"Der Lechner-Edi schaut ins Paradies", Schauspiel von Jura Soyfer, Staatstheater Augsburg

Premiere 1.11.2018 19:30 | Kühlergebäude im Gaswerk

Seit sechs Jahren ist Edi arbeitslos und gerade als er seiner Freundin Fritzi wieder mal erzählt, dass daran der Motor, der ihn ersetzt hat, schuld sei, da biegt eben dieser Motor um die Ecke und stellt sich als Pepi vor – Petersens elektrischer patentierter Industriemotor. Pepi weist alle Schuld von sich und schiebt sie auf Luigi Galvani, weil dieser die Elektrizität erfunden hat.
25252


Und schon sind Edi, Fritzi und Pepi unterwegs, rückwärts in der Zeit, um die Erfindung der Elektrizität zu verhindern. Bei Galvani angekommen, können sie ihn sogar davon überzeugen, seine Erfindung sein zu lassen, doch sie merken schnell, dass auch das nicht der Ursprung des Übels ist und die Reise geht weiter: über Galileo Galilei, Christoph Kolumbus zu Gutenberg, bis die drei schließlich im Paradies landen.

Jura Soyfer, 1939 im KZ Buchenwald ermordet, schrieb politische Volksstücke. Mit dem 1936 uraufgeführten »Lechner-Edi« schuf er ein bitter-komisches Roadmovie, eine Reise zu den Geistern der Industrialisierung, das auch heute noch die Frage danach stellt, wie wir in fortschreitend sich modernisierenden Arbeitswelten und industrialisierten Gesellschaften sozial-gemeinschaftlich zusammenleben können.

Miriam Locher, Regieassistentin am Theater Augsburg, zeigt Soyfers Stück als temporeiche Zeitreise – passenderweise im Kühlergebäude auf dem Gaswerksgelände.

    Inszenierung Miriam Locher
    Bühnenbild und Kostüme Vittorio Greco
    Komposition Musik Stefan Leibold
    Dramaturgie Sabeth Braun
    Edi Lechner, ein Arbeitsloser Thomas Prazak
    Fritzi, seine Freundin/Der Verteidiger Katja Sieder
    Der Elektromotor "Pepi" Katharina Rehn
    Ein blinder Bettler/Galileo Galilei/Christoph Kolumbus Gerald Fiedler
    Toni, Edis verstorbener Freund/Dr. Galvani/Der Richter/Ein Matrose/Johann Gutenberg Ute Fiedler

  

    1.11.2018 19:30 | Kühlergebäude im Gaswerk
    
    10.11.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
    
    13.11.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
    
    24.11.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk

    30.11.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
   
    7.12.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
 
    14.12.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
    
    22.12.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk
    
    28.12.2018 19:30 | Kühlergebäude Gaswerk

Anreise
Zu allen Vorstellungen gelangen Sie problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr (Eintrittskarte gilt als Fahrausweis). Vom Bahnhof Oberhausen verkehrt an Vorstellungstagen ein regelmäßiger Shuttleservice direkt aufs Gaswerk. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein großer Parkplatz. Alle Informationen zur Anfahrt.

Bild: Jura Soyfer

Weitere Artikel