Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Das letzte Mal" - Ein Liebesthriller von Emmanuel Robert-Espalieu - Thüringer Landestheater Rudolstadt"Das letzte Mal" - Ein Liebesthriller von Emmanuel Robert-Espalieu -..."Das letzte Mal" - Ein...

"Das letzte Mal" - Ein Liebesthriller von Emmanuel Robert-Espalieu - Thüringer Landestheater Rudolstadt

Premiere am 1. November 2019, 20 Uhr, Schminkkasten

Während sich andere bis „dass der Tod sie scheidet“ quälen, nimmt die Frau in Emmanuel Robert-Espalieus Liebesthriller „Das letzte Mal“ ihr Schicksal selbst in die Hand. Beim Abendessen offenbart sie ihrem Gatten, dass er in anderthalb Stunden tot sein wird, vergiftet! Ist das ernst gemeint oder soll es ein Witz sein? Darüber hält die schwarze Komödie, die am 1. November am Theater Rudolstadt Premiere feiert, ihr Publikum bis zum Schluss in Atem.

 

Copyright: Anke Neugebauer

Es sind die kleinen Schwachstellen und alltäglich gelebten Paradoxien, die es dem französischen Autor und Regisseur Emmanuel Robert-Espalieu in seinen Stücken angetan haben. Auch in „Das letzte Mal“ konfrontiert er sein Publikum mit einer Situation, in der viele Paare einmal stecken und treibt sie auf die Spitze. Weil der Frau eine Scheidung aber nicht nur zu kostspielig, sondern schlicht zu umständlich ist, greift sie zum Gift des Fingerhutes. Aus verbliebener Restliebe für den Gatten soll sich sein Finale zumindest halbwegs schmerzarm gestalten. Doch was tut der geschockte Ehemann? Bleibt ihm etwas anderes übrig als Entsetzen, Wut und selbstmitleidige Ohnmacht? Angesichts der fatalen Situation ist jede Rücksicht auf gute Manieren und familiäre Höflichkeiten bloße Zeitverschwendung. Also wird nochmal heftig gestritten, attackiert, geliebt, manipuliert, verdrängt und gehofft …

„Liebling, du wirst heute Nacht sterben. Ich habe dich vergiftet.“ – in gnadenlos absurden Wortgefechten seziert das Ehepaar sein Leben. Dabei spielen unerfüllte Wünsche, gegenseitige Demütigungen ebenso eine Rolle wie existentielle Fragen: Wann haben wir eigentlich das letzte Mal gelacht, geweint, wann waren wir das letzte Mal glücklich?

„C´était quand la dernière fois?“ wurde 2018 in Paris am Théâtre Tristan Bernard uraufgeführt. 2019 kam das Stück erstmals nach Deutschland. In der Regie von Nicole Felden, bekannt von „Der dressierte Mann“, und im Bühnenbild und in Kostümen von Natalie Krautkrämer spielen Dorothea Arnold und Jochen Ganser.

Aus dem Französischen von Frank Weigand

Regie: Nicole Felden
Bühne und Kostüme: Natalie Krautkrämer
Dramaturgie: Karolin Berg

Die Frau: Dorothea Arnold
Der Mann: Jochen Ganser

Restkarten für die folgenden Aufführungen am 2. und 8. November, jeweils 20 Uhr, sowie am 24. November, 1. und 22. Dezember, jeweils um 18 Uhr, sind an den üblichen Vorverkaufsstellen, über die Internetseite des Theaters sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Forever young

Die Essenz zweier realer und eines fiktiven Lebens werden in dem Theaterstück "Dorian" von Darryl Pinckney und Robert Wilson miteinander verknüpft: die des Malers Francis Bacon, des Autors Oscar Wilde…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Mythos erwacht zum Leben

Widersprüchlich und nicht ganz greifbar ist die historische Figur der Johanna von Orléans. Schier unglaublich, wie es einem einfachen Bauernmädchen im 15.Jahrhundert gelang, bis zum König…

Von: Dagmar Kurtz

"Krabat", Ballett nach einem Buch von Otfried Preußler von Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Das 2013 in Stuttgart uraufgeführte Handlungsballett „Krabat“ nach dem beliebten Roman von Ottfried Preußler, in dem er eine sorbische Sage verarbeitet, hatte jetzt an der Deutschen Oper am Rhein…

Von: Dagmar Kurtz

Rocky Horror Picture Show trifft auf Homer

Heftiges Klopfen an der Tür. Es ist nicht der verstorbene Komtur, sondern ein junges Paar, das Einlass begehrt. In ihrer Inszenierung des „Don Giovanni“ für die Deutschen Oper am Rhein“ nutzt Karoline…

Von: Dagmar Kurtz

Der schöne Schein

Täuschungen über Täuschungen, Doppelmoral und Betrug. In der Operette „Die Fledermaus“ macht jeder jedem etwas vor, allein die schwungvolle Musik mit Wiener Walzerseligkeit täuscht darüber hinweg und…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑