Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: TRAUMWÄSCHEREI im Sensemble Theater i.d. Kulturfabrik AugsburgUraufführung: TRAUMWÄSCHEREI im Sensemble Theater i.d. Kulturfabrik AugsburgUraufführung:...

Uraufführung: TRAUMWÄSCHEREI im Sensemble Theater i.d. Kulturfabrik Augsburg

Premiere 2. August 2017 - 20:30. -----

Die Menschen sind auf der Flucht: vor Krieg, ökologischen Katastrophen, auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Verlockungen der Welt scheinen dabei „Inseln der Freude“, die sich aber früher oder später als Illusion oder gar Bedrohung herausstellen. Der Mensch hetzt von einer Insel zur nächsten - und stellt schließlich fest, dass seine Flucht eine Flucht vor sich selbst ist.

Was bedeutet es, im Exil zu leben und arbeiten? Diese Frage und 2 Gedichte der Schriftstellerin Rose Ausländer (Niemand; Noch bist du da) sind Ausgangspunkt für die Arbeit des ukrainischen Regisseurs Oleg Melnichuk aus Czernowitz/Bukowina als Artist-in-residence im Sensemble.

 

Konzept und Regie: Oleg Melnichuk

mit Florian Fisch, Birgit Linner, Daniela Nering

Produktionsleitung: Gianna Formicone

 

In Kooperation mit Hoher Weg e.V. und dem Friedensbüro der Stadt Augsburg

 

Auch DO, 3. August, 20.30

 

Über das Artist-in-Residence-Projekt:

 

Zum dritten Mal ist ein Künstler aus einem Donau-Anrainerstaaten eingeladen, über mehrere Monate hinweg in Augsburg zum Thema „Konfliktpotenzial Religion und die Utopie des Friedens“ zu arbeiten. Einzige Vorgabe für die Kuratoren Sebastian Seidel und Anne Schuester vom Sensemble Theater: Der Artist in Residence 2017 sollte aus Czernowitz kommen. Czernowitz, im Norden der Bukowina in der Westukraine und ca. 16 Autostunden von Augsburg entfernt, verbindet mit Deutschland eine reiche deutschsprachige literarische Tradition, Rose Ausländer oder auch Paul Celan stammen von dort. Seit 20 Jahren gibt es zudem eine Partnerschaft zwischen dem Bezirk Schwaben und der Bukowina.

 

Auf Oleg Melnichuk fiel die Wahl, da er als Leiter des unabhängigen Theaterlabor Czernowitz innovativ und kritisch arbeitet, experimentiert und nach neuen Theaterformen und Ausdrucksmitteln sucht. 1975 in Czernowitz geboren, gründete Melnichuk nach verschiedenen Stationen in Kiew und Czernowitz als Theaterleiter und Schauspieler 2011 das Theaterlabor. Von Beginn kooperieren Melnichuk und sein Theaterlabor mit Theatern aus Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich und präsentieren eigene Arbeiten auf internationalen Theaterfestivals wie z. B. dem Poesiefestival Meridian Czernowitz. Ziel ist es, künstlerisch Brücken zwischen Nationen, Ethnien und Religionen zu bauen.

 

Im Herbst 2017 / Frühjahr 2018 wird die Arbeit auf Ost-Europa-Tournee gehen und auf verschiedenen Festivals zu sehen sein.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑