Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
BOLÉRO / LE SACRE DU PRINTEMPS - JOHAN INGER / MARIO SCHRÖDER - Leipziger Ballett - Oper LeipzigBOLÉRO / LE SACRE DU PRINTEMPS - JOHAN INGER / MARIO SCHRÖDER - Leipziger...BOLÉRO / LE SACRE DU...

BOLÉRO / LE SACRE DU PRINTEMPS - JOHAN INGER / MARIO SCHRÖDER - Leipziger Ballett - Oper Leipzig

Premiere am Samstag, 3. Februar 2018, 19 Uhr, Oper Leipzig

Zwei skandalumwitterte Ballettmusiken, die in ihrem Charakter unterschiedlicher kaum sein können, treffen in diesem Doppelabend aufeinander. »Walking Mad«, das Tanzstück des Schweden Johan Inger, ist eine Hommage sowohl an Maurice Ravels legendären »Boléro« als auch an die Freuden körperlicher Sinnlichkeit. Im Takt des immer wieder variierten Grundmotivs kreist der Tanz um menschliche Beziehungen, unaufhaltsam und immer schneller werdend dem finalen Crescendo entgegen. Zwischen intensivster körperlicher Anspannung und herrlich grotesker Slapstick wird geflirtet, gerangelt, geliebt und natürlich ordentlich gestritten.

 

 

 

Copyright: c Kirsten Nijhof

Johan Inger, geboren 1967 in Stockholm, absolvierte seine Tanzausbildung an der Königlichen Ballettschule Schweden und der National Ballet School in Kanada. Noch während seiner Karriere als Tänzer und Solist, u. a. am Königlichen Schwedischen Ballett und dem Nederlands Dans Theater (NDT), erfolgte 1995 sein preisgekröntes Debüt als Choreograf. Seine Arbeit führte ihn seither an namhafte Häuser in ganz Europa.

Ist der »Boléro« in seiner musikalischen Stringenz fast unausweichlich eingängig, sperrt sich die Musik des zweiten Tanzstücks umso mehr. Mario Schröder, Ballettdirektor und Chefchoreograf des Leipziger Balletts, nimmt sich des großen Tanzklassikers der Moderne an: Strawinskys »Le Sacre du Printemps«. Als mindestens genauso skandalös wie die Musik galt die Choreografie der Ballets Russes von Vaslav Nijinsky. Die erdigen, auf die Körpermitte fixierten, fast sexuellen Tanzbewegungen überforderten das Publikum schlicht in seinen Sehgewohnheiten. Heute gilt die Choreografie als Meilenstein für die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes. Mario Schröder wird die Frage nach der Bedeutung des Opfers in unserer heutigen Gesellschaft in die Mitte seiner Auseinandersetzung stellen.

BOLÉRO / LE SACRE DU PRINTEMPS JOHAN INGER / MARIO SCHRÖDER
»Boléro« (Walking Mad): Ballett von Johan Inger | Musik von Maurice Ravel (»Boléro«) und Arvo Pärt (»Für Alina«) |
»Le Sacre du Printemps«: Ballett von Mario Schröder | Musik von Igor Strawinsky | Choreografische Uraufführung

LEITUNG

  • Musikalische Leitung MATTHIAS FOREMNY
  • Choreografie, Bühne Kostüm (Boléro, Walking Mad) JOHAN INGER
  • Choreografie (Le Sacre du Printemps) MARIO SCHRÖDER
  • Bühne, Kostüme (Le Sacre du Printemps) PAUL ZOLLER
  • Licht( Boléro, Walking Mad) ERIK BERGLUND
  • Dramaturgie PHILIPP AMELUNGSEN


BESETZUNG

  • LEIPZIGER BALLETT
  • GEWANDHAUSORCHESTER


WEITERE AUFFÜHRUNGEN

  • 10. Februar 2018 / 25. März 2018 / 8. April 2018 / 17. Juni 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 min vor Vorstellungsbeginn, Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑