HomeBeiträge
Deutsche Erstaufführung: "Guercœur", Oper von Albéric Magnard, Theater OsnabrückDeutsche Erstaufführung: "Guercœur", Oper von Albéric Magnard, Theater...Deutsche Erstaufführung:...

Deutsche Erstaufführung: "Guercœur", Oper von Albéric Magnard, Theater Osnabrück

Premiere am Samstag, 15.6.2019, 19.30 Uhr, Theater am Domhof

In der Oper befindet sich der gleichnamige Herrscher Guercœur im Jenseits und bittet darum, wieder auf die Erde gelassen zu werden. Der Wunsch wird ihm gewährt, doch in seiner ehemaligen Welt haben sich einige Dinge verändert.

 

Die Entstehungsgeschichte der Oper ist ebenso fesselnd wie ihr Inhalt: Als der französische Komponist Albéric Magnard 1914 sein Haus gegen deutsche Truppen verteidigte, wurde es in Brand gesetzt. Magnard kam ums Leben und zwei Akte der Oper verbrannten. Sein Komponistenkollege Joseph Guy Ropartz rekonstruierte die verlorenen Akte der Oper, deren Musik über 100 Jahre nach ihrer Entstehung und nach dem Tod ihres Schöpfers immer noch beeindruckt.

Die Deutsche Erstaufführung der Oper Guercœur am Theater Osnabrück ist gleichfalls die erste szenische Aufführung seit der Uraufführung 1931 in Paris.

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Dirk Schmeding
Bühne Martina Segna
Kostüme Frank Lichtenberg
Video Roman Kuskowski
Choreinstudierung Sierd Quarré
Dramaturgie Christoph Lang

Mit Nana Dzidziguri, Lina Liu, Katarina Morfa, Erika Simons, Susann Vent-Wunderlich; Rhys Jenkins, Costa Latsos, Daniel Wagner

Am Premierentag findet um 16 Uhr im Oberen Foyer im Theater am Domhof ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Jens Malte Fischer, Prof. Dr. phil. Andrea Grewe und Dr. phil. Jochen Wagner statt, das sich mit dem in Vergessenheit geratenen Magnard sowie mit der Oper Guercœur im Kontext des frühen 20. Jahrhunderts befasst. Im Rahmen der Inszenierung gibt es darüber hinaus im Oberen Marmorfoyer im Theater am Domhof eine Ausstellung, in der Sie mehr über den Komponisten, das Werk und die Entstehungszeit zu erfahren können.

Weitere Vorstellungen finden am 19. Juni, 23. Juni und 26. Juni sowie am 2. und zum letzten Mal am 5. Juli, jeweils um 19.30 Uhr im Theater am Domhof statt.

Das Bild zeigt Albéric Magnard

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑