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"Woyzeck" von Georg Büchner im Residenz Theater München

Premiere 21. Juni 2007, 20.00 Uhr.

 

Woyzeck spielt in einer apokalyptischen Welt „nach der Katastrophe“, die sich aus Erinnerungsfragmenten zusammensetzt.

Der Protagonist Woyzeck macht eine Sturzbewegung durch: Er steht erst vor der Welt, dann in der Welt und löst sich schließlich in ihr auf. Am Anfang tritt er als souverän beobachtendes Subjekt auf – ebenso wie der Idiot und die Großmutter, die das schlimmste Märchen erzählt, das man heute erzählen kann: das Märchen vom Verschwinden der Hoffnung. Die Gesetze dieser Welt reißen Woyzeck aus seiner Beobachterposition heraus, hinein in einen Kampf, dem er unterliegen muss, weil er dessen Bedingungen weder verstehen noch beeinflussen kann. Doktor, Hauptmann und Tambourmajor repräsentieren Gewalten, die Woyzeck unterwerfen. Menschenversuche, Gehorsam und rohe Sexualität bestimmen seine Existenz. Der anfängliche Beobachter Woyzeck wird zum Objekt dieser unmenschlichen Welt: Er verliert sich in ihr bis hin zum Mord an Marie, der Mutter seines Sohnes.

 

Cornelia Froboess Juliane Köhler Barbara Melzl Robert Joseph Bartl Rainer Bock Marcus Calvin Jens Harzer Felix Rech Arnulf Schumacher Werner Wölbern

 

Regie Martin Kušej Bühne Martin Zehetgruber Kostüme Su Sigmund Musik Bert Wrede

 

 

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