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Zukünftige Kooperation von Bremer Tanztheater und Tanzcompagnie des Oldenburgischen Staatstheaters

„Tanzcompagnie Nord-West“ (Arbeitstitel) ab 2007/08.

Markus Müller, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters und Hans-Joachim Frey, designierter Generalintendant des Bremer Theaters, stellten das Konzept der zukünftigen Zusammenarbeit beider Häuser im Bereich Tanztheater vor.

Ausgangspunkt und Ziele:

Basis ist eine langfristig angelegte Kooperation zwischen der Tanzcompagnie des Oldenburgischen Staatstheaters und dem Bremer Tanztheater. Die Tanzcompagnie Oldenburg und das Bremer Tanztheater gehen jeweils von einem eigenständigen künstlerischen Profil aus, um sich als zwei gleichgewichtige Partner zu begegnen und gemeinsam eine starke Doppelcompagnie, die „Tanzcompagnie Nord-West“ (Arbeitstitel), zu bilden, die als neue, gemeinsame Dachmarke regional, aber auch international etabliert werden soll. Grundgedanke ist die Stärkung, Profilierung und der kontinuierliche Ausbau des zeitgenössischen Tanztheaters in der Region Bremen/Oldenburg. Die Kooperation bietet die Möglichkeit einen erweiterten Spielplan zu präsentieren, der attraktive Gastspiele im In- und Ausland gewährleisten und zur Gewinnung neuer Publikumsschichten beitragen soll.

 

Organisationsstruktur:

Sowohl in Bremen als auch in Oldenburg werden eigenständige Tanzsparten mit jeweils 10 fest engagierten Tänzerinnen und Tänzern bestehen. Die Tanzcompagnie des Oldenburgischen Staatstheaters und das Bremer Tanztheater arbeiten unter der Leitung eines neu geschaffenen Direktoriums an jedem Haus mit einem Choreographen in Residenz. Darüber hinaus ist die Verpflichtung von Gastchoreographen vorgesehen.

 

Geplant sind pro Spielzeit jeweils zwei Produktionen in Oldenburg und in Bremen sowie eine gemeinsame große Produktion mit allen zwanzig Tänzern. Alle fünf Neuproduktionen einer Spielzeit werden sowohl in Oldenburg als auch in Bremen als Repertoire gezeigt. Durch den Austausch der Produktionen werden Synergieeffekte sowie eine große Vielfalt im Spielplan gewährleistet.

 

Als Choreograph in Residenz für die Tanzcompagnie des Oldenburgischen Staatstheaters wird ab der Spielzeit 2007/08 der Hamburger Choreograph Jan Pusch verpflichtet. Analog laufen Verhandlungen mit dem Bremer Spartenleiter Urs Dietrich für das Bremer Tanztheater.

Sie werden jeweils eine Choreographie pro Spielzeit kreieren und sind darüber hinaus für die Zusammenstellung und choreographische Betreuung der Ensembles verantwortlich. Sie beraten das Direktorium bei der Auswahl der Gastchoreographen und der künstlerischen Weiterentwicklung der Compagnien.

 

Die Leitung der neuen Doppelcompagnie obliegt einem zweiköpfigen Direktorium: Direktor wird Honne Dohrmann, leitende Dramaturgin, Dr. Patricia Stöckemann. Das Direktorium zeichnet verantwortlich für das Repertoire des Ensembles, seine ästhetische Ausrichtung, das gemeinsame Budget der neuen Struktur, die Verpflichtung der Gastchoreographen und die Außenvertretung der Doppelcompagnie.

 

Die neue Tanzcompagnie Nord-West (Arbeitstitel) untersteht dem Oldenburger Generalintendanten Markus Müller sowie dem designierten Bremer Generalintendanten Hans-Joachim Frey. Die Teilcompagnien Bremer Tanztheater und Tanzcompagnie Oldenburg bleiben wirtschaftlich ihren jeweiligen Häusern angegliedert. Alle Aktivitäten werden unter dem eigenständigen Corporate Design und auf der eigenen Website der Tanzcompagnie Nord-West (Arbeitstitel) kommuniziert.

 

Als Gastchoreographen sollen möglichst profilierte in- und ausländische Künstler verpflichtet werden, die dem Tanztheater und dem zeitgenössischem Tanz nahe stehen. Wiederaufnahmen berühmter Choreographien sind denkbar, vorzugsweise von den Originalchoreographen neu einstudiert.

 

Die ersten beiden Premieren sind für den 19. und 20. Oktober 2007 vorgesehen.

 

Direktorium:

 

Honne Dohrmann, Kulturmanager, Kurator, Projektentwickler.

Geschäftsführender Gesellschafter von kultur nord – kulturmanagement, Oldenburg.

Vorsitzender des Theaterbeirates im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Nach Studium der Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaften M.A. an der FU Berlin.

TV-Journalist bei RIAS TV und NDR (1989-1992). Programmkoordinator in der Kulturetage Oldenburg (1991-1998). Seit 1993 Mitglied im IETM – Informal European Theatre Meeting. Als Kurator, Dozent und Berater berufliche Reisen in mehr als 30 Länder. Arbeitsschwerpunkte: zeitgenössischer Tanz; Performing Arts in nicht- westlichen Ländern, Entwicklung regionaler und internationaler Netzwerke.

Leitete in verschiedenen Funktionen zahlreiche Tanz-und Theaterfestivals, u.a. TANZ Bremen, LAOKOON – das Kampnagel Sommerfestival, POLYZENTRAL. In der Spielzeit 2006/2007 Kurator der Internationalen Tanztage am Oldenburgischen Staatstheater.

Ab der Spielzeit 2007/08 Direktor der „Tanzcompagnie Nord-West“ (Arbeitstitel)

 

Dr. Patricia Stöckemann, Tanzautorin, Tanzjournalistin, Dramaturgin. Redakteurin der Zeitschrift tanzdrama (1987-2003) und tanzjournal (2003/04). Vorstandsmitglied und Programmleiterin der Mary Wigman-Gesellschaft. Arbeitete als Lehrbeauftragte für Tanzgeschichte und Tanztheorie an verschiedenen Akademien, Hochschulen und Universitäten; Vortragstätigkeit im In- und Ausland; Kuratorin von Tanzausstellungen. Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeiten und Publikationen ist der (moderne) Tanz in Deutschland. Zuletzt erschien u.a. »Etwas ganz Neues muß nun entstehen«. Kurt Jooss und das Tanztheater (2001). Seit 2004 Dramaturgin beim Bremer Tanztheater unter der Leitung von Urs Dietrich.

Ab der Spielzeit 2007/08 leitende Dramaturgin der „Tanzcompagnie Nord-West“ (Arbeitstitel)

 

Choreograph in Residenz am Oldenburgischen Staatstheater:

Jan Pusch, Choreograph, Regisseur und Komponist. Musikalische Ausbildung an Klavier und Violoncello; Tanzausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a. M. und der Heinz Bosl Stiftung, München. Engagements als Tänzer u.a. beim Bonner und beim Hamburg Ballett unter John Neumeier. Seit 1994 freischaffender Choreograph/Regisseur und Komponist. Neben eigenen, freien Produktionen, vornehmlich in Hamburg arbeitet er als Gastchoreograph und Regisseur für verschiedene Ensembles und vermittelt seine Arbeitsansätze in Workshops. 1999 1. Preis des Internationalen Solo-Tanz-Theater-Festivals, Stuttgart für das Tanzsolo „Please help yourself“. Kritikerpreis beim Int. Wettbewerb für Choreografen, Hannover 2001 für "Into the Blue", Solo I. Zahlreiche Nationale und Internationale Gastspiele mit eigenen Produktionen, u.a. Beirut, Ankara, Thessaloniki, Prag, Malta. Tourneen durch Russland, Lateinamerika, Indien und Japan.

 

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