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Uraufführung: „Geschlossene Spiele“ - Ein Ballett von Demis Volpi nach einem Schauspiel von Julio Cortázar - Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

Premiere am Freitag, 1. Oktober 2021, 19.30 Uhr, im Opernhaus Düsseldorf

In einem argentinischen Lokal treffen Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick wenig zu verbinden scheint. Ein Richter wiegt in der Mittagspause pedantisch seine Möhren, eine amerikanische Touristin möchte ein Huhn um Erlaubnis fragen es zu verspeisen, die Kellner fallen wie aus dem Nichts in Ohnmacht, ein Kunde versucht über Stunden seine Koffer aufzugeben, scheitert aber letztlich am bürokratischen Apparat.

 

Copyright: Ingo Schäfer

Absurd-surreale Begegnungen verweben sich zu einem virtuosen Diskurs über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht, und die Idee des Menschen, in fairer Art und Weise über das Schicksal anderer bestimmen zu können. Als Grundlage für sein erstes Handlungsballett als neuer Chefchoreograph hat Demis Volpi ein Schauspiel von Julio Cortázar gewählt, das mit Scharfsinn nicht nur seinen ursprünglichen Hintergrund, nämlich die Zeit der Militärdiktatur Argentiniens unter J. R. Videla seziert, sondern auch heute noch als Gesellschaftsparabel funktioniert.

Für den Autor Cortázar war der Einbruch des Unbegreiflichen in unsere Wirklichkeit die einzige Möglichkeit, die Realität nachvollziehbar zu machen. Das Entgleiten einer bekannten Situation in etwas Surreales, manchmal sogar Bedrohliches, ist eine Einladung zur vielseitigen choreographischen Umsetzung.

Es ist das erste Handlungsballett, das Demis Volpi als neuer Chefchoreograph für das Ballett am Rhein geschaffen hat.

Empfohlen ab 12 Jahren

    Choreographie
    Demis Volpi
    Musik
    Elliott Carter, Ennio Morricone, Luciano Berio
    Bühne
    Heike Scheele
    Kostüm
    Katharina Schlipf
    Licht
    Bonnie Beecher
    Dramaturgie
    Maurice Lenhard

 

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