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Axel Kober wird neuer Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein

Düsseldorf/Duisburg: Nachdem vor wenigen Wochen Andrey Boreyko zum neue Generalmusikdirektor der Düsseldorfer Symphoniker ernannt wurde, steht mit Axel Kober nun auch der designierte GMD der Deutschen Oper am Rhein fest. Zeitgleich mit dem neuen Generalintendanten Christoph Meyer und dem neuen Ballettdirektor Martin Schläpfer wird er sein Amt zur Spielzeit 2009/10 antreten.

 

Der Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein hat in seiner Sitzung am 30. Juni 2008 in Duisburg Axel Kober zum neuen Generalmusikdirektor berufen. Kober ist derzeit Musikdirektor in Leipzig und soll zum Beginn der Spielzeit 2009/2010 den bisherigen DOR-Chefdirigenten John Fiore ablösen.

 

"Axel Kober ist nicht nur der Wunschkandidat des künftigen Intendanten der Deutschen Oper am Rhein, er ist auch der Wunschkandidat der Düsseldorfer Symphoniker und der Duisburger Philharmoniker als GMD“, so Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe nach der Personalentscheidung: „Kober verfügt über ein umfangreiches Opernrepertoire, das er sich unter anderem während seiner Zusammenarbeit mit Hans Wallat, Adam Fischer und Riccardo Chailly aufgebaut hat. Ich freue mich, dass Hans Wallat als Ehrendirigent der Düsseldorfer Symphoniker Axel Kober nachdrücklich empfohlen hat."

 

Der zukünftige Intendant der Deutschen Oper am Rhein, Christoph Meyer, hatte im Vorfeld dieser Personalentscheidung einen Konsens mit den Orchestervorständen und den künstlerischen Beiräten in Duisburg und Düsseldorf erzielt und freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir sehen in ihm eine Persönlichkeit, die hervorragend geeignet ist, die vielfältigen Aufgaben des GMD der DOR umzusetzen und vor allem in musikalischer Hinsicht weiterzuentwickeln.“

 

Axel Kober wurde am 10. Februar 1970 in Kronach geboren. Sein Dirigierstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Prof. Peter Falk und Prof. Günther Wich. Außerdem nahm er an einer zweijährigen Meisterklasse für Liedbegleitung bei Irvin Gage an der Zürcher Musikhochschule teil. Sein erstes Engagement führte ihn 1994 an das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. Von 1998 bis 2003 arbeitete er am Theater Dortmund, zuletzt als Erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors. Die Übergangsspielzeit 2001/2002 leitete er gemeinsam mit dem kommissarischen GMD Hans Wallat. Höhepunkte seiner Dortmunder Tätigkeit waren die musikalische Leitung von Gustave Charpentiers Opern „Louise“ und „Julien“ (Regie John Dew) sowie seine Einstudierungen von Umberto Giordanos „André Chénier“ und Giacomo Puccinis „Turandot“.

 

2003 wechselte Kober an das Nationaltheater in Mannheim, wo er 2005/2006 zum Stellvertreter des Generalmusikdirektors und ein Jahr später zum kommissarischen Generalmusikdirektor ernannt wurde. Er dirigierte zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen am Nationaltheater, unter anderem „Wozzeck“, „Le Nozze di Figaro“, „Turandot“, „Freischütz“, „Tristan und Isolde“, „Lohengrin“, „Tannhäuser“, „Parsifal“, „Ariadne auf Naxos“, „Hänsel und Gretel“, „Madama Butterfly“, „Carmen“, „La Traviata“, „Aida“, „Il Trovatore“, „Simon Boccanegra“, „Un Ballo in Maschera“ und „Otello“.

Axel Kober war ständiger Gast an der Oper Leipzig, wo er 2003 mit Webers „Freischütz“ debütierte. Es folgten Wiederaufnahmen von „La Bohème“, „Tannhäuser“, „Aida“ „Carmen“ sowie „Tristan und Isolde“. In der Spielzeit 2006/2007 übernahm er die Neueinstudierung von „Lohengrin“. Sein Debut im Großen Concert des Gewandhausorchesters gab er im Januar 2007, was zu jährlichen Folgeeinladungen in dieser renommierten Konzertreihe führte (geplant bis 2011).

 

Gastspiele führten ihn auch an die königliche Oper in Kopenhagen, das Staatstheater Nürnberg, das Tiroler Landestheater Innsbruck, zum Philharmonischen Orchester Halle und zum NDR Sinfonieorchester Hamburg.

Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Axel Kober Musikdirektor der Oper Leipzig und leitet gemeinsam mit Riccardo Chailly musikalisch die Oper. Dort hat er das renovierte Opernhaus mit einer Neueinstudierung des „Rienzi“ eröffnet. Außerdem hat er die Premieren einer Schönberg-Trilogie und eines Stravinsky-Ballettabends sowie die Wiederaufnahmen von „Lohengrin“, „Parsifal“ und „La Bohème“ geleitet. Zukünftige Engagements werden Axel Kober unter anderem an die Wiener Volksoper führen.

 

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