu viel wird, erinnert er sich sehnsüchtig an sein früheres Leben, vor dessen Enge er einst in den Venusberg floh.

Er verlässt sie und trifft Landgraf Hermann sowie seine ehemaligen Freunde Walther, Biterolf, Heinrich, Reinmar und vor allem Wolfram, die ihn nötigen, in ihren Kreis zurückzukehren. Der Landgraf verfolgt damit auch das Ziel, seine Nichte Elisabeth, die den Rebellen seit seiner Flucht als Liebesideal bewahrt, standesgemäß mit Tannhäuser zusammenzubringen. Ein Sängerwettstreit zum Thema »Was ist das Wesen der Liebe?« soll Tannhäuser die Möglichkeit geben, seine Läuterung unter Beweis zu stellen. Dieser ist gern bereit, in Elisabeth ein Gegenbild zu Venus und damit seine wahre Liebe zu erkennen. Doch der Sängerwettstreit eskaliert und zeigt nicht nur Elisabeth und Tannhäuser, dass ihre Vorstellungen von Liebe der Realität nicht standhalten*

Zwei Jahre nach dem »Fliegenden Holländer« entwickelte Richard Wagner in »Tannhäuser« zum ersten Mal seinen unverwechselbaren durchkomponierten Theaterstil. Die enorme Sinnlichkeit, die die Musik besonders in der »Pariser Fassung« mit dem großen Bacchanal im 1. Akt ausstrahlt und die das theater magdeburg erstmals seit Jahrzehnten in Magdeburg zur Aufführung bringt, ist der zentrale Grund für die bis heute andauernde Faszination des Werkes: Auf radikale und kluge Weise zugleich stellt Wagner die ewig aktuelle Frage, was erfüllte Liebe ist und wie sie gelebt werden kann.

 

Musikalische Leitung: GMD Francesco Corti

Regie: Holger Pototzki

 

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