Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: IDENTITY 2.0 von Gregor Zöllig im Theater BielefeldURAUFFÜHRUNG: IDENTITY 2.0 von Gregor Zöllig im Theater BielefeldURAUFFÜHRUNG: IDENTITY...

URAUFFÜHRUNG: IDENTITY 2.0 von Gregor Zöllig im Theater Bielefeld

PREMIERE 24.03.2012, 19:30 Uhr, Stadttheater. -----

Im berühmten Höhlengleichnis legt der griechische Philosoph Platon dar, dass der Mensch mit seinen beschränkten Sinnen lediglich die Schatten der Dinge wahrnehmen kann, nicht aber die Dinge selbst.

 

Somit leben wir nach Platons Überzeugung in einer Welt aus Abbildern, die für uns die Realität bedeuten. Im digitalen Zeitalter hat sich die Anzahl der Abbilder, von denen wir umgeben sind, ins Unendliche potenziert. Die unterschiedlichen Medien und Kommunikationshilfen unserer Zeit ermöglichen uns durch einen Mausklick, Abbilder von uns selbst zu produzieren und in Umlauf zu bringen. Somit erscheint unser »wahrer Kern« zersplittert in Tausenden von Fotos, Internet-Profilen, SMS-Texten, E-Mails, Blogs, Videos und Chat- Unterhaltungen.

 

Einerseits versuchen wir, unser Image in der Medienwelt zu kontrollieren, zu pflegen und sogar immer wieder neu zu erfinden. Andererseits gerät dieses Image mehr und mehr außer Kontrolle, da sich die Daten im unendlichen Netz verlieren. So bleibt Platons Frage nach der Wahrheit, nach der Kern-Realität, die gleiche. Ist die Welt der Medien die, die uns eine neue Identität, Ruhm oder gar Glück verheißt? Oder ist es nur eine Schein- und Schattenwelt, die wir immer wieder aufs Neue produzieren?

 

Choreograph Gregor Zöllig geht in seinem Tanzstück der Frage nach, ob wir mit Hilfe der heutigen virtuellen Welten tatsächlich unseren Lebensträumen näher kommen oder ob wir nicht doch eher auf die große Illusions-Maschinerie hereinfallen und uns zu Lebenslügen verführen

lassen.

 

Choreographie Gregor Zöllig in Zusammenarbeit mit den Tänzern Bühne und Kostüme Hank Irwin Kittel Dramaturgie Diether Schlicker

 

Mit Gianni Cuccaro, Anna Eriksson, Dirk Kazmierczak, Adrian Look, Tiago Manquinho, Kristin Mente, Wilson Mosquera Suarez, Brigitte Uray, Simon Wiersma, Elvira Zuñiga

 

31.03.2012, 19:30

11.04.2012, 20:00

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑