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Theater in der Josefstadt Wien; Anton Tschechows DER KIRSCHGARTEN

Premiere, Donnerstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr

Die verwitwete Adelige Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach langjährigem Aufenthalt in Frankreich mit ihrer Tochter auf ihr russisches Gut zurück, das von einem prächtigen Kirschgarten umgeben ist. Von der Schönheit der Kirschblüte und den damit verbundenen Kindheitserinnerungen überwältigt, will Ranjewskaja die hohe Verschuldung des Gutes und die damit drohende Zwangsversteigerung nicht wahrhaben. Retten möchte den alten Besitz nun ausgerechnet der Kaufmann Lopachin, der Sohn eines ehemaligen Leibeignen, der auf dem Anwesen aufwuchs.

 

Copyright: Jan Frankl: Otto Schenk

Menschen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs: Einerseits der Abstieg des Adels, andererseits der Aufstieg der Arbeiterklasse. Trotz ernsten Inhalts gelingt Tschechow in seinem letzten Bühnenwerk der Balanceakt zwischen Tragik und Humor.

Tschechows letztes Bühnenwerk, das Humor und Tragik auf einzigartige Weise verbindet, gehört zu seinen ausgereiftesten und psychologisch vielschichtigsten Dramen. Wie in seinen anderen Meisterwerken sollte im Kirschgarten weniger die Melancholie einer überlebten Gesellschaftsschicht als die Unvereinbarkeit der Kräfte der alten und der neuen Zeit aufgezeigt werden. Unter Stanislawskis Regie wurde die Uraufführung 1904 im Künstlertheater in Moskau, einer zu dieser Zeit in Europa maßgeblichen Bühne, ein großer Erfolg. Zwei Jahre später jedoch wurde die Aufführung verboten, da das Stück "in grellen Farben den Niedergang des Adels schildert".
Frank Piontek

Für Amélie Niermeyer ist „Der Kirschgarten“ die erste Sprechtheaterarbeit in Wien – und ihr Josefstadt-Debüt. Die zweifache Nestroy-Preisträgerin Sona MacDonald spielt die schöngeistige Gutsbesitzerin Ranjewskaja, die der Realität ins Auge blicken muss. Raphael von Bargen ist der Unternehmer Lopachin, ein Aufsteiger und Vertreter einer neuen Generation. Die Rolle des alten Dieners Firs adelt Josefstadt-Doyen Otto Schenk.

Bearbeitet von Elisabeth Plessen, Deutsch von Ulrike Zemme

Regie: Amélie Niermeyer
Bühnenbild: Stefanie Seitz
Kostüme: Annelies Vanlaere
Musik: Imre Lichtenberger Bozoki

Mit:
Sona MacDonald (Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, eine Gutsbesitzerin)
Gioia Osthoff (Anja, ihre Tochter)
Silvia Meisterle (Warja, ihre Adoptivtochter)
Götz Schulte (Leonid Andrejewitsch Gajew, Ranjewskajas Bruder)
Raphael von Bargen (Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, ein Kaufmann)
Nikolaus Barton (Pjotor Sergejewitsch Trofimow, ein Student)
Robert Joseph Bartl (Boris Borissowitsch Simeonow-Pischtschik, ein Gutsbesitzer)
Alexander Absenger (Charlotta Iwanowna, eine Gouvernante)
Igor Karbus (Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, ein Kontorist)
Alma Hasun (Dunjascha, ein Dienstmädchen)
Otto Schenk (Firs, ein Diener, ein Greis)
Claudius von Stolzmann (Jascha, ein junger Diener)
Ian Fisher (Iwan, ein Mitbewohner (Live - Musiker))

Vorstellungstermine bis Juni 2020:
Dezember: 5. (Prem.), 6., 12., 19.
Jänner: 2., 11., 12. (15h), 14., 21., 28.
Februar: 10., 22., 23. (15h), 24., 25.
März: 9., 10., 25., 28., 29. (15h u. 19.30h)
April: 4., 5. (15h u. 19.30h), 6., 8., 14., 20. (18h)
Mai: 13., 22., 25., 26.
Juni: 5., 22.
jeweils 19.30h

 

 

 

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