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Uraufführung: JUNGE HUNDE nach dem Roman von Christoph Nix im Theater Konstanz Uraufführung: JUNGE HUNDE nach dem Roman von Christoph Nix im Theater... Uraufführung: JUNGE...

Uraufführung: JUNGE HUNDE nach dem Roman von Christoph Nix im Theater Konstanz

PREMIERE 28. SEPTEMBER 2019, SPIEGELHALLE

Wir schreiben das Jahr 1968 – ein weiterer sinnloser, brutaler Krieg schockiert die Welt: Der Vietnamkrieg. Es beginnt zu rumoren. Die Jugend erwacht. Sie schließt sich zusammen und verändert die Welt. Aber in der ländlichen Gegend, in der der 15-jährige Menz aufwächst, kommt wenig von den Revolutionen der Zentren an. Dabei hat Menz so viele Fragen: Haben die gleichen Züge, die ihn in die Schule der nächsten Kleinstadt bringen, auch Juden nach Ausschwitz deportiert? Warum sind in der Schule noch immer Lehrer, die begeistert bei den Nazis mitgemacht haben? Warum erzählt einem Niemand vom Kommunismus?

 

Aus den unbeantworteten Fragen erwächst Wut und aus der Wut der Wille, selber aktiv zu werden – Menz will mit seiner Ho-Chi-Minh-Gruppe die Revolution in die Kleinstadt bringen! Schnell geraten sie dadurch ins Visier der Polizei und der strengen Lehrerschaft. Dabei hat Menz noch ganz andere Sehnsüchte: Er will sich endlich verlieben. Und: Er hat ein Geheimnis, eines über das er lange schweigt.

Der handlungsreiche Coming-of-Age Roman zeigt den Weg eines jungen Menschen in den linken Widerstand. Heute, in einer Zeit zwischen Politikverdrossenheit und Aktionismus, muss sich jeder die Fragen stellen: Wann beginnt mein Widerstand?

Oliver Vorwerk war Schauspieler am Schauspielhaus Bochum, dem Theater des Westens in Berlin, dem Theater Bremen und dem Theater Köln. Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Günter Krämer, Claus Peymann und Werner Schroeter. Ab Anfang der 90er Jahre begann er, zunächst am Staatstheater Mainz, selbst Regie zu führen.
1997 und 1998 wurden seine Produktionen »Die Eroberung des Südpols« von Manfred Karge und »Gärten des Grauens« (UA) von Daniel Call zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen und letztere auch mit dem Jurypreis ausgezeichnet. Seit 2010 arbeitet er regelmäßig und erfolgreich am Theater Konstanz. Hier inszenierte er u.a. die Uraufführung von Eva Rottmanns »Die toten Tiere«, sowie in der Spielzeit 2013/14 »Der gestiefelte Kater« nach Ludwig Tieck und Das Spiel ist aus von Sartre. 2014/15 inszenierte er »Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas« von Walter Hasenclever und Kurt Tucholsky, 2015/2016 »Ritter, Dene, Voss« von Thomas Bernhard. 2015/2016 eröffnete er die Spielzeit am TAK Theater in Liechtenstein mit »Gilgamesh« nach Raoul Schrott. In der Spielzeit 2017/2018 inszenierte er »Aby Warburg. Gespräche mit einem Nachtfalter« von Gerd Zahner fürs Theater Konstanz im Kult-X Kulturzentrum Kreuzlingen. In der Spielzeit 201872019 führte er am Theater Konstanz Regie in »Eine Art Liebeserklärung« von Neil LaBute.

Jugendstück nach dem Roman von Christoph Nix
14 +

REGIE Oliver Vorwerk
AUSSTATTUNG Elena Bulochnikova
MUSIK Jan Fries DRAMATURGIE Anna-Lena Kühner
THEATERPÄDAGOGIK Lela Pauline Mader, Annika Stross

MIT Sarah Siri Lee König, Jana Alexia Rödiger; Ralf Beckord, Axel Julius Fündeling, Sebastian Haase. Arlen Konietz, Peter Posniak

 

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