Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Petruschka / Le Sacre Du Printemps" (Das Frühlingsopfer) - Tanzabend von Alba Castillo und Sergei Vanaev - Stadttheater BremerhavenUraufführung: "Petruschka / Le Sacre Du Printemps" (Das Frühlingsopfer) -...Uraufführung:...

Uraufführung: "Petruschka / Le Sacre Du Printemps" (Das Frühlingsopfer) - Tanzabend von Alba Castillo und Sergei Vanaev - Stadttheater Bremerhaven

PREMIERE 12. März 2022, 19:45 Uhr // Großes Haus

Mit den Ballettklassikern «Petruschka» und «Le sacre du printemps» wird sowohl der 140. Geburtstag Igor Strawinskys als auch das Bremerhaven-Debüt von Alba Castillo gefeiert. Strawinskys Faible für Magisches führt in «Petruschka» auf einen Jahrmarkt, auf dem drei Marionetten eines Puppenspielers zum Leben erweckt werden. Es entspinnt sich ein Spiel um Verführung und Eifersucht, das tödlich endet.

 

 

 

 

 

Copyright: Stadttheater Bremerhaven

Alba Castillo, die Tänzerin aus Valencia, die jüngst für das Philadelphia Ballet und das Scapino Ballet Rotterdam gearbeitet hat und seit 2020 ihre eigene Compagnie Snorkel Rabbit leitet, wird für die Choreografie und Inszenierung von «Petruschka» verantwortlich zeichnen.

Den zweiten Teil, «Le sacre du printemps», inszeniert und choreografiert Vanaev. Strawinskys «leuchtende Auferstehung der Natur» überrascht durch ihren innovativen Umgang mit Rhythmus und Klangstruktur. Musikalisch hat sich Strawinsky von der spätromantisch-impressionistischen Klangfarbe des Feuervogels emanzipiert und entwickelt in «Petruschka» volkstümliche Szenen mit dissonanten Zwischentönen, legt Leierkasten- und Walzerzitate collagenartig übereinander und überrascht mit rhythmischer Komplexität an der Grenze zwischen Realität und Fiktion.

Die Uraufführung von «Le sacre du printemps» 1913 wurde zu einem handfesten Theaterskandal. Strawinskys innovativer Umgang mit Rhythmus und Klangstruktur löste Gelächter und Tumult aus, wurde als Reinfall empfunden und das in der Handlung geforderte Menschenopfer als primitiv und blasphemisch. Dabei will Strawinsky die «leuchtende Auferstehung der Natur» schildern. Diese kommt aber nicht als sonniger Frühling mit Bauchkribbeln daher. Sie ist innerer Kampf, unverfrorenes Aufbegehren, Sezieren unter dem Mikroskop. Die Urgewalt der Szenerie paart sich mit unerbittlich dynamischer, Grenzen sprengender Musik zu einem Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.


PETRUSCHKA / LE SACRE DU PRINTEMPS (UA)
Tanzabend von Alba Castillo und Sergei Vanaev

 PETRUSCHKA
MUSIKALISCHE LEITUNG                           Marc Niemann
CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG      Alba Castillo
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ         Wen-Hua Chang
BÜHNE & KOSTÜME                                     Darko Petrovic
DRAMATURGIE                                              Joanna Willenbrink

MIT    
Ting-Yu Tsai, Stefano Neri, Renan Carvalho, Melissa Festa, Lidia Melnikova, Alícia                      
Ming-Hung Weng, Giusy Fanaro, Luca Di Giogio, Navas Otero, Tanaka Lionel Roki, Nicole Llauradó Neve, Lavinia Tinagli

LE SACRE DU PRINTEMPS (DAS FRÜHLINGSOPFER)

MUSIKALISCHE LEITUNG                           Marc Niemann
CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG      Sergei Vanaev
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ         Wen-Hua Chang
BÜHNE                                                                Johannes Bluth
KOSTÜME                                                         Sergei Vanaev
DRAMATURGIE                                              Joanna Willenbrink

MIT                                                                        
Tanaka Lionel Roki, Stefano Neri, Ting-Yu Tsai, Ming-Hung Weng, Renan Carvalho, Melissa Festa, Volodymyr Fomenko, Lidia Melnikova, Alícia Navas Otero, Giusy Fanaro, Luca Di Giorgio, Nicole Llauradó Neve, Lavinia Tinagli

Philharmonisches Orchester Bremerhaven

Die nächsten Termine:  20. März 2022 (15:00 Uhr) / 25. März 2022 (19:30 Uhr) / 1. April 2022 (19:30 Uhr) / 7. April 2022 (19:30 Uhr) / 16. April 2022 (19:30 Uhr) / 30. April 2022 (19:30 Uhr)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑