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Theater Kiel auf Erfolgskurs

Die positive Entwicklung der Besucherzahlen des Theater Kiel setzt sich auch in der ersten Hälfte der Spielzeit 2005 | 2006 noch weiter fort.

Bis zum Jahresende 2005 wurden im Musiktheater (Oper und Ballett) Gesamteinnahmen von über 400 000 Euro, im Konzertwesen zirka 121 000 Euro und im Sprechtheater (Schauspiel und Theater im Werftpark) mehr als 386 000 Euro erzielt.

 

Für die Oper Kiel ist in der ersten Hälfte der Spielzeit eine besonders positive Entwicklung der Besucherzahlen zu verzeichnen, der große Zuspruch für Mozarts ZAU-BERFLÖTE (über 95 Prozent) sowie für das Musical SWEET CHARITY von Cy Coleman (fast 84 Prozent) konnte die durchschnittliche Auslastung der Opernvorstellungen im Großen Haus bis Ende des Jahres 2005 auf ca. 73 % erhöhen. Dies ergibt eine prozen-tuale Steigerung der Besucherzahlen von 21,1 % gegenüber dem Vergleichszeitraum in der zurückliegenden Spielzeit sowie eine Verbesserung der Auslastung der O-pernvorstellungen um 12,5 %.

Die Kinderoper SID, DIE SCHLANGE, DIE SINGEN WOLLTE im Klaiber-Studio startete mit fast 93 % Auslastung. Ungebrochenen Zulauf erhielten nach wie vor die Neben-veranstaltungsreihen – „Ensemble International“, „Fülle des Wohllauts“, „Lounge 23“ und „Der Mann ohne Eigenschaften“.

 

Die Zuschauer- und Einnahmeentwicklung der Philharmonischen Konzerte ist weiterhin leicht steigend. Die Auslastung bei den ersten 3 Konzerten schwankt zwi-schen 54 und 73 Prozent. Besonders erfreulich ist es, dass die musikpädagogische Nachwuchsarbeit im klaren Aufwärtstrend ist. Bei den Kinderkonzert-Abonnements wurde mit 548 Abos ein neuer Höchststand erreicht, der im Verhältnis zur Spielzeit 2002/2003 einen Zuwachs an Abonnenten von mehr als 65 % bedeutet.

 

In den ersten Monaten der Spielzeit präsentierte sich das Ballett Kiel neben den Wie-deraufnahmen JIM MORRISON – KÖNIG DER EIDECHSEN und VERSUNKEN IN BLUE im Opernhaus sowie PHASE IV im Schauspielhaus neu auch mit zwei Produktionen im Theater im Werftpark: CAN YOU HEAR ME (mit 72 Prozent) und ONAGER (mit 75 Prozent). Abermals war die Compagnie maßgeblich an dem Erfolg der Musical-Produktion der Oper SWEET CHARITY beteiligt und zudem auch erfolgreicher Botschaf-ter des Theater Kiel bei Gastspiel-Auftritten in Bremen und Fürth.

Die zwei großen Uraufführungen im Opernhaus und die Ballettpremiere PHASE V im Schauspielhaus liegen erst in der zweiten Spielzeithälfte.

 

Das Schauspiel Kiel verzeichnet bis zum 31.12.2005 insgesamt eine Besucherzahl von 23.630 bei 124 Vorstellungen (Großes Haus, Reihe 17, LogeKiel inkl. Gastspilen). Die Platzauslastung liegt mit 86,13 % bei einem überproportionalen hohen Wert: besonders erfolgreich waren das Weihnachtsmärchen im Opernhaus RONJA RÄUBERTOCHTER (97,9 %), die Studioproduktion DIE FRAU VON FRÜHER (knapp 96 %), die Wiederaufnahmen von DIE PHYSIKER (ca. 95,5 %) und OSKAR UND DIE DAME IN ROSA (ca. 98,3 %) sowie die Sonderveranstaltungen in der Reihe 17 (ca. 92,2%).

Im Vergleich zum gleichen Zeitraum der vergangenen Spielzeit ist dennoch ein Besu-cherrückgang von 1.966 Zuschauern zu verzeichnen, was einem Rückgang der Einnahmen in Höhe von 46.448 Euro entspricht. Dabei ist jedoch anzumerken, dass die Auslastung der Vorstellungen im Januar und Februar mit den fast durchgehend annähernd ausverkauften Vorstellungen von DIE DREIGROSCHENOPER, ROMEO UND JULIA und ALICES REISE IN DIE SCHWEIZ sehr hoch ist und auch bei den folgenden Premieren KOMÖDIE IM DUNKELN, VORHER/NACHHER und HEXENJAGD kein substanzieller Einbruch zu erwarten ist.

 

In Bezug auf Besucherzahlen und Einnahmen hat das Theater im Werftpark in der Halbzeitbilanz ein Plus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieses Plus, das hauptsächlich vom SCHIMMELREITER, von SCHWITZENDE MÄNNER IM SCHUHGE-SCHÄFT und OX UND ESEL herrührt, verdankt sich allerdings einem eher junggeblie-benen als wirklich jungem Publikum. Offenbar wurde das Kieler Kinder- und Jugend-theater von dem Trend erfasst, dass immer mehr Eltern den Extra-Obolus für Kul-tur einsparen und daher immer mehr Kindergartengruppen und Klassen auf den The-aterbesuch verzichten. So entstehende Sperr-Minoritäten verhindern, dass Kinder aus strukturschwachen Bereichen mit Kultur in Berührung kommen. Diese Spielzeit war definitiv seit langen Jahren die erste, in der z. B. die Dezember-Kapazitäten nicht aus-geschöpft wurden, und die Perspektive auf die Gruppenbesuche im Janar/Februar/ März ist auch noch nicht ermutigend. Hier holt ein Bundestrend auch das Theater im Werftpark ein, der mit der Qualität der dortigen Produktionen nichts zu tun hat.

 

Mit über 50 Besuchen in Schulen sind die theaterpädagogischen Angebote des Theater Kiel in der ersten Hälfte der Spielzeit 2005 | 2006 wieder ausgiebig genutzt worden. Insge-samt gibt es eine deutlich stärkere Nachfrage nach inszenierungsbegleitenden Veran-staltungen zu Stücken aus allen Sparten (Oper, Konzert, Ballett und Schauspiel). Allein 23 spielpraktische Vorbereitungen und Nachgespräche verteilen sich auf die ZAUBERFLÖTE und den FAUST. Auch Ausbildungsmodule für Referendare und Workshops für LehrerIn-nen erfreuen sich weiterhin großem Zuspruch.

 

Das meiste über uns unter www.theater-kiel.de!

 

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