Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
,BLUTIGE OSTERN‘: CAVALLERIA RUSTICANA von Pietro Mascagni - PAGLIACCI von Ruggero Leoncavallo - Oldenburgisches Staatstheater,BLUTIGE OSTERN‘: CAVALLERIA RUSTICANA von Pietro Mascagni - PAGLIACCI von...,BLUTIGE OSTERN‘:...

,BLUTIGE OSTERN‘: CAVALLERIA RUSTICANA von Pietro Mascagni - PAGLIACCI von Ruggero Leoncavallo - Oldenburgisches Staatstheater

Premiere: Sa 19. März 2022, 19.30 Uhr, Großes Haus

Er wolle aus den Abgründen des wahren Lebens schöpfen, echte Tränen und Wut zeigen, erklärte Ruggero Leoncavallo im Prolog seiner Oper ‚Pagliacci‘ und lieferte damit nicht nur das zentrale Manifest für den musikalischen Verismo, sondern auch eine Steilvorlage für die grundsätzliche Auseinandersetzung mit Theater: Was ist Realität, was ist Spiel? Und kann man dazwischen überhaupt eine klare Linie ziehen?

 

Copyright: Oldenburgisches Staatstheater

Für Regisseur Dietrich Hilsdorf steht schon lange außer Frage, dass die beiden Kurzopern ‚Cavalleria rusticana‘ und ‚Pagliacci‘ im Laufe der gemeinsamen Aufführungsgeschichte zu einem Werk zusammengewachsen sind, das er ‚Blutige Ostern‘ nennt: Im ‚Male Pasqua!‘-Fluch der Santuzza kulminiert die ganze menschliche und emotionale Grausamkeit des dörflichen Miteinanders, der die Menschen schonungslos ausgeliefert sind. Gepaart mit expressiver Musiksprache bildet sie eine packende Grundlage für die naturalistische Darstellung eines Geschehens, das die Zuschauenden auf der Bühne ebenso irreführt wie jene im Zuschauerraum ...

 Hilsdorf ließ sich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a. M. zum Schauspieler ausbilden und wechselte sehr bald in das Regiefach. Seit 1978 hat er in den Bereichen Schauspiel, Oper und Musical weit über 150 Inszenierungen in ganz Deutschland sowie in Catania und Wien erarbeitet. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren sein Mozart-Zyklus in Gelsenkirchen, seine Händel-Oratorien in Bonn, seine Puccini-Inszenierungen an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg sowie seine intensive Auseinandersetzung mit Verdi in Essen. Mit der Inszenierung des Musicals ‚Jekyll & Hyde‘ in Bremen wurde er zum „Musical-Regisseur des Jahres 1999“ ernannt. 2007 wurde Hilsdorf für die Regie von ‚Die Liebe zu den drei Orangen‘ an der Oper Chemnitz der Deutsche Theaterpreis Der Faust in der Kategorie „Beste Opernregie“ verliehen. Mit den beiden Verismo-Opern ‚Cavalleria rusticana‘ und ‚Pagliacci‘, die er unter dem Titel ‚Blutige Ostern‘ zu einem Stück vereint, arbeitet er nun zum ersten Mal am Oldenburgischen Staatstheater und mit dem dortigen Sängerensemble.

Musikalische Leitung: GMD Hendrik Vestmann,
Regie: Dietrich Hilsdorf,
Bühne: Dieter Richter,
Kostüme: Nicola Reichert,
Dramaturgie: Stephanie Twiehaus,
Chor: Thomas Bönisch/ Piotr Fidelus

mit: Erica Back, Martyna Cymerman, Jason Kim, Melanie Lang, Leonardo Lee, Johannes Leander Maas, Ann-Beth Solvang, Kihun Yoon

Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester
Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters

weitere Termine im März: Do 24.03. und Mi 30.03, jeweils um 19.30 Uhr
Einführung jeweils 30 Min. vor Vorstellungsbeginn, auch bei der Premiere

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑