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Zum Tod von Hermann Becht - Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihr langjähriges Ensemblemitglied

Hermann Becht ist im Alter von 69 Jahren völlig unerwartet in seiner süddeutschen Heimat verstorben. Der Bassbariton zählte zu den großen Namen des Rheinopern-Ensembles, dem er seit 1974 angehörte. Über 30 Jahre lang begeisterte er sein Publikum als hervorragender Sänger und Bühnendarsteller.

Mit zahlreichen großen Partien seines Fachs von Mozart (Graf Almaviva in Le nozze di Figaro) über Beethoven (Rocco und Pizarro in Fidelio), Puccini (Gianni Schicci), Wagner (Telramund in Lohengrin, Holländer und Daland in Der fliegende Holländer, Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg, Hunding in Die Walküre), Strauss (Orest), Janacek (Dikoj in Katja Kabanowa), Borodin (Fürst Igor) bis Berg (Wozzeck) hat Hermann Becht das vielfältige Repertoire der Rheinoper geprägt. Unvergessen bleibt er als Alberich in Wagners „Der Ring des Nibelungen“.

 

Hermann Becht genoss auch international hohes Ansehen. Er sang an nahezu allen bedeutenden Bühnen der Welt, u.a. in New York, San Francisco, Tokio, Paris, London und Moskau. Seine Engagements führten ihn zu den Salzburger Festspielen, Münchener Opernfestspielen und Wiener Festwochen. Seit 1979 war er ständiger Gast bei den Bayreuther Festspielen.

 

Für die Aufnahme des „Alberich“ im Bayreuther „Jahrhundert-Ring“ von Patrice Chereau und unter der musikalischen Leitung von Pierre Boulez wurde er 1984 mit einem Goldenen Grammy ausgezeichnet. 1992 wurde er zum Kammersänger ernannt. Im August 1999 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

„Hermann Becht wird in Erinnerung bleiben – als herausragender Künstler mit großer Ausstrahlung und als liebenswürdiger Kollege, dessen Wirken von hoher künstlerischer Verantwortung und Leidenschaft getragen war“, erklärte Generalintendant Prof. Tobias Richter gestern in Düsseldorf.

 

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