HomeBeiträge
Theater Magdeburg: "Kátja Kabanová" von Leoš JanáčekTheater Magdeburg: "Kátja Kabanová" von Leoš JanáčekTheater Magdeburg:...

Theater Magdeburg: "Kátja Kabanová" von Leoš Janáček

PREMIERE Samstag 7. 9. 2019, 19.30, Opernhaus / Bühne

Kátja Kabanová lebt mit ihrem Mann Tichon und ihrer Schwiegermutter Kabanicha, einer reichen Kaufmannswitwe, zusammen. Der trunksüchtige Tichon steht stark unter dem Einfluss seiner Mutter, die ihre Schwiegertochter tyrannisiert. Derweil hegt Kátja heimlich Gefühle für Boris, den Neffen des Kaufmanns Dikoj. Als Tichon eine Geschäftsreise antritt, kann sie ihrer Sehnsucht nicht mehr widerstehen und trifft sich mehrfach mit Boris, der ihre Liebe erwidert.

 

Doch Tichon kehrt verfrüht zurück. Ein Gewitter führt schließlich alle Beteiligten in einem verlassenen Gebäude zusammen, wo die verzweifelte Kátja vor Ehemann und Schwiegermutter ihren Fehltritt beichtet. Wenige Tage später wird Boris von seinem Onkel in eine ferne Handelsniederlassung verbannt. Nach seinem Abschied stürzt sich Kátja in den Fluss.

Der Durchbruch als Komponist kam für den Tschechen Leoš Janáček erst im Alter von 61 Jahren mit der Prager Erstaufführung seiner Oper »Jenůfa« im Jahr 1916. Trotz seiner engen Bindung an die tschechische Sprache, deren Melodie und Rhythmik er in Musik überführte, gelang ihm schließlich auch der internationale Erfolg als Opernkomponist. Das Drama um Kátja Kabanová, die als empfindsame Frau an der Bigotterie einer sie umgebenden Kleinstadt-Gesellschaft zerbricht, gestaltete Janáček, den man auch als Vertreter eines »mährischen Verismo« bezeichnet hat, mit einer unvergleichlichen Mischung aus Realismus und Lyrismus.

Libretto von Leoš Janáček
Nach dem Schauspiel »Das Gewitter« von  Alexander Nikolajewitsch Ostrowski in der Übersetzung von Vincenc Červinka
In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Koproduktion mit der Scottish Opera

Musikalische Leitung GMD Anna Skryleva
Regie Stephen Lawless
Bühne / Kostüme Leslie Travers
Choreografie Lynne Hockney
Dramaturgie Thomas Schmidt-Ehrenberg
Choreinstudierung Martin Wagner

Samstag
7. 9. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Samstag
14. 9. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Samstag
5. 10. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Sonntag
13. 10. 2019
16.00 Opernhaus / Bühne
Samstag
2. 11. 2019
19.30 Opernhaus / Bühne
Sonntag
17. 11. 2019
18.00 Opernhaus / Bühne

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑