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Theater Bonn: Eugene O’Neills EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT

Premiere 18 Jan 2019, 19:30 H

Ein einziger Augusttag enthüllt die ganze Tragik der Familie Tyrone: Der Vater, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein geiziger, verbitterter Grundstückspekulant. Die Mutter, eine Morphiumsüchtige, die nach verworrenen Erklärungen sucht für den Tod ihres zweitgeborenen Kindes. Der ältere Sohn, ein Alkoholiker, der wie sein Vater Schauspieler werden wollte, aber daran scheitert. Und schließlich der jüngere Sohn, ein Dichter, der mit Tuberkulose im Sterben liegt, was die Familie als leichte Sommergrippe abtut.

 

 

Copyright: Thilo Beu.

Schon am Mittag wird im Sommerhaus die erste Flasche Whiskey geleert, alle geben sich gegenseitig die Schuld an der Familienhölle, verlieren sich im Rausch und im Verdrängen des allgegenwärtigen Scheiterns, jeder wird zum Verhängnis des anderen. Mit glänzenden Augen träumt die Mutter am Ende des Tages von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern.

Der Nobelpreisträger Eugene O’Neill schrieb mit EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT über seine eigene Familie, „eine tief tragische Geschichte, aber ohne irgendeine gewaltsame dramatische Handlung. Am Schluss sind sie immer noch da, durch die Vergangenheit ineinander verfangen, jeder schuldig und gleichzeitig unschuldig, sich gegenseitig verachtend, bedauernd, liebend, (...) vergebend, aber dazu verdammt, nie vergessen zu können.“ Sein Drama ist ein messerscharfer Blick in die Psyche einer Familie und gleichzeitig eine Analyse über die Vergeblichkeit des amerikanischen Traums.

Martin Nimz ist Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Er ist ein Spezialist für sensible Schauspielerarbeit und psychologische Geschichten. Nach den von Publikum und Presse gelobten Produktionen DIE WILDENTE, DAS FEST, KABALE UND LIEBE, DREI SCHWESTERN und DIE FRAU VOM MEER verwirklicht er mit EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT seine sechste Inszenierung am Theater Bonn.

Besetzung
James Tyrone    Wolfgang Rüter
Mary Tyrone    Sophie Basse
James Tyrone Jr.    Sören Wunderlich
Edmund Tyrone    Gustav Schmidt
Cathleen    Sandrine Zenner

Inszenierung    Martin Nimz
Bühnenbild    Sebastian Hannak
Kostüme     Jutta Kreischer
Video    Thorsten Hallscheidt
Licht    Sirko Lamprecht
Dramaturgie    Male Günther

    24 Jan     19:30 H
    01 Feb     19:30 H
    16 Feb     19:30 H
    20 Feb     19:30 H
    24 Feb     18:00 H

 

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