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"Terror" von Ferdinand von Schirach im Theater Osnabrück

Premiere am Sonntag, 14. Mai, 19.30 Uhr, emma-theater. -----

Darf man 164 Menschen opfern, um 70.000 Menschen das Leben zu retten? Über diese Frage muss der Kampfpilot Lars Koch in nur wenigen Minuten entscheiden, als er vor die Wahl gestellt wird, einen von Terroristen gekaperten Linienflug abzuschießen oder ihn in ein ausverkauftes Fußballstadium stürzen zu lassen.

Er beschließt, den Tod weniger zur Rettung vieler in Kauf zu nehmen und zerstört das Flugzeug. Jetzt steht Lars Koch wegen mehrfachen Mordes vor Gericht. Ob er verurteilt oder freigesprochen wird, bestimmen Sie, das Publikum. Denn nachdem Verteidiger und Staatsanwalt ihre Argumente vorgestellt haben und sowohl der Angeklagte als auch Kollegen und Angehörige der Opfer zu Wort gekommen sind, sind Sie selbst aufgefordert, sich ein Urteil zu bilden.

 

Das Stück von Ferdinand von Schirach, 1964 in München geborener Strafverteidiger und Schriftsteller, stellt die Zuschauer, stellvertretend für die Gesellschaft, vor eine schwierige ethische Entscheidung. Um ein Urteil fällen zu können, müssen wir uns ganz persönlich mit den Fragen nach Sicherheit, Freiheit und Verantwortung beschäftigen, die der „Krieg gegen den Terror“ seit Jahren aufwirft. Ein brandaktueller Text, der nach seiner Uraufführung im Oktober 2015 am Deutschen Theater Berlin schon mehr als zwanzig Mal nachinszeniert wurde und damit zu den meistgespielten zeitgenössischen Theaterstücken gehört.

 

Der junge Regisseur Ron Zimmering (geboren 1984 in Dresden) stellte sich beim 6. Spieltriebe Festival mit der Inszenierung DER FINSTERE PLAN DER VINTILA RADULEZCU vor, die danach auch in den regulären Spielplan des emma-theaters übernommen wurde.

 

Inszenierung Ron Zimmering

Bühne, Kostüme Lisa Kruse

Dramaturgie Sven Kleine

 

Koch, Angeklagte/r Elaine Cameron, Janosch Schulte

Nelson, Staatsanwalt/Staatsanwältin Christina Dom, Thomas Kienast

Lauterbach Niklas Bruhn

Vorsitzender Klaus Fischer

Meiser, Nebenkläger/in Elaine Cameron, Janosch Schulte

Biegler, Anwalt/Anwältin Christina Dom, Thomas Kienast

 

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